Hospitationsprogramm

Das Hospitationsprogramm ermöglicht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Organisationen der deutschen Minderheiten einen vier- bis sechswöchigen Aufenthalt bei einer Gastinstitution. Dabei erhalten sie neue Impulse und Anregungen für ihre Arbeit und werden fachlich weitergebildet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lassen sich von der Arbeit der anderen Organisation inspirieren und lernen themenspezifische Best-Practice-Modelle und Arbeitsweisen kennen. Die internationale Netzwerkarbeit des Förderprogramms bietet den Vereinen, Verbänden und Redaktionen der deutschen Minderheiten zudem die Gelegenheit, sich länderübergreifend miteinander zu vernetzen.

An wen richtet sich das Programm?

Es können sich ehrenamtlich Beschäftigte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Vereins, Verbands oder einer Redaktion der deutschen Minderheiten mit Sitz in einem der folgenden Länder bewerben: Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Estland, Kasachstan, Kirgisistan, Kroatien, Litauen, Lettland, Moldau, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tadschikistan, Tschechische Republik, Ukraine, Ungarn und Usbekistan.

Was beinhaltet die Förderung?

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten hospitieren für vier bis sechs Wochen bei einer Gastinstitution in einem anderen Land. Dafür erhalten sie eine einmalige Pauschale für die Aufenthalts- und Reisekosten. Die Höhe der Pauschale für eine sechswöchige Hospitation liegt zwischen 1.375 Euro und 1.660 Euro. Sie richtet sich nach dem jeweiligen Herkunftsland der Bewerberinnen oder des Bewerbers.

Im Vorfeld der Hospitation unterstützt das ifa bei der Suche nach einer passenden Gastinstitution. Zudem übernimmt das ifa die organisatorische Betreuung und inhaltliche Begleitung der Hospitation.

Zum Programm gehört außerdem ein Weiterbildungsseminar für alle Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie ein Bilanzierungs- und Coaching-Gespräch nach Abschluss der Hospitation. Darin werden die Erfahrungen ausgewertet und gemeinsam reflektiert, ob das Ziel der Hospitation erreicht wurde. Zudem werden Strategien für die weitere Tätigkeit der Hospitantin beziehungsweise des Hospitanten erarbeitet.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

  • Ein spezifischer Fortbildungsbedarf zur Durchführung eines Projektes und / oder zur Professionalisierung und weiteren Organisationsentwicklung ist erforderlich.
  • Es liegt eine Empfehlung der eigenen Institution vor.
  • Es sind sehr gute Deutschkenntnisse vorhanden.
  • Die Hospitation erfolgt zwischen Juni und Dezember.
  • Praktische Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Jugend-, Kultur- oder Medienprojekten können vorgewiesen werden.

Bewerbung in zwei Schritten

  1. Antragsformular herunterladen und ausfüllen
  2. Ausgefülltes Formular schicken an dmi-stipendien(at)ifa.de

Bewerbungsfrist

Im Frühjahr für Hospitationen zwischen Juni und Dezember desselben Jahres

Bewerbung als Gastinstitution

Organisationen der deutschen Minderheiten können sich beim Hospitationsprogramm als Gastinstitutionen bewerben und für vier bis sechs Wochen eine Stipendiatin oder einen Stipendiaten bei sich aufnehmen. Dadurch ermöglichen sie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine wichtige Erfahrung in ihrem Arbeitsfeld. Zudem werden die Gastorganisationen Teil eines internationalen Netzwerkes an Institutionen der deutschen Minderheiten.

Voraussetzung für eine Bewerbung als Gastinstitution ist, dass es sich um eine Institution der deutschen Minderheiten oder um eine Organisation aus deren Umfeld mit Sitz im östlichen Europa oder den GUS-Staaten handelt. In besonderen Einzelfällen können sich auch Institutionen aus Deutschland als Gastorganisation bewerben.

Dokumente zum Download

Sobald die Bewerbungsphase für das Jahr 2020 eröffnet ist, finden sich an dieser Stelle notwendigen Dokumente und Links.

Deutsche Minderheiten

Minderheiten können zwischen den Kulturen vermitteln und Impulse für das Zusammenleben verschiedener Bevölkerungsgruppen setzen – vorausgesetzt, die Minderheiten sind gesellschaftlich anerkannt, können selbstbewusst auftreten und verfügen über attraktive Programme. Dafür müssen sie sowohl institutionell als auch personell gut aufgestellt sein. Das Programm „Deutsche Minderheiten“ unterstützt deutsche Minderheiten im östlichen Europa und in den Staaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten als zivilgesellschaftliche Akteure und Brückenbauer. Das Programm fördert ein facettenreiches, aktuelles und realistisches Deutschlandbild, leistet einen Beitrag zum europäischen Einigungsprozess und zu den kulturellen Beziehungen innerhalb und außerhalb Europas.

 

Kontakt

Linda Khan

Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49.711.2225.145
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