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Das Bild zeigt die Umrisse des Universums, die eine Struktur von mehrfachen Planetensystemen ahnen. Diese scheinen miteinander verbunden zu sein, indem sich die Wege der Objekte jeweiligen Systems überschneiden. Das Bild ist ein Teil von der Ausstellung ARE YOU FOR REAL Phase 2, welche im digitalen Raum auf der Plattform areyouforreal.ifa.de stattfindet.
Abstrakter Kosmos © Are you for real

ARE YOU FOR REAL

Phase 2: Kosmo-Cluster über Computerprozesse, Handlungsmacht und Magie

02. Dez 2023
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31. Dez 2024
Web-basiertes Projekt: areyouforreal.ifa.de

Are you for real? Diese Frage zu stellen – wörtlich: Bist Du echt? – wäre eher sonderbar, hätten wir keine Technologien zur Hand, die Reales nicht nur darstellen können, sondern auch imstande sind, Realitäten zu generieren. Mit ihrer enormen Rechenleistung führen Computer zu einem gewandelten Verständnis davon, was "real" ist und wie zwischen Realem und dem nur Möglichen, dem Virtuellen und Tatsächlichen unterschieden werden sollte. 

Realitäten können ebenso von Rechnern konstruiert werden wie von den Aktivitäten der Wissenschaften, die einen maßgeblichen Einfluss darauf haben, wie wir unsere digitalen und analogen Lebenswelten wahrnehmen. Die Einsicht, dass Computerprozesse und die wissenschaftliche Forschung zwei treibende Kräfte sind, die unsere Realitäten prägen, steht im Fokus von ARE YOU FOR REAL Phase 2. Mit dem Beginn dieser zweiten Phase wird areyouforreal.ifa.de zu einer Plattform, auf der erforscht wird, in welcher Beziehung Computerprozesse und die Wissenschaften zur Realität stehen, wobei das volle Potenzial ihrer Rollen bei der Erschaffung neuer Welten am Beispiel der Arbeiten unterschiedlicher Künstler:innen anschaulich zum Ausdruck kommt.

Sie nutzen Computer als Werkzeug, aber auch als Kollaborateure und Mittel zur Erschaffung von Welten. Zunehmend gründen sie ihre Arbeiten auf die Befunde der wissenschaftlichen Forschung, deren Methoden sie auch für die eigenen Untersuchungen übernehmen und transformieren.

Das erste Cluster "There is no software" setzt sich mit infrastrukturellen Fragen auseinander. Thematisiert werden die vielfältigen Formen der Abhängigkeit der von Computern generierten virtuellen Welten von unserem Planeten, wobei die Arbeiten ihrerseits auf die Bilder, Beziehungen und Daten des Ökosystems Erde angewiesen sind, um sich Alternativen zu der Welt vorzustellen, der sie entstammen.

Das zweite Cluster "Regeneration" widmet sich dem, was nie war, aber hätte sein können; die hier versammelten Kunstwerke entwickeln Vorstellungen über die regenerative Kraft des Virtuellen und die möglichen Auswirkungen auf Szenarien der realen Welt, wie Ökosysteme oder nichtmenschliche und artübergreifende Allianzen. Hier finden wir uns mit Untersuchungen konfrontiert, die von Menschen und Maschinen kollaborativ unternommen werden und die alternative Erzählungen zu Themen wie Technologie und künstliche sowie natürliche Handlungsmacht entwickeln.

Das dritte Cluster "Rituals of Nascent Worlds" schließt das erste Jahr der zweiten Projektphase ab, indem es unser Verständnis und unsere Erfahrung der Realität durch die Magie in Frage stellt. Magie wird hierbei verstanden als alternatives System, das mit der Technik konkurriert, und als generatives Werkzeug, das "das Unaussprechliche" (Federico Campagna) in die Realität einwebt und in digitalen Welten manifestiert und aktualisiert. Indem sie das kritische und generative Potenzial des magischen Denkens für sich beanspruchen, stellen die beteiligten Künstler:innen unsere Allianzen mit der Technologie neu vor und unsere Glaubenssysteme in Frage. Sie behindern und restrukturieren Wahrnehmung, Repräsentation und Erzählung, indem sie sie mit alternativen Gedanken in dynamischen und sich entwickelnden Umgebungen durchdringen.

