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24. November2021zum Kalender hinzufügen

Konzepte für Klimagerechtigkeit: Wie stärken wir die Schutzbedürftigsten?

DiskussionOnline-Event
14:00 – 15:30 Uhr
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Total Glokal

Europa von außen: Perspektiven auf die Klimakrise

Der Klimawandel mit der einhergehenden Erderwärmung ist die größte und global umfassendste Krise unserer Zeit. Als ökologische Krise steht er für Missbrauch fossiler Brennstoffe und die Ausbeutung natürlicher Lebensgrundlagen, zu denen die Zerstörung der Artenvielfalt ebenso gehört wie nicht umkehrbare Eingriffe in die geologische Sphäre. Der Klimawandel ist darüber hinaus eine geopolitisches Herausforderung. Schon heute schürt er soziopolitische Instabilität, erzeugt Migrationsdruck, verschärft globale Ungleichheit und gefährdet Menschenrechte und den Frieden auf der Welt.

Die Klimakrise ist größtenteils von jenen Ökonomien und Populationen verursacht, die selbst nicht am stärksten von den Folgen betroffen sind. Und andere, ökonomisch sich nachholend entwickelnde Länder reklamieren einen ähnlichen Ressourcenumgang für sich wie die frühindustrialisierten Länder. Die EU beansprucht mit dem europäischen Green Deal eine Vorreiterrolle im Klimaschutz für sich, doch hat sie Lösungen parat, die der strukturellen Ungleichheit und unfairen Verteilung von sozialen, ökonomischen und politischen Chancen zwischen den Gemeinschaften, die die Erde bevölkern gerecht werden?

Wie schaut die Welt von außen auf Europa und welche Hoffnungen, aber auch Enttäuschungen sind daran geknüpft? Was könnte es für Europa bedeuten, sich seiner Verantwortung zu stellen? Gibt es eine Gefahr etwa durch die euro-amerikanische Dominanz bei Klimaabkommen und die Erklärung von Klimastrategien in alte kolonialistische Strukturen der Bevormundung zu verfallen?  Welche Rolle sollten globale Netzwerke, überstaatliche Organisationen und die internationale Zivilgesellschaft in diesem Zusammenhang spielen? Und wie könnten die internationalen Kulturbeziehungen dazu beitragen, in diesen Fragen zu vermitteln?

Anmeldung

Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Ein Zoom-Link wird den registrierten Teilnehmer:innen kurz vor der Veranstaltung zugesandt.
Zur Anmeldung

Die Webtalkreihe "Total Glokal. Europa von außen: Perspektive auf die Klimakrise" ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Ecologic Institut und dem Klimabündnis.

Speaker

María Fernanda Espinosa

ist eine Diplomatin, Politikerin und Akademikerin aus Ecuador mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in internationalen Organisationen, der ecuadorianischen Regierung, NGOs und der Wissenschaft. Espinosa war Präsidentin der 73. Generalversammlung der Vereinten Nationen (2018-2019). Sie ist derzeit u. a. Beauftragte der Lancet Covid-19-Kommission, Mitglied des Beirats der Allianz der Zivilisationen der Vereinten Nationen und Sonderbotschafterin für den Fonds für die Entwicklung indigener Völker Lateinamerikas und der Karibik (FILAC) und Richard von Weizsäcker Fellows der Robert Bosch Academy. Vor ihrer politischen und diplomatischen Laufbahn war sie als Akademikerin und Beraterin in den Bereichen Biodiversität, Klima und indigene Völker tätig.

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Barbara Marcel

ist Künstlerin und Filmemacherin aus Brasilien. Ihre aktuelle Arbeit in der Ausstellung "Umbrales" der ifa-Galerie Stuttgart widmet sich den Fragen nach einem ökologischen Bewusstsein, Vielfalt und Geschlechtergerechtigkeit in Chile und globalen Kontexten. Barbara hat an der Bauhaus-Universität Weimar, am Institut für Kunst im Kontext der Universität der Künste in Berlin und an der Universidade Estácio de Sá in Rio de Janeiro studiert.

