Zeichnung der Rückenansicht eines liegenden, weiblichen Akts.
Paula Modersohn-Becker, Liegender weiblicher Akt, Rückenansicht / Female Nude Lying Down, 1906 © ifa – Institut für Auslandsbeziehungen

Paula Modersohn-Becker und die Worpsweder – Usbekistan

Zeichnungen und Druckgrafik. 1895-1906

02. Feb. 2026  -  20. März 2026
Oʻzbekiston zamonaviy sanʼat muzeyi - Contemporary Art Museum of Uzbekistan (CAMUZ)
21, Uzbekistan street Khorezm
220100 Urganch Usbekistan

Man müsste beim Bildermalen gar nicht so sehr an die Natur denken. (...) Meine persönliche Empfindung ist die Hauptsache.

Es ist die junge Malerin Paula Modersohn-Becker, die diesen Satz notiert. Allein dieses kurze Zitat macht deutlich, dass Modersohn-Becker (1876–1907) um die Jahrhundertwende zum Kreis jener Künstler gehört, die sich in Opposition zur strengen akademischen Auffassung befinden. Um nicht im Atelier, sondern direkt in der Natur malen zu können, zieht sie in die Worpsweder Künstlerkolonie. Doch im Unterschied zu ihren Kollegen Otto Modersohn, Hans am Ende, Fritz Mackensen, Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler sieht Modersohn-Becker ihre Vorbilder nicht im Impressionismus und Jugendstil, sondern bei Cézanne, van Gogh, Gauguin. Sie bestärken sie in ihrer Abkehr vom Abbild der äußeren Erscheinung hin zu der Suche nach dem inneren Wesen. Die damit einhergehende Vereinfachung der Form ist vor allem in ihren Zeichnungen zu entdecken, die die Gemälde an Radikalität häufig übertreffen. Die Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen beschränkt sich daher auf Zeichnungen und Radierungen der Künstlerin. Sie werden ergänzt durch Arbeiten ihrer Worpsweder Künstlerkollegen. 

Konzeption: Wulf Herzogenrath 

Kooperation mit Goethe-Institut Taschkent/Usbekistan

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