Das vierte Cluster "This too Is a Territory - Navigating Digital Frontiers" zeigt Kunstwerke, die unbekannte algorithmische Territorien erforschen und versuchen, Formen der Handlungsfähigkeit, des Widerstands und der Resilienz kritisch aufzudecken. Sie stellen in Frage, ob das Web 3.0 eine Lösung für ein dezentralisiertes und föderiertes Internet verspricht, entlarven aber gleichzeitig auch die Wiederbelebung ausbeuterischer Fantasien im Internet sowie Marketingstrategien. Sie erwecken eine Vorstellung davon, wie das Potenzial der Weltgestaltung zu taktischem Handeln führen kann - eine Fähigkeit des Menschen, das Ergebnis algorithmischer Berechnungen aktiv zum eigenen Vorteil zu gestalten. 

ARE YOU FOR REAL Phase 2 hat sich zum Ziel gesetzt, eine Vielzahl von Kosmo-Techniken (um eine Formulierung des Philosophen Yuk Hui aufzugreifen ) zu positionieren und erforschen. Entwickelt werden diese von einer breitgefächerten und dezentralisierten Community von Künstler:innen als Abfolge kosmologischer Statements, die zwischen planetarischen und terrestrischen, ökologischen und technologischen, magischen und dekolonialen Perspektiven alternieren. Die unterschiedlichen Blickpunkte versetzen uns in die Lage, uns die vielfältigen Aspekte der Digitalisierung bewusst zu machen und mit einer Realität umzugehen, die unauflösbar mit der digitalen Sphäre verbunden ist.

Künstlerische Beiträge Phase 2

Bahar Noorizadeh

beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Kunst und Kapitalismus. In ihrer Praxis als Künstlerin, Autorin und Filmemacherin untersucht sie die konfliktreichen und widersprüchlichen Begriffe von Imagination und Spekulation, die sich gegenseitig durchdringen. Ihre Forschung untersucht die Geschichte der Ökonomie, des kybernetischen Sozialismus und aktivistischer Strategien gegen die Finanzialisierung des Lebens und des Lebensraums. Sie hinterfragt, wie eine umverteilende historische Gerechtigkeit für die Gegenwart aussehen könnte. Noorizadeh ist die Begründerin von Weird Economies, einem sozial vernetzten Gemeinschaftsprojekt, das ökonomische Vorstellungen nachzeichnet, die für die finanziellen Strukturen unserer Zeit außergewöhnlich sind. Sie promovierte in Kunst am Goldsmiths, University of London, und ist derzeit Lehrbeauftragte an der RCA School of Architecture und der Design Academy Eindhoven. https://baharnoorizadeh.com/

Für das neu in Auftrag gegebene Kunstwerk Mundus Novus arbeitete Bahar Noorizadeh zusammen mit Rudá Babau. Babau ist Künstler*in/Filmemacher*in und und lebt in Brasila sowie São Paulo, Brasilien. Babau arbeitet mit der Virtualität der Realität und der Unschärfe zwischen Digitalem und Materiellem als Code.

Miriam Simun

arbeitet an der Schnittstelle von ökologischer Krise, aufkommender Technologie und somatischer Praxis in verschiedenen Formaten wie Video, Performance, Installation, Text und Zeichnung. Simun ist ausgebildete Soziologin und nimmt als Künstlerin die Rolle der Feldforscherin ein. Sie verbringt Zeit mit Experten und Communities wie biomedizinischen Ingenieuren, Tierschützern, Jägern, Kopffüßlern, Freitauchern und stillenden Müttern, um forschungsbasierte Kunstwerke zu schaffen, die auf gelebten Erfahrungen basieren. Simuns Praxis bringt das Poetische und Politische zutage, das entsteht wenn menschlichen und nicht-menschlichen Körpern in sich schnell entwickelnden technologischen Ökosystemen kollidieren.

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The Rodina

ist ein post-kritisches Designstudio mit einer experimentellen Praxis, in der Strategien aus der Performancekunst sowie spielerische oder subversive Elemente zum Einsatz kommen. The Rodina konzipiert neue Wege, um Erfahrungen, Wissen und Beziehungen zu produzieren und bewahren. Das Studio verbindet ein Interesse an gesellschaftlichen Fragen und situiertem Wissen mit der Entwicklung von Design als Raum für neue Vorstellungswelten.

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Sahej Rahal

Sahej Rahal ist in erster Linie ein Geschichtenerzähler. Er verwebt Fakten und Fiktion, um Gegenmythologien zu schaffen und Erzählungen in Frage stellen, die unsere Gegenwart prägen.