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Sushmina Baidya

ist Mitbegründerin von YOUTHive Nepal – einem Netzwerk junger Menschen, das durch Mentoring und Peer-Learning die Führungskompetenzen junger Menschen fördert. Sie ist außerdem Stipendiatin des ifa-CrossCulture Programms (CCP), ehemalige Regionalmanagerin und Fellow-in-Residence für Asien/Ozeanien bei Peace First, einer globalen gemeinnützigen Organisation, die junge Menschen zwischen 13 und 25 Jahren fördert. Im Alter von 15 Jahren begann sie, sich als Jugendaktivistin in Nepal zu engagieren und setzt sich seither für Leadership-Kompetenzen von Jugendlichen und die Entwicklung von Gemeinschaften ein.

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Moderation

R. Andreas Kraemer

ist Gründer des Ecologic Instituts und Direktor der Oceano Azul Stiftung. Als Ingenieur mit einer Ausbildung im constructive thinking hat R. Andreas Kraemer sein Berufsleben an den Schnittstellen von Wissenschaft, Bildung, Politik und Praxis bis hin zur internationalen Zusammenarbeit und der Integration von Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen in alle Politikbereiche gewidmet. Neben seiner Tätigkeit am Ecologic Institut und der Stiftung Oceano Azul ist er Vorsitzender des Aufsichtsrates von Agora Energiewende und setzt sich für den Umstieg auf grüne und nachhaltige Energien ein. Er unterrichtet europäische Integration und Umweltpolitik im Rahmen des Duke University Programms in Berlin und Klimastrategien in der Wirtschaft an der EADA Business School.

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Kooperationspartner

Ecologic Institut

Das Ecologic Institut ist ein unabhängiger, akademischer Think Tank für Umweltforschung und Politikanalyse. Seit seiner Gründung im Jahr 1995 widmet sich das Ecologic Institut der Verbesserung von Umweltpolitik, nachhaltiger Entwicklung und politischer Praxis. Ziel ist die Stärkung einer europäischen und internationalen Dimension in Forschung, Bildung und umweltpolitischem Diskurs.
Die Expert:innen des Ecologic Institut decken das gesamte Spektrum der Umweltpolitik, der nachhaltigen Entwicklung und der sozial-ökologischen Forschung ab. Sie engagieren sich für das Mainstreaming von Umweltthemen in anderen relevanten Politikbereiche. Das Ecologic Institut erforscht, begleitet und bewertet politische Prozesse auf lokaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene und bringt dabei Akteur:innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis zusammen. Das Ergebnis sind tiefgreifende Analysen und innovative Empfehlungen. Das Ecolocig Institut engagiert sich außerdem in der Bildung und arbeitet mit verschiedenen Partnern aus der ganzen Welt zusammen, darunter führende amerikanische und deutsche Universitäten.

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Klimabündnis

Seit mehr als 30 Jahren arbeiten Mitgliedskommunen des Klima-Bündnis partnerschaftlich mit indigenen Völkern der Regenwälder gemeinsam für das Weltklima. Mit über 1.800 Mitgliedskommunen aus 27 europäischen Ländern ist das Klima-Bündnis das größte europäische Städtenetzwerk, das sich zu einem umfassenden und gerechten Klimaschutz verpflichtet. In der Beantwortung der Frage, wie Klimaschutz sowie die Klimawandelanpassung in Städten und Gemeinden gelebt werden soll, verbindet das Netzwerk einen lokalen Ansatz mit globaler Verantwortung.

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Über Total Glokal

In der Veranstaltungsreihe "Total Glokal. Stuttgarter Weltgespräche" greift das ifa aktuelle Fragestellungen zur Wechselwirkung von Globalem und Lokalem auf. Bei den Veranstaltungen diskutieren internationale Expertinnen und Experten mit Akteurinnen und Akteuren und dem Publikum vor Ort.

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Kontakt

Daniela Hochstätter

Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49.711.2225.108