Eine Person in Shorts steht neben einem schießenden Soldaten.
Michael Schäfer, Ohne Titel, 2015, aus: "Invasive Links", A1A-Prints auf Acrylglas, 109x152,5 cm; ©, Foto: Michael Schäfer

with/against the flow – mit Michael Schäfer

Zeitgenössische fotografische Interventionen

13. Feb. 2026  -  05. März 2026
Borderline Art Space
Carol I nr. 4
700505 Iași, Rumänien

Die Ausstellung "with/against the flow"  mit Viktoria Binschtok und Michael Schäfer in Iași wird in zwei Teilen hintereinander gezeigt:

Erster Teil mit Michael Schäfer: Eröffnung am 12.02.2026, Laufzeit bis zum 05.03.2026.
Zweiter Teil mit Viktoria Binschtok: Eröffnung am 11. 03.2026, Laufzeit bis zum 02.04.2026.


Welches Potenzial steckt in unserem sich ständig wandelnden Umgang mit Fotografie? Welche Möglichkeiten bieten die neuen Formate der visuellen Kommunikation? Wie lassen sich dokumentarische Methoden mit Eingriffen in das Bild verbinden? Oder allgemeiner gefragt: Was charakterisiert die zeitgenössische künstlerische Fotografie? Das sind die zentralen Fragen der Ausstellungsreihe "with/against the flow. Zeitgenössische fotografische Interventionen", initiiert vom ifa - Institut für Auslandsbeziehungen. Die Ausstellungsreihe präsentiert Künstler:innen, die in Deutschland leben, ihre eigene visuelle Sprache entwickelt haben und nun das Medium Fotografie neu hinterfragen. Mit künstlerischen Interventionen greifen sie in die Substanz des Bildes oder sogar in die äußere Realität selbst ein. Es bleibt die Frage, ob diese Arbeiten noch als "dokumentarisch" bezeichnet werden können oder ob es sich vielmehr um eine Form des Realismus handelt, der in die Fiktion übergeht. Die Borderline Art Space präsentiert nacheinander zwei künstlerische Positionen aus dieser Ausstellungsreihe mit Werken von Michael Schäfer und Viktoria Binschtock.
 

#1 Michael Schäfer 

Michael Schäfer (geb. 1964 in Sigmaringen, lebt in Berlin) reflektiert über die Überdeterminierung von Pressebildern aus traditionellen Printmedien sowie über das Wesen von Amateurvideos. Er untersucht die unterschiedlichen Wirkungsweisen von Bildern, ihren Bedeutungs- und Sinnüberschuss, der dem Betrachter eine historische und politische Konstellation buchstäblich als fertige und geschlossene Interpretation präsentiert. Aus solchen Fundstücken entfernt Schäfer die Gesichter der eigentlichen Protagonisten und ersetzt sie durch eigene Fotografien von Schauspielern. Dabei kollidieren Druckpunkte oder Pixel mit den hyper-scharfen Bildfragmenten des Künstlers. Schäfers Herangehensweise an die Fotografie ist eine Form der künstlerischen Mimikry, eine Art Einverleibung von Bildern, um sie zu dekonstruieren. Sie steht in einer Tradition des künstlerischen Interesses an den Massenmedien, die bis in die 1970er Jahre zurückreicht und mit der Digitalisierung der Fotografie sowie dem zunehmenden Einsatz künstlicher Intelligenz eine neue Relevanz erlangt hat.

Kurator:innen:
Florian Ebner leitet seit 2017 die Fotografie-Abteilung des Centre Pompidou in Paris.
Christin Müller ist freie Kuratorin und Autorin aus Leipzig.

Informationen zur Ausstellung auf ifa Agora

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Tourneeausstellungen weltweit

Mit seinen über 20 laufenden Tourneeausstellungen und seinen vielfältigen Veranstaltungsprogrammen zur zeitgenössischen Kunst verbindet das ifa die deutsche Kunstszene mit internationalen Kulturschaffenden und bildet Kooperationen und Netzwerke. Die vielfach in Ko-Kreation mit Partnerinnen und Partnern vor Ort entwickelten Projekte umfassen verschiedene Disziplinen der modernen und zeitgenössischen Bildenden Kunst – von aktuellen Themen der Architektur, der Fotografie und des Designs über das Bauhaus bis hin zu monografischen Ausstellungen von Rosemarie Trockel oder Marcel Odenbach. Sie schaffen lokale Begegnungsplattformen und ermöglichen internationale Perspektiven auf weltweit relevante Themen. Interessierten Museen stellt das ifa darüber hinaus Leihgaben zur Verfügung. 

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Über das ifa

Das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen schafft mit seiner Arbeit in Kunst und Zivilgesellschaft weltweit Verständnis und Vertrauen zwischen Menschen. Es fördert demokratische Zivilgesellschaften und setzt sich ein für Freiheit in Kunst, Wissenschaft und Medien. Das ifa bereichert Debatten, erweitert Perspektiven und bringt sein internationales Wissen und seine Netzwerke in Kunst und Kultur, Politik und Gesellschaft ein. Das ifa wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.

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