FLUCHT UND MIGRATION

Spiegelbild von Frau mit Regenschirm in Pfütze, Hintergrund blauer Wolkenhimmel; Foto: David Marcu via Unsplash

Integration geflüchteter Frauen in Europa

Dreifach benachteiligt?

OECD | In der Debatte um die Integration von Geflüchteten fallen geschlechterspezifische Unterschiede größtenteils unter den Tisch. In einem Bericht für die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beschäftigt sich Thomas Liebig mit der Situation von geflüchteten Frauen und deren Integration in die Aufnahmegesellschaft und fragt: Was sind aktuelle Konfliktfelder? Worin bestehen die größten Hürden? Welche Lösungsansätze könnten zu einer erfolgreichen Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt führen?

Ein Rohingya-Kind springt über einen schmutzigen Fluss in einem Flüchtlingslager in Bangladesch

Theaterprojekte mit Geflüchteten der Rohingya

"Die Armut unseres Geistes"

ifa | Ein Jahr ist vergangen, seit die Rohingya-Flüchtlingskrise in die Schlagzeilen der Weltpresse gelangte. Pradip Acharjee, Alumnus des CrossCulture Programms, unterstützt kulturelle Projekte für die Hilfe zur Selbsthilfe und zur Jugendförderung in den Rohingya-Gemeinden, um eine der wichtigsten Formen der Armut zu bekämpfen: die Armut des Geistes.

Schild "End" an einem Zaun

Flüchtlingspolitik der EU

Migrationsmanagement in Afrika

E+Z | Mit verschiedenen Maßnahmen versucht die Europäische Union Fluchtbewegungen nach Europa zu verhindern. Wie reagieren autoritäre afrikanische Staaten auf die Kooperationsangebote der EU? Dies wurde in einer Studie der Stiftung Wissenschaft und Politik untersucht. Monika Hellstern hat die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst. 

Ausschnitt von blauem Container vor tiefblauem Himmel

Wirtschaftliche Lösungen im Nahen Osten und Nordafrika

Ein neuer Ansatz für die Aufnahme von Geflüchteten

Qantara | Blockchain-Technologien für die vereinfachte Verteilung von Nahrungsmitteln und uneingeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt: Der libanesische Politiker und Ökonom Nasser Saidi schlägt ungewöhnliche Maßnahmen für den Umgang mit Geflüchteten in Aufnahmeländern im Nahen Osten und Nordafrika vor. Er fordert einen neuen Ansatz mit langfristigen Lösungen.

Graffiti mit dem Wort "Asyl" und rennenden Menschen

Flüchtlinge statistisch erfasst

Zahlen zu Asyl in Deutschland

bpb | Die Frage nach dem Umgang mit Flüchtlingen prägte den politischen Diskurs in Deutschland und Europa in den letzten Wochen und Monaten. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat die aktuellsten Zahlen zum Thema Asyl in Infografiken zusammengestellt.

Foto: Luc Van Loon (CC0) via Unsplash

Die Situation von Einwanderern in Deutschland

Integration "Made in Germany"

Qantara | Die Berliner Stadtteile Neukölln, Wedding und Kreuzberg sowie das hessische Offenbach sind "Arrival Cities" in Deutschland. Dem kanadischen Bestsellerautor Doug Saunders zufolge sind dies Orte, an denen Migrantinnen und Migranten Arbeit finden und sich eine neue Existenz aufbauen können. Doch wie steht es um die Integration in den anderen Teilen Deutschlands? Die Zahlen sind positiv: In den Bereichen Bildung, Teilhabe, Beschäftigung, Einbürgerung und Sport hat sich Einiges getan in den letzten Jahren.

Bild von Demonstration gegen Erdoğan in Köln

Türkische Migration in Deutschland

Keine Integration ohne Anerkennung

Qantara | Der Journalist Can Merey meint, dass bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen am 24. Juni wieder viele Deutsch-Türken für Erdoğan stimmen werden. Ein Beispiel hierfür ist sein Vater: Akademiker, stark integriert – aber in Deutschland wird er immer noch als "Türke" betrachtet. Aus Trotz wählte er im Alter Erdoğan. In seinem Buch "Der ewige Gast" behandelt Merey die Geschichte der türkischen Migration nach Deutschland am Beispiel seiner eigenen Familie.

Schatten einer Person vor beigem Gemäuer; Foto: Nicola Fioravanti via Unsplash

Rezension "Schwarzbuch Migration"

Flüchtlinge als Spielball der Politik

Kulturaustausch | Als hochaktuell und weit ausholend  beschreibt der Autor und Journalist Christian Jakob das "Schwarzbuch Migration" von Karl-Heinz Maier-Braun. Meier-Braun beschäftigt sich darin mit aktuellen Debatten, Abkommen und Fragen zur Flüchtlingspolitik. Er wirft aber auch einen Blick in die Vergangenheit und schaut sich frühere Asyldebatten an. Dabei stellt er heraus, dass das Thema Einwanderung immer wieder als politisches Machtinstrument missbraucht wurde und weiterhin wird.

