Schriftzug "An Atlas of Commoning" in schwarz und blau auf weißem Grund

An Atlas of Commoning; © ifa

An Atlas of Commoning: Orte des Gemeinschaffens

Miller ICA | Pittsburgh | 29.06.2019 | 18.00 – 21.00 Uhr

Ausstellungseröffnung | Facebook, Airbnb & Co., deren Geschäftsmodell auf der Kommerzialisierung sozialer Beziehungen beruht, haben Begriffe wie Community oder Sharing in leere Worthülsen verwandelt. Konzepte wie „Wir“ oder „Teilen“ stehen nicht mehr für Solidarität oder eine progressive gesellschaftliche Agenda, sondern bilden die Grundlage des aufkommenden Plattformkapitalismus. Begleitet wird diese ökonomische Entwicklung von einer weltweiten politischen Wende, die sich aus überkommenen Gemeinschaftsvorstellungen von Identität und Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Diskriminierung speist.

Vor diesem Hintergrund will das Ausstellungs- und Publikationsprojekt An Atlas of Commoning den offenen und emanzipatorischen Raum des Wir zurückerobern und neu definieren. Das Projekt fokussiert dabei auf städtische Gemeingüter, worunter hier die Schaffung und Bewirtschaftung (materieller und immaterieller) kollektiver Ressourcen und Räume als Grundlage demokratischer Teilhabe verstanden wird. Dies bringt die Wortneuschöpfung commoning beziehungsweise „gemeinschaffen“ zum Ausdruck.

Ausgangspunkt der Ausstellung bildet ein Atlas, ein visuelles Archiv mit vielfältigen Fallbeispielen aus Geschichte und Gegenwart. Der Atlas, der von ARCH+ in Zusammenarbeit mit der School of Architecture der Carnegie Mellon University erarbeitet wird, präsentiert zunächst 30 ausgewählte Projekte des Gemeinschaffens. Diese werden im Zuge der Ausstellungstournee an verschiedenen Orten unter Mitwirkung lokaler Akteure ergänzt und bilden so als offenes Wissensarchiv eine wertvolle Dokumentation lokaler Grassroots-Projekte.

Der Atlas geht in eine vertiefte Untersuchung der drei thematischen Spannungsfelder Eigentum – Zugang, Produktion – Reproduktion sowie Recht – Solidarität über. Künstlerische Arbeiten eröffnen darüber hinaus weitere Zugänge zum Thema. Im Rahmen der Ausstellung erscheint eine Ausgabe von ARCH+, die einen weitreichenden Einblick in wichtige theoretische Positionen und praktische Beispiele gibt.

Kuratorisches Team:
Anh-Linh Ngo, Mirko Gatti, Christian Hiller, Max Kaldenhoff, Christine Rüb (ARCH+); Elke aus dem Moore (ifa), Stefan Gruber (CMU)

Forschungspartner:
School of Architecture, Carnegie Mellon University Pittsburgh und Technische Universität Berlin, Institut für Architektur, Fachgebiet Prof. Rainer Hehl

Mit Beiträgen von:
Morehshin Allahyari & Daniel Rourke; Auroville; Brandlhuber+ Christopher Roth; DAAR Decolonizing Architecture Art Residency; Theo Deutinger; Eureka; FATkoehl und Christian Burkhard; Granby Workshop by Assemble; Manuel Herz; Sandi Hilal, Philipp Misselwitz und Anne Misselwitz; Kotti & Co; Kuehn Malvezzi; Angelika Levi; Golan Levin und Shawn Sims; La Maloca Tukano; NLÉ Architects; PlanBude; Prinzessinnengarten; Martha Rosler; Harald Trapp und Robert Thum; Urban Think Tank; WiLMa19; Samson Young

Der Atlas of Commoning enthält zudem Arbeiten von:
Atelier d’Architecture Autogérée; BARarchitekten; Campo de la Cebada; Silvia Carpaneto; Charles Fourier; Go Hasegawa and Associates; ARGE ifau und Heide & von Beckerath; Müller Sigrist Architects; Robert Owen; Refugee Accommodation and Solidarity Space City Plaza; ReGen Villages; Rural Urban Framework; Schneider Studer Primas; STEALTH.unlimited; Sungmisan Village; Zones Urbaines Sensibles; Zusammenarbeiter

Rahmenprogramm ifa:
Stefan Gruber (Kurator), Anh-Linh Ngo (Kurator), Max Kaldenhoff (Kurator), Golan Levin (Künstler)

Ausstellungsarchitektur:
Stadelmann Schmutz Wössner Architekten, Berlin Ausstellungsgrafik: Heimann und Schwantes, Berlin

Eine Ausstellung des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in Zusammenarbeit mit ARCH+ Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
Weitere Informationen unter miller-ica.cmu.edu.

Ausstellungszeitraum: 29.06.2019 – 22.09.2019

Zurück zur Übersicht

ifa Tourneeausstellungen

Das ifa konzipiert und organisiert Ausstellungen zeitgenössischer Kunst aus Deutschland, die Einblicke in die bildende Kunst, Fotografie und Film, Design und Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts geben. Auf mehrjährigen Tourneen werden die Ausstellungen in internationalen Museen präsentiert. In vielfältigen Programmen der Kunstvermittlung verbinden wir die deutsche Kunstszene mit international tätigen Kulturschaffenden, bilden Kooperationen und Netzwerke. Die Ausstellungen schaffen lokale Begegnungsplattformen, eröffnen internationale Perspektiven und stellen fundierte Wissensspeicher dar. Interessierten Museen stellt das ifa darüber hinaus Leihgaben für gesonderte Präsentationen zur Verfügung.

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe. Datenschutzerklärung | Impressum

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Weitere Informationen

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Alle Cookies zulassen:
    Hiermit erlauben Sie uns die generelle Verwendung von Cookies.
  • Nur First-Party-Cookies zulassen:
    First-Party-Cookies sind Cookies, die in direkter Verbindung zur Domain stehen und nicht an Dritte weitergegeben werden. Unsere Website verwendet den Webanalysedienst Matomo. Matomo verwendet ausschließlich First-Party-Cookies zur Datenerhebung.
  • Nur notwendige Cookies zulassen:
    Es werden nur notwendige Cookies gesetzt. Dabei handelt sich um technisch notwendige Cookies. Borlabs Cookie hat bereits ein notwendiges Cookie gesetzt.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutzerklärung. Impressum

Zurück