Seine Mythenwelt setzt er in Form von Skulpturen, Performances, Filmen, Gemälden, Installationen und KI-Programmen um. Er schöpft diese aus Quellen von lokalen Legenden bis hin zu Science Fiction und entwirft Szenarien, in denen unbestimmte Wesen aus den Rissen unserer Zivilisation auftauchen.

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Das Projekt umfasst weitere Beiträge von

  • Caroline Sinders
  • César Escudero Andaluz
  • Crosslucid
  • eeefff
  • Grupo Synco (Bassam El Baroni, Constantinos Miltiadis, Georgios Cherouvim, Gerriet K. Sharma)
  • Guillemette Legrand and Vincent Thornhill
  • GUO Cheng und Weihao Qiu
  • Hollow
  • Jakob Steensen und Joel Kuennen
  • Jelena Viskovic
  • Lou Cantor
  • Lucile Olympe Haute
  • Moritz Jekat
  • Saša Spačal
  • Theodolus Polyviou und Loukis Menelaou
  • Wisrah Villeforth
  • Ziyang Wu und Mark Ramos
  • Tatyana Zambrano
  • und verweist auf das Werk von Nolan Oswald Dennis, Zheng Mahler, Nelly Y. Pinkrah, Nushin Yazdani und Can Karaalioglu aus Phase 1

Kuratorinnen der Phase 2

Dr. Giulia Bini

bewegt sich in ihrer kuratorischer Praxis, in ihren Theorien und Schriften an der Schnittstelle von visueller Kunst, Medien, Wissenschaft und neuen Technologien. Sie ist Programmleiterin und Kuratorin von Enter the Hyper-Scientific, dem neu etablierten Artist-in-Residence-Programm des College of Humanities (CDH) an der EPFL, Lausanne. Als vormalige Kuratorin und Producerin der EPFL Pavilions (2018–21) sowie Mitglied des kuratorischen Teams am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe (2014–17) kuratierte und co-kuratierte sie zahlreiche kollektive Ausstellungen und Einzelpräsentationen, unter anderem Nature of Robotics. An Expanded Field (EPFL, 2021) sowie Spatial Affairs und S.A.Worlding (Ludwig Museum Budapest, 2021) als Teil des Projekts Beyond Matter. Bini ist Verfasserin von Media spazio display. ZKM Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe | HFG Hochschule für Gestaltung (Mimesis Edizioni, Milan 2022) und Lehrende im Rahmen des HEAD Geneva Work.Master-Programm.

Lívia Nolasco-Rózsás

ist Kuratorin und Kunsthistorikerin. Seit 2006 konzipiert sie Ausstellungen zu Themen wie Genealogie und gesellschaftliche Auswirkungen erdumspannender Computerprozesse oder elektronische Überwachung und Demokratie, die sie für Institutionen für zeitgenössische Kunst und Medienkunst weltweit kuratiert, u.a. für das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, das Chronus Art Center (Shanghai), Nam June Paik Art Center (Seoul), die Tallinner Kunsthalle oder das Ludwig Museum Budapest. 2019 begann Nolasco-Rózsás ihre kuratorische Forschungsarbeit über den "virtuellen Zustand". Sie ist Initiatorin und Leiterin des internationalen kollaborativen Projekts Beyond Matter am ZKM | Karlsruhe, das eine Reihe von Institutionen zusammenbringt, u.a. das Centre Pompidou (Paris) und die Aalto-Universität (Helsinki).

Webdesign und Programmierung

Yehwan Song

ist eine in Korea geborene Grafikdesignerin, Webdesignerin und -entwicklerin, die ihr eigenes unabhängiges Kreativstudio YSong betreibt. Ihr Interesse gilt dem allgemeinen Verständnis von Webdesign und dem Spiel mit visuellen Elementen und Interaktionen, die sich aus der Struktur von Inhalten ergeben. Sie entwirft und entwickelt experimentelle Websites und interaktive Grafiken, die aus ihren eignen Regelwerken entwickelt werden und damit statischen Vorlagen und Konventionen hinterfragen.

Rückblick: ARE YOU FOR REAL – Phase 1

Die Phase 1 von ARE YOU FOR REAL lief vom 10.12.2020 bis 01.08.2023.