Familie in einer Küche

Über Binnenflüchtlinge, Heimat und neue Perspektiven

"Es ist an der Zeit, neue Pläne zu schmieden"

Kulturen des Wir | Über Fotos eigene Geschichten erzählen und Stereotype über Geflüchtete im eigenen Land abbauen – darum geht es der ukrainischen Fotografin Yelena Shunkina. Ihre vom ifa unterstütze Ausstellung "Fremde Heimat – Flüchtling im eigenen Land" zeigt Lebensrealitäten ukrainischer Binnenflüchtlinge. Sie selbst floh zu Beginn des Ukrainekonflikts aus der Stadt Donezk ins südukrainische Krywyj Rih. Im Interview erzählt sie wie die Flucht sie und andere Menschen dazu brachte, selbst aktiv zu werden.

Der Künstler Edin Bajrić und die Kulturmanagerin Cornelia Hemmann sägen gemeinsam einen Holzbalken

Ein Kunstprojekt im rumänischen Fogarasch

Von Fassungslosigkeit und fantasievollen Häfen

ifa | Zwei Wochen haben die ifa-Kulturmanagerin Cornelia Hemmann und der Künstler Edin Bajrić in der kleinen Stadt Fogarasch in Siebenbürgen an einem Kunstprojekt gearbeitet. In vielen seiner Arbeiten setzt sich der aus Bosnien und Herzegowina stammende Künstler mit dem "Verlassen" und der Suche nach einem neuen Zuhause auseinader. Ein Thema, das auch in Fogarasch eine wichtige Rolle spielt. Auf der Fahrt zum Flughafen blicken Hemmann und Bajrić auf das Projekt "Unsere Arche/Arca noastră" zurück. Ein Gespräch über die Kraft von Kunst und Beteiligung, Siebenbürgen und Bosnien und Herzegowina, Resignation und Utopien. 

Durch ein zerbrochenes Fenster fällt Licht in ein verstaubtes Haus

Lebensgeschichten

Meine Großmutter, die Selfie-Generation und ich

Qantara | Jenin Elena Abbas wurde 1983 in Oldenburg geboren. Ihr Vater war in den 1960er Jahren aus den palästinensischen Gebieten nach Deutschland gekommen. In dem sehr persönlichen Bericht fragt sie, inwiefern der Generationenkonflikt mit den Eltern kulturelle Wurzeln hat.

Black white picture look through train window, man with luggage walking by

Migration: Begriffe und Potenziale

Mobilität, Austausch und Zukunftsfähigkeit

Kulturen des Wir | Touristen, Geflüchtete, Migranten, professionelle Fachkräfte – es gibt verschiedene Kategorien für Personen, die sich für einen gewissen Zeitraum außerhalb ihres Herkunftsortes aufhalten. Während die einen als Zugewinn für die Gesellschaft gesehen werden, gelten andere als Bedrohung der wirtschaftlichen und sozialen Stabilität. Was ist an diesen Einteilungen und Bewertungen dran? Der Ethnologe Hans Peter Hahn über die Ambivalenz der Begriffe Mobilität und Fremdheit und warum Austausch und Diversität eine Gesellschaft bereichern

Klavier und Hände

Sechs Künstlerinnen und Künstler aus vier Kontinenten

Nach der Flucht

Deutsche Welle | Die Entscheidung zu fliehen, kann unterschiedliche Gründe haben. Terror, Gewaltherrschaft, Zensur und Verfolgung, Gewalt in der Familie oder politische Unruhen waren die Ursache für sechs Kunstschaffende, ihre Heimatländer zu verlassen. Auf der Multimedia Webseite "Nach der Flucht" erzählen sie ihre Geschichten. Sie berichten, wie man im Schreiben Geborgenheit finden kann, warum Heimat auch ein Gefühl sein kann und warum Sicherheit mehr bedeutet, als Bomben zu entkommen. Interviews, Videos und Fotografien fangen den Alltag und die Erlebnisse der Porträtierten ein.

Jean-Luc Nancy im Gespräch mit Franziska Dübgen

Eine Kultur vergreist, wenn sie sich gegenüber Fremdem verschließt

Kulturen des Wir | Der französische Philosoph Jean-Luc Nancy wendet sich in seinen Schriften gegen die Vorstellung eines Kampfs der Kulturen und fordert dazu auf, die demokratische Gemeinschaft als Koexistenz des Heterogenen zu begreifen. Nur durch das unaufhörliche Begehren, Fremdes zu entdecken und kennenzulernen, erneuert sich eine Kultur.

