Moskauer Gespräche online, © Deutsch-Russisches Forum

​Was geschah vor 80 Jahren? – Erinnerung und Erinnern als Zukunftsgestaltung in Europa

PodiumsdiskussionOnline via Zoom mit vorheriger Anmeldung
17:30 - 19:30 Uhr
Moskauer Gespräche online, © Deutsch-Russisches Forum

Moskauer Gespräche Online

Wenn Menschen die Fehler ihrer Vorfahren vergessen, laufen sie Gefahr, dieselben zu wiederholen. Schrecken, Schmerz und Leid des Zweiten Weltkrieges von Generation zu Generation in der Erinnerung wachzuhalten, ist daher eine zwar bittere, aber unersetzliche Medizin zur Friedenssicherung. Der Einfall der deutschen Wehrmacht in die Sowjetunion, die Leningrader Blockade und die Vertreibung der Russlanddeutschen halten dabei in vielen grauenvollen Facetten sehr grundlegende Lektionen für Bürgerinnen und Bürger weltweit bereit.

Doch in Zeiten wachsender internationaler Interessenkonflikte, nationalistischer Strömungen und populistischer Meinungsbildung drohen wichtige Erinnerungen zu verblassen. Das Erinnern wird mancherorts selektiv auf ein Mittel zur nationalen Abgrenzung und Identitätsstiftung verkürzt. Dabei kann gerade das gemeinsame Erinnern Nähe stiften und Vertrauen säen.

So stellt sich für Deutschland und Russland die Frage: Was wollen wir und was sollten wir nach 80 Jahren erinnern? Mit welchem Ziel können wir gemeinsam erinnern? Welche Erinnerungskultur kann in Europa  den Willen und das Handeln für eine friedvolle Zukunft weiter festigen?

Deutsch-russischer Ideenaustausch zwischen:

  • Svetlana Alexandrovna Alexijewitsch, Schriftstellerin und Trägerin des Nobelpreises für Literatur 2015
  • Prof. Dr. Oleg Budnitskii, Direktor des Internationalen Zentrums zur Geschichte und Soziologie des Zweiten Weltkrieges und seiner Konsequenzen, National Research University Higher School of Economics  Moskau
  • Prof. Dr. Jörg Echternkamp, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg, Wissenschaftlicher Direktor des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
  •  Prof. Dr. Alexei Gromyko, Direktor des Europainstituts an der Russischen Akademie der Wissenschaften und korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau

Moderation: Gemma Pörzgen, Freie Journalistin Berlin
Einleitendes Grußwort von Dr. Géza Andreas von Geyr, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Russischen Föderation.

Die Gesprächsreihe Moskauer Gespräche ist ein Kooperationsprojekt des Deutsch-Russischen Forums, der Moskauer Deutschen Zeitung und des ifa.

Zur Anmeldung beim Deutsch-Russischen Forum

Kontakt

Margarete Walo

Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49.711.2225.117