Impressionen aus Phase 1

Yehwan Song: webdesign for ARE YOU FOR REAL, 2020, © ifa
Yehwan Song: webdesign for ARE YOU FOR REAL, 2020, © ifa
Nolan Oswald Dennis (developed with Noa Mori): a sun.black (screenshot), 2020, essay-game, © the artist
Nolan Oswald Dennis (developed with Noa Mori): a sun.black (screenshot), 2020, essay-game, © the artist
Nushin Yazdani & Can Karaalioglu: Into the Pluriverse – Can’s and Nushin’s World, 2020, VR work, © the artists
Nushin Yazdani & Can Karaalioglu: Into the Pluriverse – Can’s and Nushin’s World, 2020, VR work, © the artists
Rasheedah Phillips, Mmere Dane: Black Time Belt, 2021, digitale Collage, © die Künstlerin
Rasheedah Phillips, Mmere Dane: Black Time Belt, 2021, digitale Collage, © die Künstlerin
Zheng Mahler, What is it like to be a virtual bat?, 2022. Foto: Fledermaus-Mosaik am Tin Hau Tempel, Lantau Island, Hong Kong. Foto © die Künstler:innen
Zheng Mahler, What is it like to be a virtual bat?, 2022. Foto: Fledermaus-Mosaik am Tin Hau Tempel, Lantau Island, Hong Kong. Foto © die Künstler:innen

Künstlerische Beiträge

Nolan Oswald Dennis

ist ein interdisziplinär arbeitender Künstler aus Johannesburg. In seiner Praxis erforscht er das schwarze Bewusstsein für Raum, und damit die materiellen und metaphysischen Bedingungen von Entkolonialisierung. Er hinterfragt Politiken des Raums und der Zeit durch einen systemspezifischen Ansatz. Dennis beschäftigt sich mit den verborgenen Strukturen, die die Grenzen unserer sozialen und politischen Imaginationen bestimmen. Durch Diagramme, Zeichnungen und Modelle lotet er diese verborgene Landschaft systematischer und struktureller Bedingungen aus und fügt technologische, spirituelle, ökonomische und psychologische Systeme zusammen – um das Technologische neben dem Spirituellen zu lesen und politische Fiktionen mit Science-Fiction zu verbinden.

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Can Karaalioglu

ist Automatisierungsingenieur, arbeitet derzeit in der VR-Forschung und lebt in Berlin. Sein künstlerisches Werk nimmt diskriminierende und repressive Technologien durch die Linse der Intersektionalität in den Blick und hinterfragt wie Technologie Identitäten und digitale Kultur im Allgemeinen beeinflusst.

Nushin Isabelle Yazdani

ist Interaktions- und Transformationsdesignerin, Künstlerin und KI Researcherin, die in Berlin lebt und arbeitet. Ihre Praxis beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen Technologie und sozialer Gerechtigkeit, KI und Diskriminierung – aus einer intersektionalen, feministischen Perspektive. Sie erforscht Designprozesse die dabei helfen repressive Strukturen abzubauen. Im Berliner Education Innovation Lab arbeitet Yazdani an der Transformation des Bildungssystems und der Entwicklung innovativer Lernmethoden. Sie ist Dozentin, Mitglied bei dgtl fmnsm und im Design Justice Network und kuratiert und organisiert Community-Events an der Schnittstelle von Technologie, Kunst und Design.

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Zheng Mahler

besteht aus dem Künstler Royce Ng und der Anthropologin Daisy Bisenieks aus Hongkong. Sie forschen gemeinsam zur gegenseitigen Beeinflussung und den Beziehungsnetzen von globalem Handel, Natur und Technologie. Ihr besonderes Interesse gilt hierbei den über-menschlichen Geografien und den Umweltarchitekturen, die diese hervorbringen. Mit Hilfe digitaler Medien, Performance und Installation entwickeln sie spekulative Szenarien und immersive, sensorische Begegnungen, die die Grenzen und Möglichkeiten ihrer jeweiligen Disziplinen ausloten. Gemeinsam haben sie in zahlreichen internationalen Kunsträumen, Institutionen ausgestellt und performt an Residenz-Programmen teilgenommen und mit lokalen Communitites zusammengearbeitet.

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Rasheedah Phillips

ist queere Anwältin, Mutter und interdisziplinäre Künstlerin, deren Texte unter anderem in den Zeitschriften Keywords for Radicals, Temple Political & Civil Rights Law Review, The Funambulist, e-flux Architecture und Recess Arts erschienen sind. Phillips ist Gründerin der AfroFuturist Affair, Gründungsmitglied des Metropolarity Queer Speculative Fiction Collective, Mitbegründerin von Black Quantum Futurism (BQF) und des Community Futures Lab. Als Teil von BQF und als Solokünstlerin hat sie im Institute of Contemporary Art und in der Serpentine Gallery in London, sowie im Metropolitan Museum of Art in New York, im Philadelphia Museum of Art, der Chicago Architektur Biennale, der Manifesta Biennale und anderen ausgestellt, präsentiert, war in Residence und/oder ist aufgetreten.