Die Freiheitsstatue, Foto: Lucas Franco via Unsplash

Wie Darstellungsformen unsere Wahrnehmung beeinflussen

Grenzverläufe – Migration, Museum und das Politische

ifa | Patricia Deuser vergleicht das Pariser Cité nationale de l'histoire de l'immigration und das New Yorker Ellis Island Museum. Beide Museen befassen sich mit Aspekten der Migrationsgeschichte, arbeiten diese jedoch auf unterschiedliche Weise auf.

Schatten von Personen an einer Hauswand, Foto: Igor Ovsyannykov via Unsplash

In der Kritik: Ein Sachbuch über Fluchtbewegungen in und nach Europa

Kontinent der Flüchtlinge

kulturaustausch.de | Flucht und Migration nach Europa sind auch nach dem Jahr 2015 ein viel diskutiertes Thema in Deutschland. Der Historiker Philipp Ther, zeigt in seinem Fachbuch "Die Außenseiter. Flucht, Flüchtlinge und Integration im modernen Europa" auf, dass Fluchtbewegungen für den Kontinent Europa nichts Besonderes sind. Nicht die Tatsache, dass Menschen nach Europa fliehen, sei etwas Neues, sondern die Art und Weise wie Europäer mit Flüchtlingen umgingen. Die Hugenotten im 16. Jahrhundert verhandelten noch mit den preußischen Machthabern, die ihnen Zuflucht gewährten, über Leistungen und Gegenleistungen. Flüchtlinge, die heutzutage in Deutschland oder anderen europäischen Ländern ankommen, haben dagegen kein Mitsprachrecht. Eine spannende Buchkritik von Doris Akrap über ein Buch zur aktuellen politischen Debatte von Philipp Ther.

Die Stipendiaten CrossCulture Programmes Keita und Kore in ihrer Wohnung in Berlin. Foto: Sascha Montag

CrossCulture Programm: Stipendiaten im Porträt

Ein Thema, zwei Arbeitsbereiche

ifa | Zwei Herkunftsorte, eine Wohngemeinschaft und ein wichtiges Thema: In Berlin diskutieren Moussa Keita und Ousmane Chegou Kore oft über Flucht und Migration. Kore beschäftigt sich mit Zahlen, Daten und Fakten. Für drei Monate arbeitet er im "Global Migration Data Analysis Center (GMDAC)". Keita dagegen begegnet Menschen direkt und bringt im "Begegnungscafé" im Berliner Westend Geflüchtete und Anwohner zusammen. Beide sind Stipendiaten des CrossCulture Programms "Flucht und Migration" des ifa.

Foto: Steve Wafula (CC0), via Unsplash

Die Beweggründe der Menschen verstehen

Migration als Erfolgsmodell? Ein Blick nach Subsahara-Afrika

ifa | "Menschen, die ihre Heimat verlassen – warum meinen wir damit eigentlich immer Geflüchtete und Migranten aus Afrika und dem Nahen Osten? Auch wir Europäer verlassen unsere Heimat", sagt die Kommunikationswissenschaftlerin Anke Fiedler im ifa-Interview. Für eine Studie des Forschungsprogrammes "Kultur und Außenpolitik" hat sie mit Migrationswilligen in Subsahara-Afrika gesprochen und bislang weniger bekannte Gründe für Flucht und Migration ermittelt.

Die sudanesische Traumatherapeutin Sally Elgizouli brachte ihre Erfahrungen in einer Wohngruppe für Jugendliche in Stuttgart ein. Foto: Uli Reinhardt

Erfahrungen aus einer Stuttgarter Wohngruppe

Mit Kunst gegen Blockaden

ifa | Dass künstlerische Ausdrucksformen Blockaden brechen, davon ist die sudanesische Traumatherapeutin Sally Elgizouli überzeugt. In ihrer Heimat machen viele Geflüchtete halt. Schon lange beschäftigt sie die Frage, wie es danach für sie weiter geht: Welche Erfahrungen machen sie? Wie ist ihr Leben, wenn sie etwa in Europa oder den USA ankommen?

Mithilfe eines Stipendiums des ifa-CrossCulture Programms Flucht und Migration bekam sie einen Einblick in die Lebensrealität von Geflüchteten in Stuttgart.

Emam Abdelgadir arbeitet im Sudan als Trainer für Konfliktprävention und Frieden. Foto: Uli Reinhardt

Für einen friedlichen Umgang mit Konflikten

Vom Schüler zum Trainer

ifa | "Wie kann ich Menschen beibringen, Konflikte zu erkennen und friedlich zu lösen?" Diese Frage stellt sich Emam Abdelgadir regelmäßig in seinem Alltag. Er arbeitet im Sudan als Trainer bei dem  "Alternative to Violence Project" und ist  im Bereich der Friedensbildung aktiv. Der 37-Jährige möchte den Menschen nahelegen, dass jeder noch so kleine Beitrag wichtig ist. Als Stipendiat des CrossCulture Programms Flucht und Migration teilte er bei der Organisation "Act for Transformation" in Aalen sein Wissen mit Kolleginnen und Kollegen in Deutschland. Dort traf er auch auf einen alten Bekannten.

