Projektförderung deutsche Minderheiten

Das ifa fördert Kultur-, Bildungs-, Jugend- und Medienprojekte der Organisationen der deutschen Minderheiten im östlichen Europa und in Zentralasien. Dafür wurde mit den deutschen Minderheiten und dem Auswärtigen Amt ein Förderkonzept erarbeitet.

Projektförderung

Mit seinem Bereich „Integration und Medien“ unterstützt das ifa die deutschen Minderheiten im östlichen Europa und Zentralasien dabei, als zivilgesellschaftliche Akteur:innen und Brückenbauer:innen zu wirken und sich professionell zu positionieren.

Im Jahr 2022 kann das ifa einmalig zusätzliche finanzielle Mittel zur Förderung von Projekten der deutschen Minderheiten im östlichen Europa und Zentralasien zur Verfügung stellen. Mit der Förderung sollen Impulse in den Bereichen Kultur, Bildung, Jugend, Austausch und Medien gesetzt werden.

Die Förderung beinhaltet eine einmalige finanzielle Projektförderung bis max. 25.000,- €. Die Gewährung einer Förderung steht unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit und deren Bereitstellung durch das Auswärtige Amt.

Antragsberechtigt sind juristische Personen (bspw. Vereine, Organisationen, Redaktionen der deutschen Minderheiten) aus Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Ungarn, Serbien, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan, Ukraine, Republik Moldau, Lettland, Litauen, Estland, Armenien, Aserbaidschan, Georgien und aus der im Exil lebenden deutschen Minderheiten aus Russland.

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Das Projekt passt zu einem oder mehreren der folgenden Schwerpunkte:

  1. Außerschulische Jugendbildung: Deutschsprachige Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, die außerhalb des schulischen Bezugs stattfinden, z.B. in Jugendclubs und -zentren, Jugendverbänden, Theater- und Musikvereinen, Bildungsstätten oder bei internationalen Jugendbegegnungen
  2. Professionalisierung: Projekte zur Ausbildung, Qualifizierung und Netzwerkausbau von Mitarbeiter:innen aus Organisationen der deutschen Minderheiten sowie ehrenamtlich Engagierten Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Organisationen der deutschen Minderheiten
  3. Medien: Projekte zur Fortbildung von Journalist:innen aus den Medien der deutschen Minderheiten, Projekte, die das Qualitätsniveau der Medien verbessern, Projekte zum Ausbau der Social Media Präsenz
  4. Kultur, Bildung: Kultur- und Bildungs- und Austauschprojekte, die den Dialog zwischen den Kulturen fördern und insbesondere junge Menschen ansprechen

Es werden ausschließlich Mittel für projektbezogene Ausgaben bewilligt.

Das ifa gewährt keine Mittel für:

  • Bereits begonnene oder abgeschlossene Maßnahmen.
  • Die dauernde oder ergänzende Finanzierung laufender Förderungen.
  • Bauvorhaben sowie den Einkauf von Geräten und Ausstattungsgegenständen.
  • Vorhaben, deren genaue Zielsetzung und Mittelbedarf nicht feststehen.
  • Begegnungsprogramme mit überwiegend touristischem Charakter, Erholungsreisen oder reine Sportveranstaltungen.
  • Kosten, die mit der Vorbereitung der Antragstellung verbunden sind.

Bewerbung in 3 Schritten

Schritt 1: Beratung
Bei Bedarf begleitet das ifa bei der Antragstellung und bietet Unterstützung.
Kontakt: Silke Knautz, (+49 711 2225 198)

Schritt 2: Vorabprüfung
Der Antrag besteht aus zwei Dokumenten: Antragsformular und Finanzierungsplan (siehe Dokumente zum Download). Der Antrag wird zur Vorabprüfung per E-Mail an dmi-projektfoerderung(at)ifa.de geschickt.

Schritt 3: Rechtsverbindliche Antragstellung
Nach positiver Prüfung wird dazu aufgefordert, den Antrag mit der rechtsverbindlichen Unterschrift im Original zu senden.

 

Antragsfristen

Ein Antrag kann ab sofort jederzeit gestellt werden. Die letzte Antragstellung ist bis zum 04. September 2022 möglich.
Das Projekt muss bis zum 31. Dezember 2022 durchgeführt und abgeschlossen sein.
Die Abrechnung erfolgt sechs Wochen nach Projektende.

 

Deutsche Minderheiten

Minderheiten können zwischen den Kulturen vermitteln und Impulse für das Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen setzen – vorausgesetzt, die Minderheiten sind gesellschaftlich anerkannt, können selbstbewusst auftreten und verfügen über attraktive Programme. Dafür müssen sie sowohl institutionell als auch personell gut aufgestellt sein. Die Programme aus dem Bereich "Deutsche Minderheiten" unterstützen deutsche Minderheiten im östlichen Europa, Kaukasus und Zentralasien als zivilgesellschaftliche Akteure und Brückenbauer. Sie fördern so ein facettenreiches, aktuelles und realistisches Deutschlandbild und leisten einen Beitrag zum europäischen Einigungsprozess und zu den kulturellen Beziehungen innerhalb und außerhalb Europas. Zu den Programmen zählen das Entsendeprogramm, das Hospitationsprogramm, das Kulturassistenzprogramm, das Social-Media-Stipendium und die Projektförderung deutsche Minderheiten.

Kontakt

Silke Knautz

Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49.711.2225.198

Gabriele Kuschmierz

Integration und Medien

Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49.711.2225.199
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