Förderprogramm zivik

Verschiedene Menschen sind an einer Diskussion beteiligt.
Youth Awake (YA), Conflict Prevention in Togo, ifa 2024.
Nahaufnahme von zwei Händen, die einander festhalten.
Arropame Colombia, Support for Sexual Violence Victims, ifa 2024.
Lachende Frau
Arropame Colombia, Support for Sexual Violence Victims, ifa 2024.
Zwei Frauen arbeiten an einer Werkbank.
Fonds Pour Les Femmes Congolaises (FFC) Women in Peacebuilding, ifa 2023.
Frauen bringen Collagen an die Wand an
Freunde des Syrischen Volks (FDSV), Empowering Women in Syria, ifa 2023.
Gruppenfoto
Förderprogramm zivik, Workshop in Guatemala, ifa 2024
Menschen arbeiten an einem Plakat
Regional Union of Youth (RUNY), Peacebuilding in Ukraine, ifa 2024
Jugendliche arbeiten an einem Plakat.
Regional Union of Youth (RUNY), Peacebuilding in Ukraine, ifa 2024
Drei Frauen sitzen an einem Tisch und hören zu.
Förderprogramm zivik, Workshop in Guatemala, ifa 2024.
Frauen arbeiten zusammen.
Freunde des Syrischen Volks (FDSV), Empowering Women in Syria, ifa 2023

 + + + + Bewerbungen bis 3 Monate vor Projektbeginn, möglichst bis zum 1. Oktober des Vorjahres + + + 


 

Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensförderung

Das Förderprogramm zivik unterstützt weltweit zivile Akteur:innen dabei, Krisen vorzubeugen und Konflikte zu überwinden. Es trägt dazu bei, friedliche gesellschaftliche und politische Systeme zu schaffen und zu stabilisieren. Mit ihrem Engagement ergänzen Nichtregierungsorganisationen (NRO) das Handeln staatlicher Akteur:innen um wichtige Perspektiven und Akzente.
Ergänzend berät und vernetzt das Förderprogramm zivik zivilgesellschaftliche Akteur:innen und unterstützt sie bei der Evaluierung ihrer Projekte.
Gefördert werden Projekte der Krisenprävention, Konfliktbewältigung, Stabilisierung, Friedensförderung und Demokratieförderung von NRO, die in Krisen- und Konfliktgebieten tätig sind. Schwerpunktregionen sind Subsahara-Afrika, die SWANA-Region, Südosteuropa, die Ukraine, Belarus, der Südkaukasus sowie Projekte des Frauennetzwerks UNIDAS in Lateinamerika und der Karibik. In Ausnahmefällen akzeptiert das Förderprogramm zivik auch Projekte aus anderen Regionen.

Inhaltlicher Schwerpunkt der Projektförderungen ist die Resolution 2250 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen zu "Jugend, Frieden und Sicherheit"

Die Resolution betont die zentrale Rolle junger Menschen in Friedensprozessen und beruht auf fünf Säulen:

  • Partizipation: Junge Menschen sollen aktiv an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen mitwirken.
  • Schutz: Jugendliche sind vor Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch schützen.
  • Prävention: Es gilt, Konfliktursachen durch Bildung, Teilhabe und soziale Integration frühzeitig zu bekämpfen.
  • Partnerschaft: Die Zusammenarbeit mit Jugendorganisationen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen soll gestärkt werden.
  • Reintegration: Junge Menschen, die aus bewaffneten Gruppen oder Konflikten zurückkehren, sollen Unterstützung und gesellschaftliche Integration erfahren.
     

Geförderte Projekte in den sozialen Medien

An wen richtet sich das Programm?

Das Förderprogramm zivik richtet sich an folgende Projekte und Einrichtungen:

  • Staatlich registrierte Nichtregierungsorganisationen
  • Projekte in den Schwerpunktregionen Subsahara-Afrika, SWANA-Region, Südosteuropa, Ukraine, Belarus, Südkaukasus sowie Projekte des Frauennetzwerks UNIDAS in Lateinamerika und der Karibik
  • Projekte zur Stärkung lokaler Kapazitäten zur Krisenprävention Stabilisierung und Friedensförderung
  • Lokale Organisationen

Welche Vorteile bietet die Förderung?

