ifa-Galerie Stuttgart

Die Ausstellung " Umbrales. ¿Cómo anudar el tiempo? Auf der Schwelle. Wie die Zeit verknüpfen?“ widmet sich den gesellschaftlichen Transformationsprozessen, die unsere Gegenwart prägen. Politischer und ökologischer Wandel bestimmen einen Zustand, der einen Übergang und ein Dazwischen kennzeichnet. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Protest-Bewegung, die sich im Oktober 2019 in Chile formierte. Sie rückte die tiefen sozialen und ökologischen Krisen des Landes ins Bewusstsein. An diesem Zeitpunkt setzen die drei installativen, multimedialen Neuproduktionen der chilenischen Künstlerinnen Elisa Balmaceda (*1985) und Claudia González (*1983) sowie der brasilianischen Künstlerin Barbara Marcel (*1985) an. Sie thematisieren Schwellenmomente und reflektieren über Zustände des Übergangs.

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Vorschau

Im Frühjahr 2022 präsentiert Khvay Samnang in der Ausstellung „Das Land tanzen" Arbeiten aus den Jahren 2010 bis 2018: Sand zurückfahren an das Flussufer, dorthin, wo er entnommen wurde; sich mit flüssigem Gummi übergießen, den eigenen Körper einsetzen, um auf Landraub und Abholzung hinzuweisen; in der Bewegung und mit Masken eins werden mit dem Wald, den Tieren, den Geistern – das Land tanzen.

Die künstlerische Arbeit von Khvay Samnang basiert auf der Untersuchung politischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Verwerfungen. Alternative und indigene Lebensformen spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Fragen, die er aufwirft, sind jedoch universell: Wem gehört das Land? Was geschieht mit unserem Land? Khvay Samnangs Arbeiten sind nicht nur Gesten gewaltlosen Widerstands; sie sind auch Anregung für eine andere Art zu denken, zu handeln und zu leben.

 

 

Veranstaltungen

Tipp
Eine Person in schwarzer Kleidung liegt auf einem weißen Tuch inmitten grüner Landschaft.
11. November

Umbrales

Ausstellungseröffnungifa-Galerie StuttgartStuttgart
12. November2021-20. Februar2022

Umbrales

Ausstellungifa-Galerie StuttgartStuttgart
Eine blau-weiße Collage mit Kreisen, Dreiecken, Palmen.
12. November

Radiant Walk

Führungifa-Galerie StuttgartStuttgart
Wasser mit Wellen
12. November

Teestunde

Gesprächifa-Galerie StuttgartStuttgart
Platte mit einem rosa Stein, der mit Draht umwickelt ist.
13. November

Dialogische Tour

Gesprächifa-Galerie StuttgartStuttgart
Eine Frau mit dunklen schulterlangen Haaren hält eine bunte Vogelpfeife in ihrer Hand.
13. November

On Air

Gesprächifa-GalerieStuttgart

Jubiläum – 50 Jahre ifa-Galerie

Die ifa-Galerie Stuttgart zeigte 1971 ihre erste Ausstellung am Charlottenplatz. Seitdem präsentierten mehr als 700 Künstlerinnen und Künstler aus Kulturräumen in Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa ihre Arbeiten in 213 Ausstellungen. Sie schufen ein kreatives und globales Netzwerk und begleiteten die Entwicklung der Galerie: An deren Anfang stand der Dialog der Kulturen: "Makonde – Eine ostafrikanische Dokumentation" präsentierte Holzarbeiten anonymer Meister aus Tansania. Später lenkten bedeutende Einzelschauen von Architekt:innen, Filmschaffenden sowie Fotograf:innen den Blick an viele Orte der Welt: Auf die farbintensive Architektur Luis Barragáns in Mexiko und in das Fotostudie von Malick Sidibé in Bamako. Der libanesische Fotograf Samer Mohdad führte an Schauplätze in den Nahen und Mittleren Osten. Helga Paris zeigte uns ihr Berlin vor und nach der Wendezeit und Leila Alaoui gab durch ihre Porträts Marokko ein Gesicht.
Das Programm wurde auch durch wichtige Ausstellungsreihen geprägt. Die Serie StadtanSichten nahm unter anderem Megacities wie Istanbul in den Blick. Die Reihe Kulturtransfers widmete sich der Migration von Formen und Denkfiguren. Dan und Lia Perjovschi entwickelten in "Solo für…" eine ko-kreative Installation mit humorvollen Zeichnungen, während die starre Grenze von Design, Tanz und Kunst in den Ausstellungen "Wie verpacke ich fünf Eier – Kunst des Verpackens in Japan", "Butoh – Tanz der Dunkelheit" oder "Gärten des Orients" aufgebrochen wurde. Mit vielen Veranstaltungen feiert das ifa dieses Jubiläum.
 

  • Biennalen-Talk #1

     

    Das Prinzip Biennale – Boom eines Ausstellungsformats

    Ob in Ulaanbaatar, Ouagadougou oder São Tomé und Príncipe – das Format der Biennale boomt. Populär ist die älteste Biennale, die seit 1895 in Venedig stattfindet. Doch wie wirksam ist diese Ausstellungsform heute? Darüber diskutieren Franciska Zólyom, Kuratorin des Deutschen Pavillons auf der Venedig Biennale 2019 und Direktorin der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig und Jörg Scheller, Kunsthistoriker an der Zürcher Hochschule der Künste.

     


  • Biennalen-Talk #2

     

    Biennale-Praktiken – Interdisziplinäre Ansätze für eine Kunstplattform

    Die Kochi-Muziris-Biennale in Kerala gehört zu den erfolgreichsten Ausgaben des Formats Biennale. Sie wurde 2012 gegründet und ist die erste Biennale, die sich in Indien ausschließlich zeitgenössischer Kunst widmet. Sie wird von Künstlerinnen und Künstlern verantwortet, versteht sich jedoch als Festival, das die Grenzen zu vielen Künsten öffnet: Kinos sind gleichberechtigt mit Konzerten, Performances und Theateraufführungen. Die Kochi-Muziris-Biennale versteht sich als Ort für die Menschen vorort und in den Nachbarschaften. Was ist das Besondere an diesem ortsspezifischen Ansatz? Darüber sprechen Dr. Shwetal A. Patel, Autor, Wissenschaftler und Gründungsmitglied der Kochi-Muziris-Biennale und Dr. Melanie Vietmeier, Expertin des ifa-Forschungsprogramms und Autorin der ifa-Studie "Biennalen als Seismograf".

     


Anschrift und Öffnungszeiten

ifa-Galerie Stuttgart
Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag: 12:00 – 18:00 Uhr während der Ausstellungszeiten-
An Montagen geschlossen.

Die ifa-Galerie Stuttgart ist für Geimpfte, Getestete und Genesene geöffnet. Sie können ohne Buchung eines Zeitfensters kommen. Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygienestandards.

Eintritt frei

ifa-Galerien

Die ifa-Galerien zeigen Bildende Kunst, Architektur und Design einer globalisierten Welt. Seit 1971 werden in Stuttgart und seit 1991 in Berlin Gegenwartskunst und aktuelle kultur- und gesellschaftspolitische Entwicklungen aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa thematisiert. Ausstellungsreihen geben über nationale Grenzen hinweg Einblick in weltweit agierende Kunstszenen. Gespräche, Vorträge und Diskussionen ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern den direkten Kontakt mit Künstlerinnen und Künstlern und Kuratorinnen und Kuratoren.

Kontakt

ifa-Galerie Stuttgart

Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49.711.2225.173