KULTURERBE IM FOKUS

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Architekt Mu Jun und das Bauen mit Lehm

Seltene Erden

ifa | Chinas Geschichte des Lehmbaus geht bis in die Jungsteinzeit zurück. Der Architekt Mu Jun befasst sich seit Jahren mit der Kunst der Stampflehmkonstruktion und hat ihre Verfahren mit lokalen Handwerkern neu entdeckt. Im Interview spricht er über seine Erfahrungen und ein Wiederaufbauprojekt im chinesischen Sichuan.

Algerische Soldaten, werden am 10. August 1914 nach Frankreich verschifft

Erinnerungen ohne transkulturellen euromediterranen Kontext

Das Kulturerbejahr 2018 in Frankreich

ifa | Das europäische Kulturerbejahr soll Grundlagen für eine europäische Identität schaffen, eine Identität die vielfach umstritten ist. Ist das eurozentrische Konzept des Kulturerbejahrs aus den 1970er Jahren heute noch tragfähig? Und wie kann ein mehr euro-mediterranes Gedenken erreicht werden? Der Historiker Ludolf Pelizaeus sieht erste Schritte auf einem langen Weg.

Städtisches Schwimmbad, Toro, Spanien, 2010; Foto: Vier Architectos

Zeitgenössische Lehmbauten in aller Welt

Geerdete Architektur

ifa | Die Moschee im malischen Djenné ist Weltkulturerbe und sie steht für eine jahrtausendealte Lehmbautradition. Heute dominieren Ziegel und Beton die industrielle Massenbauweise in Europa, aber Architekten beschäftigen sich auch mit alternativen Baustoffen.

Jutesack mit Kaffeebohnen

Mehr als Übersetzen und Dolmetschen

Die Schätze der arabischen Sprache – und die Translation

ifa | Der Einfluss der Translation ist sprachlich und kulturell tiefgreifend und vielfältig – weit über die Grenzen von Individuen und Gemeinschaften hinaus. Welche Macht die Translation haben und wie stark sie Gesellschaften verändern kann, zeigen zwei Bewegungen des sprachlichen Austauschs, die zunächst die arabisch-islamische und später die westlich-europäische Welt nachhaltig verändert haben. Ihre Zentren waren Bagdad und Cordoba.

Fassade einer Moschee mit blauen Kacheln

Ägypten als Teil des Mittelmeerraums

Taha Hussein – der Vordenker, der aus der Vergangenheit Zukunft macht

ifa | Hussein gilt als einer der einflussreichsten arabischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Er betrachtet das arabisch-islamische Erbe nicht isoliert, sondern als einen Ort des Austauschs und schlägt eine Brücke zwischen Europa und Ägypten, zwischen der westlichen Moderne und der vergangenen arabisch-islamischen Zivilisation. Seine Herangehensweise an diesen Begriff hat bis heute ihre Wirkung im arabischen Denken und sie kann einen sehr interessanten Beitrag zur Inspiration der Debatte um die Beziehungen zwischen den Ländern rund um das Mittelmeer leisten.

Weltnaturerbe: die Iguazú-Wasserfälle in Nationalpark von Paraná, Brasilien

Wissenskultur – Erinnerungskultur – Welterbe

Relevanz statt Redundanz

ifa | Jeder Gegenstand altert. Was heute im Gebrauch ist, wird morgen Geschichte sein. Aber ist ein Objekt nur darum zu bewahren, zu erforschen und zu vermitteln, weil es alt ist? "Entscheidend ist die Historizität eines Gegenstands", sagt der Historiker Joachim-Felix Leonhard. Es muss in seiner Zeit wirksam gewesen sein. Wenn es Teil einer Wissenskultur war, ist es auch geeignet, Teil der Erinnerungskultur zu werden. In seinem Gastbeitrag denkt er über die Bedeutung von kulturellem Gedächtnis nach und wirbt darum, einen globalen Blick auf das Welterbe einzunehmen.