Beratung und finanzielle Förderung von Projekten

  • Beratung zu Projektskizzen, zur Projektkonzeption und zur Vorbereitung eines Antrags auf Projektförderung
  • Antragsprüfung, Förderentscheidung und Vertragsabschluss
  • Fortbildung und Beratung zu Projektdurchführung und Monitoring von Wirkungen, Projekt- und Finanzmanagement
  • Fortbildung und Unterstützung zur Administration der Fördermittel: Transfer, Monitoring, Dokumentation und Abrechnung
  • Prüfung des Nachweises über die Verwendung der Fördermittel und die erreichten Wirkungen
  • Unterstützung bei Evaluationen

Vernetzung und Best Practice

  • Austausch und Vernetzung ziviler Akteur:innen untereinander und mit Expert:innen aus Politik und Wissenschaft
  • Vorstellung von Projekten https://www.facebook.com/zivikfunding/
  • Aufarbeitung und Bereitstellung von Erfahrungen und Best-Practice-Beispielen

Welche Voraussetzungen sind für eine Förderung zu erfüllen?

Das Projekt passt in eines der folgenden Förderkonzepte des Auswärtigen Amts

Die Organisation ist mit dem Manual "Monitoring von Wirkungen (movie)" vertraut und wird ihre Wirkungsannahmen anhand des Manuals planen, überprüfen und auswerten:

Die Organisation ist mit den Grundsätzen der Projektförderung gemäß der Bundeshaushaltsordnung der Bundesrepublik Deutschland vertraut und wird diese einhalten:

Die Organisation erbringt folgende Nachweise:

  • Staatliche Registrierung
  • Ordnungsgemäße Geschäftsführung
  • Auf die Organisation ausgestelltes Bankkonto für den internationalen Banktransfer
  • Schutz vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch
  • Verhinderung von Korruption
  • Verhinderung von Terrorfinanzierung
  • Verhinderung von ethischem Fehlverhalten (Compliance-Regelungen)

Die Organisation kann ausdrücklich bestätigen,

  • dass sie die Mittel nicht zur Finanzierung terroristischer Aktivitäten einsetzt, keine terroristische Vereinigung ist oder solche Vereinigungen unterstützt,
  • dass sie sich an die einschlägigen Sanktionen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union hält. 

Folgende Regelungen werden von der Organisation erwartet:

  • Schutz vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch
  • Verhinderung von Korruption
  • Verhinderung von Terrorfinanzierung
  • Verhinderung von ethischem Fehlverhalten (Compliance-Regelungen)
  • Die Organisation kann ausdrücklich bestätigen,
    • dass sie die Mittel nicht zur Finanzierung terroristischer Aktivitäten einsetzt, keine terroristische Vereinigung ist oder solche Vereinigungen unterstützt,
    • dass sie sich an die einschlägigen Sanktionen der Vereinten Nationen und der Europäischen Union hält. 

Welche weiteren Kriterien gibt es für die Förderung eines Projekts?

  • Das Projekt hat nicht vor dem Beginn der Förderung begonnen.
  • Es werden ausschließlich Mittel für projektbezogene Ausgaben beantragt. Zuvor schöpft die Organisation alle Möglichkeiten aus, Eigen- oder Drittmittel zur Finanzierung der Ausgaben einzusetzen (Subsidiaritätsprinzip).
  • Das Projekt endet spätestens zum 31. Dezember des Jahres, in dem es beginnen soll (Beispiel: 01.03.2025–31.12.2025).  
  • Bei Anträgen von Organisationen, die bisher noch nicht gefördert wurden, beträgt die Fördersumme maximal 100.000 Euro.
  • Bei einer Folgeeinreichung gilt: Das Förderprogramm zivik kann die Maßnahme nicht länger als drei Kalenderjahre fördern.

Welche Ausnahmen gibt es?

  • Für Organisationen, die in der Vergangenheit bereits erfolgreich gefördert wurden, ist in Einzelfällen eine Förderung in erhöhtem Umfang möglich. Diese Ausnahme hängt von den zur Verfügung stehenden Mitteln ab und ist anhand einer Projektskizze bei der weiteren Beratung zu klären.

Weiterhin gilt für Organisationen, die in der Vergangenheit bereits erfolgreich gefördert wurden: 

  • Das Projekt endet spätestens zum 31. Dezember des Jahres, das auf das Jahr folgt, in dem es beginnen soll (Beispiel: 01.03.2025–31.12.2026). 

Antragstellung in 3 Schritten

Schritt 1: Prüfen, ob alle Voraussetzungen erfüllt werden

  • Der Vorschlag bezieht sich auf eines der beiden Förderkonzepte des Auswärtigen Amtes.
  • Alle Voraussetzungen für eine Projektförderung werden erfüllt. Entsprechende Nachweise können vorgelegt werden.

Schritt 2: Einreichen einer Projektskizze und Beratung durch das Team des Förderprogramms zivik

Die Projektskizze ist Grundlage für eine Beratung. 
Das Team des Förderprogramms zivik prüft vorab, ob sich das Projekt durchführen lässt und ob die Förderung realistisch ist. Grundlage dafür ist das Förderkonzept des Auswärtigen Amts. 

