Alicia Saravia, Chané-Keramikerin aus der Gemeinde Tutiatí, extrahiert Ton für ihre Töpferei. Campo Durán, Salta, Argentinien.
Die Kenntnis von der Erde; © Milagro Tejerina (2019)
23. Oktober 2020 - 03. Januar 2021 zum Kalender hinzufügen

La Escucha oder Die Winde

Ausstellung ifa-Galerie Berlin
Ausstellungseröffnung: 22.10.2020 | 14:00 - 22:00
Alicia Saravia, Chané-Keramikerin aus der Gemeinde Tutiatí, extrahiert Ton für ihre Töpferei. Campo Durán, Salta, Argentinien.
Die Kenntnis von der Erde; © Milagro Tejerina (2019)

Berichte und Spuren aus dem Gran Chaco

"La Escucha – oder die Winde" vereint verschiedene indigene Gemeinschaften des Gran Chaco und diejenigen, die sich nicht durch ihre Herkunft definieren lassen wollen. Die Ausstellung bringt Aktivistinnen und Forscher, Handwerkerinnen und Künstler sowie Vermittlerinnen zusammen und initiiert entlang von verschiedenen Wissenstraditionen Dialoge, die unvermeidlich Prozesse der Dekolonisierung sind. Insbesondere Frauen manifestieren in diesem Rahmen ihre Anliegen: Sie formen ihre Werke und Diskurse aus natürlichen Materialien. Sie erheben das Wort und übersetzen, was unterschiedliche Lebewesen ihnen erzählen. Die Ausstellung zeigt Momente ihrer Handlungen und Artefakte; wie Textilien, Keramiken, Zeichnungen, akustische und audiovisuelle Landschaften.

Ihren Ursprung hat die Ausstellung in Tartagal, einer kleinen Stadt im äußersten Norden Argentiniens, in der Angehörige von sieben Pueblos Originarios leben und tausende Menschen unterschiedlicher Herkunft. In diesem Gebiet, einer Grenzenklave, in der Gegenwart und Vergangenheit nebeneinander existieren, verschränken sich Erinnerungen und Widerstände. Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Naturverständnisse eröffnet eine Debatte über die Zukunft: Ist die Natur für uns ein Produktionsmittel oder ein Ganzes, zu dem auch der Mensch gehört?

Mit Arbeiten von:

  • Kollektiv Orembiapo Maipora in Zusammenarbeit mit Florencia Califano
  • Kollektiv Thañí in Zusammenarbeit mit Guido Yanitto
  • Archiv des Radio Comunitaria La Voz Indígena, basierend auf der Forschung von Mariana Ortega in Zusammenarbeit mit Daniela Seggiaro und Cecilia Castro
  • Brayan Sticks in Zusammenarbeit mit Taller de Memoria Étnica und dem Instituto Terciario Nº 6029 Tartagal, Salta, Argentina
  • Carlos "Pajita" García Bes

Kuratiert von Andrea Fernández

Programmschwerpunkt "Umwelt"

Der Programmschwerpunkt "Umwelt" der ifa-Galerien blickt auf Spuren, die Kolonialisierung und Globalisierung in unserer Umwelt hinterlassen haben und begegnet weltweiten, lokalen Formen des Widerstands. Thematisiert werden die Zerstörung von Ökosystemen, Land Grabbing und die damit einhergehende Auslöschung von kulturellen Identitäten. Zugleich zeigt sich die Stärke indigener Lebens- und Naturkonzepte für die Gestaltung der Zukunft.

Anschrift und Öffnungszeiten

ifa-Galerie Berlin
Linienstrasse 139/140
D-10115 Berlin

Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag: 14:00 – 18:00 Uhr während der Ausstellungszeiten
An Montagen und Feiertagen geschlossen.

Die geltenden Hygieneregeln sind zu beachten.

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