"Mind the Gap" ­Mentoringprogramm

Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine sind Millionen Menschen auf der Flucht, insbesondere Frauen mit ihren Kindern. Eine solche Ausnahmesituation stellt die Betroffenen vor vielfältige Herausforderungen: Wie kann man ankommen in einem Land, das nicht das eigene ist? Wie findet man Perspektiven inmitten der Unsicherheit? Wie kann man Anschluss in der Fremde finden? 

Das Mentoringprogramm "Mind the Gap" unter Schirmherrschaft von Natalie Pawlik, der Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, unterstützt geflüchtete Frauen aus der Ukraine dabei, sich in einem neuen Land zurechtzufinden. Dafür bringt es sie vor Ort im Rahmen eines Mentorings mit Vertreterinnen der deutschen Minderheiten zusammen.

Ukrainische Verison der Ausschreibung

An wen richtet sich das Programm?

Das ifa-Mentoringprogramm richtet sich gezielt an aus der Ukraine geflüchtete Frauen. Das Mentoring wird durch Frauen aus der deutschen Minderheit in Polen, Rumänien, Deutschland, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Serbien, Moldau, Estland, Lettland, Litauen und Kasachstan durchgeführt. 20 Teilnehmerinnen nehmen fünf Monate regelmäßig an dem digitalen Mentoring teil. Das ifa unterstützt sie während der Programmlaufzeit durch Weiterbildungsseminare und individuelle Beratung.

Begleitet wird das Programm von einem Einführungs- und Abschlussseminar. Durch das Projekt soll ein überregionales Frauennetzwerk entstehen, das zur Stärkung, Sichtbarkeit und Unterstützung von Frauen beiträgt. Zudem sollen durch Weiterbildungen die Kapazitäten von Frauen ausgebaut werden und geflüchteten Frauen gehelfen, sich auf unterschiedlichen Ebenen zu integrieren.

Ziel des Projekts ist der verbesserte Zugang zu Integrations-, und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Mentoring für geflüchtete Frauen aus der Ukraine durch Frauen aus den deutschen Minderheiten in Osteuropa. Insgesamt können zehn Mentees und zehn Mentorinnen an dem Projekt teilnehmen.

Was beinhaltet das Programm?

  • Einführungs- und Abschlussseminar in Präsenz in Stuttgart mit Kostenübernahme
  • Digitale Weiterbildungsseminare
  • Individuelle Beratung durch das ifa

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Voraussetzungen der Mentorinnen

  • Frauen aus den deutschen Minderheiten, die sich zum Zeitpunkt des Programmstarts in den folgenden Ländern befinden: Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Serbien, Moldau, Estland, Lettland, Litauen und Kasachstan ODER: Vertreterinnen der deutschen Minderheit aus dem östlichen Europa und Zentralasien, die sich zum Zeitpunkt des Programmstarts in Deutschland befinden.
  • Idealerweise Engagement in Vereinen und Organisationen
  • Mentorinnen sollten Deutschkenntnisse aufweisen

Voraussetzungen der Mentees

  • Das Mentoringprogramm richtet sich an geflüchtete Frauen aus der Ukraine (Mentees), die sich zum Zeitpunkt des Projektstarts in den folgenden Ländern befinden: Polen, Rumänien, Deutschland, Slowakei, Tschechien, Ungarn, Serbien, Moldau, Estland, Lettland, Litauen und Kasachstan
  • Mentees sollten Deutschkenntnisse aufweisen

 

 

Ablauf des Mentoring

Einführungsseminar:

Anfang August/September findet das Einführungsseminar für alle Teilnehmerinnen in Stuttgart am Institut für Auslandsbeziehungen statt. Basierend auf den gemeinsamen Zielen, Motivationen, Interessen und Engagement werden Mentorinnen und Mentees zusammengebracht. In Gruppenarbeiten und kleinen Workshops werden gemeinsam Ziele und Meilensteine entwickelt, und in individuellen Zielvereinbarungen zwischen den Mentorinnen und Mentees in Zusammenarbeit mit der Projektleitung festgehalten. Die Teilnehmerinnen haben zudem die Möglichkeit, das ifa bei einem Besuch vor Ort besser kennenzulernen. Für die Mentorinnen findet während des Einführungsseminars ein Weiterbildungsseminar zum Thema Mentoring statt.

Im Anschluss an das Einführungsseminar erfolgt der Wissens- und Erfahrungsaustausch in Tandemgruppen von zwei Personen. Die Mentoring-Paare treffen sich (digital) mindestens einmal im Monat. Für die Organisation der Treffen sind die Mentoring-Paare selbst verantwortlich. Durch die Begleitung der Mentorin kann die Mentee aus Erfahrungen und Ratschlägen lernen und dadurch in der Umsetzung ihrer eigenen Pläne unterstützt werden. Die Programmkoordination des ifa bietet fortlaufend Unterstützung und Anleitung zu geeigneten Diskussionsthemen und effektiver Kommunikation, um sicherzustellen, dass sowohl die Mentees als auch die Mentorinnen den größtmöglichen Nutzen aus dem Programm ziehen. Zudem werden Workshops, speziell auf die Teilnehmerinnen zugeschnitten, organisiert und regelmäßig durchgeführt.

Abschlusstreffen:

Das Abschlusstreffen wird dazu genutzt, um das Mentoring Programm in der Gruppe zu reflektieren und zu evaluieren.

Anmeldung

Die Teilnahme am Programm ist kostenlos. Interessierte können sich über folgenden Link bis zum 15.07.2022 bewerben: Zum Anmeldeformular

© ifa

Aus allen Anmeldungen werden insgesamt 20 Bewerberinnen für das Programm ausgewählt, zehn als Mentorinnen und zehn als Mentees.

Rückfragen können Sie an dmi(at)ifa.de richten. Die Entscheidungen werden per Mail übermittelt.

Kontakt

Valerie Kateb

ifa – Institut für Auslandsbeziehungen
Charlottenplatz 17
D-70173 Stuttgart

E-Mail: dmi(at)ifa.de
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Mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amts

Das Mentoringprogramm wird vorbehaltlich der Mittelbewilligung durch das Auswärtige Amt durchgeführt. (Stand: Juni 2022)