Die Projektskizze in einem Umfang von maximal 3 Seiten ist als Datei an zivik(at)ifa.de zu senden. Eine Vorlage steht im Downloadbereich zur Verfügung. Die Organisation erhält eine Eingangsbestätigung der Projektskizze und eine Einschätzung zur Fördermöglichkeit für das Projekt. Bis zur Rückmeldung kann der Prozess mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

 

Schritt 3: Antrag einreichen

Nach einer positiven Rückmeldung auf die Projektskizze ist der nächste Schritt, den Antrag zu stellen. Anderenfalls erfolgt eine kurze Information, dass eine Antragstellung nicht möglich oder aussichtsreich ist. Eine ausführlichere Beratung kann das Team des Förderprogramms zivik in diesem Fall aus Kapazitätsgründen nicht leisten. 

Der Antrag besteht aus drei Dokumenten:

  • Antragsformular
  • Projektplanung
  • Finanzierungsplan (siehe Dokumente zum Download)

Der ausgefüllte Antrag wird per E-Mail an zivik(a)ifa.de geschickt.

Welche Fristen sind bei der Antragstellung einzuhalten?

Bitte beachten Sie, dass es notwendig ist, vorab eine Projektskizze einzureichen, und planen Sie vor der Antragstellung ausreichend Zeit für die Beratung über die Projektskizze ein. Für einen Projektbeginn im Januar oder Februar empfiehlt sich die Einreichung der Projektskizze im Juni/Juli des Vorjahres. Für die Projektumsetzung in ISR/PSE müssen die Skizzen spätestens bis Ende Juli des Vorjahres vorliegen, unabhängig vom Datum des Projektbeginns.

Der vollständige Antrag ist spätestens drei Monate vor Projektbeginn einzureichen.

Für einen Projektbeginn im Januar oder Februar muss der Antrag spätestens bis 1. Oktober des Vorjahres eingehen.
Auch für Projekte, die zu einem späteren Zeitpunkt beginnen sollen, bitten wir um die Antragstellung bis 1. Oktober des Vorjahres.

 

Wie geht es nach der Antragstellung weiter?

Auf die Einreichung eines Förderantrags folgen eine Eingangsbestätigung, in der Regel spezifische Nachfragen und am Ende eine Förderzusage oder -absage. Der Vorbereitungs- und Entscheidungsprozess nimmt in der Regel mehrere Wochen in Anspruch.

Kann das Förderprogramm zivik dasselbe Projekt mehrmals unterstützen?

Bei erfolgreichen Projekten sind Folgeförderungen für einen Zeitraum von insgesamt bis zu drei Jahren möglich.

Noch Fragen? Schau in unsere FAQ.

Zusammenfassung Förderprogramm zivik

Was ist das Förderprogramm zivik?

  • Unterstützt zivile Akteur:innen weltweit bei der Krisenprävention und Friedensförderung.
  • Ergänzt staatliche Maßnahmen durch wichtige Perspektiven und Akzente.
  • Fördert Projekte der zivilen Konfliktbearbeitung und Demokratieförderung.

Wer kann einen Antrag stellen?

  • Nichtregierungsorganisationen (NRO), die international, national oder lokal tätig sind.
  • Projekte in Krisen- und Konfliktgebieten, insbesondere in Subsahara-Afrika, der SWANA-Region, Südosteuropa, der Ukraine, Belarus, dem Südkaukasus sowie Lateinamerika und der Karibik.

Welche Projekte werden gefördert?

  • Projekte zur Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Stabilisierung.
  • Friedensförderungs- und Demokratieförderungsprojekte.
  • Projekte im Rahmen der UN-Resolution 2250 zu "Jugend, Frieden und Sicherheit". 

Wie kann man einen Antrag stellen?

  • Projektskizze einreichen und Beratung durch das Team des Förderprogramms zivik in Anspruch nehmen.
  • Detaillierter Antrag mit Projektplanung und Finanzierungsplan erforderlich.
  • Antrag spätestens drei Monate vor Projektbeginn einreichen. 

Was sind die Vorteile der Förderung?

  • Finanzielle Unterstützung und Beratung bei der Projektumsetzung.
  • Vernetzung mit anderen zivilen Akteur:innen und Expert:innen.
  • Unterstützung bei der Evaluation und Wirkungsanalyse.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

  • Projekt passt in eines der Förderkonzepte des Auswärtigen Amts.
  • Organisation ist staatlich registriert und verfügt über Compliance-Regelungen.
  • Projekt endet spätestens zum 31. Dezember des Jahres, in dem es beginnt.
  • Beantragte Förderung überschreitet 400.000 Euro nicht.

Kontakt

Förderprogramm zivik

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Telefon: +49.30.284491.60
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