International Cultural Relations Research Alliance (ICRRA)

Das 2019 gegründete Netzwerk bringt auf Initiative des ifa und in enger Kooperation mit dem British Council internationale und wissenschaftliche Institutionen zusammen. ICRRA versteht sich selbst als Brückenbauer zwischen praktischer Kulturarbeit, wissenschaftlicher Reflexion, Politikberatung und Medien. Die Ziele des Netzwerks sind der Transfer von forschungsbasiertem Wissen in Politik und Gesellschaft und die Förderung von internationalem Wissensaustausch und Kooperation in den Kulturbeziehungen.

Ein internationales Forschungsnetzwerk

Die ICRRA will Institutionen, die sich praktisch oder theoretisch mit Fragen der internationalen Kulturbeziehungen befassen, vernetzen und so den internationalen, evidenzbasierten Diskurs zu Fragen der internationalen Kulturbeziehungen und der Auswärtigen Kulturpolitik fördern.

Die Tätigkeit des Netzwerks setzt sich zusammen aus

  • jährlich stattfindenden Netzwerktreffen, im Rahmen derer grundlegende Fragen im Bereich der internationalen Kulturbeziehungen mit internationalen Akteuren diskutiert werden, wobei ein Schwerpunkt auf der Teilnahme einer möglichst hohen Zahl von Teilnehmern aus dem globalen Süden liegt.
  • einer am ifa betreuten digitalen Plattform, auf der die online frei verfügbare Forschungsliteratur zum Thema versammelt (verlinkt), strukturiert und fortlaufend aktualisiert wird, ergänzt um kürzere, nicht-wissenschaftliche Texte.

Auf diese Weise wird zu einer Zeit, in welcher der Begriff ‚Kultur‘ weltweit wieder zum Zentrum verstärkter politischer Auseinandersetzung wird, einerseits ein digitales Forum der internationalen und öffentlich zugänglichen Debatte geschaffen und andererseits die theoretische Diskussion zwischen den Akteuren im Bereich der internationalen Kulturbeziehungen institutionalisiert und verstetigt.

Statement of intent (PDF)

Kooperationspartner

Der British Council baut Verbindungen, Verständnis und Vertrauen zwischen Menschen in Großbritannien und anderen Ländern durch Kunst und Kultur, Bildung und die englische Sprache auf. 

© British Council

Mitglieder

Institutionen

Mitglied werden

  • Kriterien

     

    ICRRA ist ein Netzwerk zur Förderung des Wissensaustauschs und der Diskussion über internationale Kulturbeziehungen. Das Interesse der ICRRA liegt ausschließlich darin, die forschungsbasierte Diskussion und den Wissensaustausch zu unterstützen. ICRRA ist keine politische Vereinigung, kein politische oder staatliche Behörde und setzt sich weder für ein bestimmtes politisches Programm noch für eine bestimmte Richtung ein. Das Netzwerk unterstützt den Austausch, die Verbreitung und die Diskussion wissenschaftlicher und ethischer Forschung und strategischer Arbeit für das öffentliche Wohl.

    • Die Mitgliedschaft ist nur auf Antrag möglich
    • Die Mitgliedschaft ist für Forscher und Praktiker im Gebiet der Kulturbeziehungen offen.
    • Die Mitgliedschaft kann auf institutioneller oder individueller Basis beantragt werden.
      → Institutionen können die Mitgliedschaft beantragen, wenn es sich um gemeinnützige akademische Einrichtungen oder Abteilungen oder um einschlägige gemeinnützige Organisationen für Kulturbeziehungen handelt.
      → Einzelpersonen können die Mitgliedschaft beantragen, wenn sie eine Zugehörigkeit zu einer gemeinnützigen Forschungseinrichtung nachweisen können (zum Beispiel eine Universität, ein Forschungszentrum oder eine öffentliche Einrichtung, die sich mit internationalen Kulturbeziehungen befasst). 
    • Je nach Kapazität und Format kann die Anzahl der Delegierten pro institutionellem Mitglied, die bei ICRRA-Treffen und -Veranstaltungen anwesend sein können, begrenzt werden
    • Aus Gründen der regionalen Streuung und Repräsentation liegt der aktuelle Fokus auf die Aufnahme von neuen Mitgliedern aus dem globalen Süden
    • Einzelpersonen, die die Kriterien für eine Mitgliedschaft nicht erfüllen, können dennoch als Gäste zu ICRRA-Treffen und -Veranstaltungen eingeladen werden.