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Das Projekt umfasst weitere Beiträge von

  • Ibrahim Cissé & Asmaa Jama,
  • João Renato Orecchia Zúñiga,
  • Nelly Y. Pinkrah,
  • Ainslee Alem Robson & Kidus Aailesilassie
  • Michelle M. Wright
  • Dior Thiam, George Demir, Luïza Luz, Mathias Becker
  • Ruben Susanne Bürgam, Gertruda Gilyte, Théo Pożoga, Andi Teichmann
  • Marcel Heise, Yuyen Lin-Woywod, Zaidda Nursiti Kemal und
  • Xiaoyu Tang & Sayaka Katsumoto

Kuratorinnen

Julia Grosse

ist Mitbegründerin und Chefredakteurin der Kunstzeitschriften Contemporary And (C&) und Contemporary And América Latina (C&AL). Zusammen mit Yvette Mutumba wurde sie für ihr wegweisendes Engagement mit dem prestigeträchtigen Europäischen Kulturmanager*in Award für das Jahr 2020 ausgezeichnet. Sie ist Dozentin am Institut für Kunst im Kontext an der Universität der Künste in Berlin. Sie studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Medienwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und arbeitete als Kolumnistin und Kulturjournalistin in London für Die Tageszeitung (taz), die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS), Architectural Digest und die Süddeutsche Zeitung. 2020 kuratierte sie das Festival "Friendly Confrontations: Festival für Globale Kunst und Institutionskritik" an den Münchner Kammerspielen.

Yvette Mutumba

ist Mitbegründerin und Chefredakteurin der Kunstzeitschriften Contemporary And (C&) und Contemporary And América Latina (C&AL). Zusammen mit Julia Grosse wurde sie für ihr wegweisendes Engagement mit dem prestigeträchtigen Europäischen Kulturmanager*in Award für das Jahr 2020 ausgezeichnet. Sie lehrt am Institut für Kunst im Kontext an der Universität der Künste in Berlin und ist Curator at Large am Stedelijk Museum in Amsterdam. 2018 war Mutumba Teil des Kuratorenteams der 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst und Gastprofessorin für "Global Discourses" an der Akademie der Künste der Medien Köln. 2012 bis 2016 arbeitete sie als Kuratorin am Weltkulturen Museum in Frankfurt a. M. Sie studierte Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin und promovierte am Birkbeck College, University of London.

Paula Nascimento

ist Architektin und freie Kuratorin. Sie lebt und arbeitet in Luanda. Nascimento kuratierte eine Vielzahl von Ausstellungen in Angola, Südafrika, Portugal, Italien, im Rahmen der Biennalen in Bamako und Lubumbashi sowie des African Mobility Projects. Sie is die Kuratorin der afrikanischen Sektion bei der Arco Lisbon Kunstmesse. Nascimento ist Mitbegründerin von Beyond Entropy Africa, einem Kollektiv, das Projekte in den Bereichen Architektur, zeitgenössische Kunst und Geopolitik entwickelt und 2013 mit dem Goldenen Löwen der Biennale von Venedig sowie 2017 mit einem afrikanischen Architekturpreis ausgezeichnet wurde. Sie arbeitet mit mehreren Bildungsprojekten zusammen, veröffentliche verschiedene Publikationen und hat einen MA in Architektur von der London South Bank University.

Tourneeausstellungen weltweit

Mit seinen über 20 laufenden Tourneeausstellungen und seinen vielfältigen Veranstaltungsprogrammen zur zeitgenössischen Kunst verbindet das ifa die deutsche Kunstszene mit internationalen Kulturschaffenden und bildet Kooperationen und Netzwerke. Die vielfach in Ko-Kreation mit Partnerinnen und Partnern vor Ort entwickelten Projekte umfassen verschiedene Disziplinen der modernen und zeitgenössischen Bildenden Kunst – von aktuellen Themen der Architektur, der Fotografie und des Designs über das Bauhaus bis hin zu monografischen Ausstellungen von Rosemarie Trockel oder Marcel Odenbach. Sie schaffen lokale Begegnungsplattformen und ermöglichen internationale Perspektiven auf weltweit relevante Themen. Interessierten Museen stellt das ifa darüber hinaus Leihgaben zur Verfügung. 

Mehr erfahren

Zum Download:

Überblick über die Tourneeausstellungen (PDF)

Kontakt

Nina Frohm

Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49.711.2225.251
E-Mail: tourneen@ifa.de