Der Deutsche Pavillon zu Gast im Französischen Pavillon, 55. Internationale Kunstausstellung – La Biennale di Venezia, Foto: Roman Mensing und Thorsten Arendt

Biennalen-Talk #2

Diskussionifa-Galerie StuttgartCharlottenplatz 1770173 Stuttgart
19:00 – 20:30 Uhr
Der Deutsche Pavillon zu Gast im Französischen Pavillon, 55. Internationale Kunstausstellung – La Biennale di Venezia, Foto: Roman Mensing und Thorsten Arendt

Biennale-Praktiken – Interdisziplinäre Ansätze für eine nachhaltige Kunstplattform

Biennalen boomen – weltweit finden alle zwei Jahre mehr als 300 Veranstaltungen zeitgenössischer Kunst statt. Die Kochi-Muziris-Biennale in Kerala gehört zu den erfolgreichsten Ausgaben dieses Formats. Sie wurde 2012 gegründet und ist die erste Biennale, die sich in Indien ausschließlich zeitgenössischer Kunst widmet. Die Biennale wird ausschließlich von Künstlerinnen und Künstlern verantwortet. Sie versteht sich jedoch als Festival, das die Grenzen zu vielen Künsten öffnet: Kino ist gleichberechtigt mit Konzerten, Performances und Theateraufführungen.

Ihr Erfolg liegt auch in der radikalen Bezugnahme auf den Ort: Kochi, eine alte Hafenstadt an der Malabar-Küste, hat Geschichte. Hier wurde während der Kolonialzeitalter erst durch die Portugiesen, später durch die Holländer und Engländer der größte Teil des indischen Gewürzhandels abwickelt. Der Beiname "Muziris" spannte den Bogen bis in die Spätantike, in der der Hafen und die Stadt Muziris ein Handelsknotenpunkt im Netz des Römischen Reichs war.

Begegnungen haben diesen Ort geprägt und sind ein zentrales Thema vieler künstlerischer Positionen, die in revitalisierten Kolonialgebäuden, auf dem Hafengelände oder dem öffentlichen Raum stattfinden. Die Kochi-Muziris-Biennale versteht sich als Ort für die Menschen vor Ort und in den Nachbarschaften.

Biennalen sind soziale Katalysatoren, das verstehen wir unter Nachhaltigkeit (Shwetal A. Patel, Mitbegründer der Biennale)

Was ist das Besondere an diesem ortsspezifischen Ansatz? Darüber sprechen Dr. Shwetal A. Patel, Autor, Wissenschaftler und Gründungsmitglied der Kochi-Muziris-Biennale und Dr. Melanie Vietmeier, Expertin des ifa-Forschungsprogramms und Autorin der ifa-Studie Biennalen als Seismograf.

Das Gespräch findet auf Englisch und im Rahmen des Jubiläums 50 Jahre ifa-Galerie Stuttgart statt.

Begrenzte Platzanzahl aufgrund der COVID-19-Situation.

50 Jahre ifa-Galerie Stuttgart

Anschrift und Öffnungszeiten

ifa-Galerie Stuttgart
Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

Öffnungszeiten
Dienstag – Sonntag: 12:00 – 18:00 Uhr während der Ausstellungszeiten
An Montagen und am 17.9.2021 geschlossen

Eintritt frei

Aktuelle Informationen aufgrund der Corona-Pandemie
Die ifa-Galerie Stuttgart ist seit dem 1. Juni 2021 wieder geöffnet. Besucher:innen können ohne Buchung eines Zeitfensters kommen. Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygienestandards. Die Öffnung der Galerie orientiert sich an den Corona-Regeln des Landes Baden-Württemberg. Wenn der Inzidenzwert in Stadt- und Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 liegt (an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen), sind Museen und Ausstellungshäuser ohne Einschränkungen wieder zugänglich. Bei einem Wert zwischen 50 und 100 ist der Besuch nach Terminvergabe möglich. Ab einem Wert von 100 (an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen) greift die "Notbremse" mit Schließung.

ifa-Galerien

Die ifa-Galerien zeigen Bildende Kunst, Architektur und Design einer globalisierten Welt. Seit 1971 werden in Stuttgart und seit 1990 in Berlin Gegenwartskunst und aktuelle kultur- und gesellschaftspolitische Entwicklungen aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa thematisiert. Ausstellungsreihen geben über nationale Grenzen hinweg Einblick in weltweit agierende Kunstszenen. Gespräche, Vorträge und Diskussionen ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern den direkten Kontakt mit Künstlerinnen und Künstlern und Kuratorinnen und Kuratoren.

Zur ifa-Galerie Berlin

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Kontakt

Dr. Valérie Hammerbacher

Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49.711.2225.176