     

  • Erwartungen an die Mitglieder
    • ICRRA-Mitglieder müssen offen und transparent über die Triebfedern, Ziele und Absichten jeglicher Forschung sein, die über das Netzwerk (einschließlich des ifa online Research Repositorys) geteilt oder veröffentlicht wird – mit dem Hinweis, dass die ICRRA nur existiert, um Forschung für das öffentliche Wohl zu fördern und nicht um kommerzielle oder politische Ziele zu unterstützen.
    • Von den Mitgliedern wird erwartet, dass sie aktiv zur Entwicklung des Netzwerks durch einige oder alle der folgenden Aktivitäten beitragen:
      → weitere potenzielle Kandidaten für die Mitgliedschaft insbesondere aus Regionen der Welt identifizieren, die derzeit im Netzwerk unterrepräsentiert sind,
      → Forschungsergebnisse zur Aufnahme in das ifa online Research Repository empfehlen,
      → englische Übersetzungen von Abstracts / Zusammenfassungen von Forschungsergebnissen anderer Forscher bereitstellen und / oder überprüfen, die in anderen Sprachen als Englisch verfasst sind und für die Aufnahme in das ifa Research Repository vorgeschlagen wurden,
      → bei der Programmentwicklung, Organisation und Durchführung der jährlichen ICRRA-Konferenz unterstützen,
      → den Lenkungsausschuss mit Feedback und Ratschlägen für die zukünftige Entwicklung des Netzwerks versorgen (per E-Mail und persönlich bei (Online-)Netzwerktreffen),
      → relevante Forschungsnachrichten, Ergebnisse und Möglichkeiten mit anderen Mitgliedern austauschen (per E-Mail und / oder über andere digitale Plattformen, die von der ICRRA zu diesem Zweck entwickelt werden).
    • Die Mitglieder müssen den Lenkungsausschuss über alle Interessen oder sonstigen Verpflichtungen informieren, die mit den Zielen und der Absichtserklärung der ICRRA in Konflikt stehen könnten.
    • Mitglieder, deren Aktivitäten oder Interessen nach Ansicht des Lenkungsausschusses mit den Zielen und der Absichtserklärung der ICRRA in Konflikt stehen oder diese untergraben, wird die Mitgliedschaft entzogen.
    • Die Mitglieder des Lenkungsausschusses werden auf einem jährlichen Netzwerktreffen ernannt und von den derzeitigen ICRRA-Mitgliedern nominiert; dem Ausschuss gehören Vertreter der initiierenden Partner der ICRRA, des British Council und des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) an.
    • Diese Ernennungen werden voraussichtlich für 12 Monate erfolgen, wobei die Mitglieder für eine weitere 12-monatige Amtszeit wiederernannt werden können, falls es keine Einwände gibt.

     

  • Jetzt bewerben
    • Online-Bewerbungsformular ausfüllen.
    • Die Bewerbungen werden vom Lenkungsausschuss geprüft.
    • Die Antragsteller erhalten möglichst innerhalb von 21 Tagen nach Eingang des Antrags eine Antwort.

    Weitere Informationen über das Bewerbungsverfahren unter dialogundforschung(at)ifa.de

     

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ICRRA-Konferenz im Oktober 2021

Kooperation in einer fragmentierten Welt

Was sind "gute" Praktiken kultureller Beziehungen unter den gegenwärtigen globalen Bedingungen? Wie konzeptualisieren verschiedene kulturelle Akteure und akademische Disziplinen Prozesse einer (Neu-)Ordnung? Was sind Werte wert? Was bedeuten zentrale Konzepte der Kulturbeziehungen wie Vertrauen und Wissenspluralismus für die postkoloniale Situation? Was ist faire Kooperation – und mit wem sollten wir kooperieren? Welche Art von Allianzen brauchen kulturelle Kooperationen, um globale Herausforderungen zu bewältigen? Diese und weitere Fragen untersuchte im Oktober 2021 die ICRRA-Konferenz 'Cooperation in a fragmented world. International cultural relations at the crossroads of climate, health and political crisis'.

Alle weiteren Informationen in englischer Sprache

 

ICRRA-Konferenz im Oktober 2020

Kulturbeziehungen und Krise:
Ergebnisse, Auswirkungen, neue Fragen

Wie sollten Forscher und Praktiker der internationalen Kulturbeziehungen auf die COVID-19-Pandemie reagieren? Was können wir voneinander lernen? Und was sind Themen, die sich für die zukünftige Forschung abzeichnen? Im Oktober 2020 untersuchte die ICRRA-Konferenz 'Cultural Relations and Crisis: Results, Impact, New Questions' den Zustand, die Form und die Rolle der internationalen Kulturbeziehungen in einer Zeit der globalen Krise.

Alle weiteren Informationen in englischer Sprache

Kontakt

Dr. Odila Triebel

Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49.711.2225.146