Kirchenburg in Seligstadt (Seliştat)

Kirchenburgen in Rumänien

Damit die Glocken wieder läuten 

ifa | Im rumänischen Siebenbürgen baute die deutschstämmige Bevölkerung einst Kirchen zu Wehrburgen aus, um ihre Dörfer vor Eindringlingen und Plünderern zu schützen. Etwa 160 Kirchenburgen sind erhalten, aufgrund der Abwanderung der deutschen Minderheit seit den 1980er-Jahren aber vom Verfall bedroht. Die Stiftung Kirchenburgen bemüht sich um den Erhalt dieses Kulturerbes. Ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Stiftung Philipp Harfmann und ifa-Kulturmanagerin Aurelia Brecht über ihre Arbeit und die Zukunftsperspektiven der Kirchenburgenlandschaft.

Man on a bridge

Europa und arabische Raum

Kulturelle Partnerschaften zum Schutz des mediterranen Erbes

ifa | Zu Beginn des 21. Jahrhunderts steht der Mittelmeerraum vor großen Herausforderungen. Neben den politischen und wirtschaftlichen Beziehungen ist auch das gemeinsame kulturelle Erbe gefährdet. Um dieses Erbe mit seiner einzigartigen Geschichte zu bewahren braucht es Strategien der Unesco und der Europäischen Union.

Tétouan

Restauration der Medina

Tétouan – Andalusisches Kulturerbe in Marokko

ifa | Die Medina, die Altstadt Tétouans ist eine der kleinsten in Marokko und gleichzeitig größtenteils erhalten geblieben. Dieses kulturelle Erbe zu erhalten haben sich engagierte Bürger aus Tétouan zur Aufgabe gemacht. Kann ihr Restaurierungsprojekt Vorbild für andere Städte sein?

Das Mittelmeer, Europa und Afrika vom Weltall aus

Stiftung Wissensraum Europa–Mittelmeer

Von Dublin bis Damaskus, vom Niger bis zum Nordkap

ifa | Die Konferenz "Geteiltes Erbe. Trans- und interkulturelles Kulturerbe im euro-afro-mediterranen Raum" der Stiftung Wissensraum Europa–Mittelmeer (WEM) war Teil des Europäischen Kulturerbejahrs 2018. Das Kulturerbejahr stellt die Verbindungen der europäischen Kulturen, ihres Erbes und ihres Erinnerns ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Ziel der Konferenz war es, den traditionellen Erinnerungsraum des europäischen Kulturerbes zu erweitern und an der Entdeckung und Gestaltung eines Erbes teilzunehmen, das Europa, dem südlichen Mittelmeerraum bis ins subsaharische Afrika hinein in großen Teilen gemeinsam ist.

Treppe mit Besucher

Europa, der Mittelmeerraum und sein "geteiltes Erbe"

Erfolgsgeschichte der kulturellen Zusammenarbeit

ifa | Was kann das Europäische Kulturerbejahr 2018 leisten? Nicht nur innerhalb Europas soll die Aufmerksamkeit für das kulturelle Fundament unserer Gesellschaft erhöht werden. Auch das Verständnis für das gemeinsame Erbe mit benachbarten Regionen des Mittelmeerraums bis nach Subsahara-Afrika soll gestärkt werden. Verena-Metze Mangold berichtet über die Bedeutung eines gemeinsam geschätzten Kulturraums und bisher umgesetzte Projekte.

Blick in den Chor der Herz-Jesu-Kirche Apatin

Donauschwäbisches Kulturerbe

"Wir versuchen zu retten, was noch möglich ist"

ifa | Die nordserbische Stadt Apatin ist heute einer der Dreh- und Angelpunkte für das Kulturerbe der deutschen Minderheit in der Vojvodina. 2014 wurde dort das donauschwäbische Kirchenmuseum eröffnet. Initiator Boris Mašić versucht, Kunstwerke, Bücher und Dokumente der Deutschen aufzuspüren und sie zu retten. Im Interview mit dem ifa spricht er über seine Arbeit und die Erwartungen an Serbien, Deutschland und die Europäische Union. 

Zerstörte Buddha-Statue in Bamyian, Afghanistan

Kulturgutzerstörung

Die Auslöschung von Kulturerbe in Krisenländern als Herausforderung

ifa | Kulturgüter sind weltweit durch Kriege und Krisen bedroht. Sabine von Schorlemer nennt die rechtlichen und politischen Herausforderungen, die sich daraus für die Vereinten Nationen, die Unseco und andere Schutzakteure ergeben.