Mary Gina Angaun arbeitet bei der Organisation "International Rescue Committee" (IRC). Foto: © Sascha Montag

CrossCulture Programm Flucht und Migration

Die Allrounderin

ifa | Sie unterstützt arme Bauern, setzt sich gegen genderbasierte Gewalt ein und ist an vielen weiteren Projektem beteiligt – bei der Organisationen "International Rescue Committee" (IRC) ist Mary Gina Angaun eine echte Allrounderin. Für die globale Hilfsorganisation für Geflüchtete und Kriegsoopfer organisiert sie in Norduganda Fortbildungen. Im Rahmen des CrossCulture Programmes Flucht und Migration verbrachte sie zwei Monate in Deutschland. Während sie bei IRC Berlin  mehr über die Arbeit mit Geflüchteten lernte, profiitierten ihre deutschen Kolleginnen und Kollegen von ihrer Erfahrung in Uganda.

Foto: Uli Reinhardt

Für ein realistisches Bild vom Leben als Geflüchteter in Deutschland   

Nach der Flucht ist vor der Flucht

ifa | "Die Menschen in Afrika haben oft ein falsches Bild", sagt Souleymane Sagna aus dem Senegal. Deswegen will er seinen Landsleuten ein realistisches Bild vom Leben als Geflüchteter in Deutschland vermitteln. Der Menschenrechtsanwalt ist einer von 24 Stipendiaten des CrossCulture Programms Flucht und Migration und erhält Einblicke in die Arbeit des Freundeskreises Asyl in Karlsruhe.
Von Tilman Wörtz

Foto: Anastasia Taioglu (CC0), via Unsplash

Ein Arzt aus Lampedusa erzählt

Der Ersthelfer

kulturaustausch.de | Schon lange bevor die sogenannte Flüchtlingskrise das mediale Scheinwerferlicht auf Lampedusa richtete, kamen die ersten Boote Geflüchteter auf der Insel an. Innerhalb kürzester Zeit sahen sich die Bewohner mit neuen Aufgaben konfrontiert, zum Beispiel mit der medizinischen und psychologischen Betreuung der Geflüchteten. Der Arzt Pietro Bartolo fand in der Verpflegung der Menschen eine neue Lebensaufgabe. Kai Schnier hat Bartolos Laufbahn von der Kindheit zwischen Fischern zu seiner jetzigen Position als Ersthelfer auf Lampedusa dokumentiert.

Foto: Austin Ban (CC0), via Unsplash

Isatou Joof kümmert sich um Frauen in Not

"Wir helfen allen"

ifa | Halloween feiern die Menschen jedes Jahr im Herbst, um böse Geister zu vertreiben. In einer Erstaufnahmeeinrichtung des Roten Kreuzes in Brandenburg vertreibt Isatou Joof sie jeden Tag. Die 27-Jährige aus Gambia kümmert sich um Frauen in Not. Sie ist Stipendiatin des CrossCulture Programms Flucht und Migration.
Von Jan Rübel

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Themenreihe "Kann Kultur Europa retten?"

Superhelden für Europa

ifa | Schmelztiegel Comic: Was vor mehr als einem Jahrhundert als Sprache der Minderheiten in den USA entstand, hat heute als Kunstform nicht an Bedeutung verloren. Zeichnerinnen und Zeichner nutzen Comics, um ihre Erfahrung von Migration, des Aufbrechens und Ankommens zu illustrieren. Jonas Engelmann gibt einen Überblick über ein Medium, das Superhelden und autobiografische Fluchtgeschichten verbindet und die europäische Kultur bis heute prägt. Sein Fazit: Die Stärke des Comics liegt vor allem darin, "Grenzen vergessen zu lassen, das Fremde in sich aufzunehmen und mit dem Eigenen zu verbinden".
Von Jonas Engelmann

Foto: Randy Jacob, via Unsplash

ifa Edition Kultur und Außenpolitik

Migration von Subsahara-Afrika nach Europa

ifa | Warum machen sich jedes Jahr Hunderttausende Menschen in Subsahara-Afrika auf den gefährlichen Weg nach Europa? Welche Rolle spielt die Wahrnehmung der Zielländer? Für die Studie des ifa-Forschungsprogramms "Kultur und Außenpolitik" hat die Kommunikationswissenschaftlerin Anke Fiedler mit Migrationswilligen über ihre Motive und Informationsquellen gesprochen und bislang weniger bekannte Gründe für Flucht und Migration ermittelt. Ihr Fazit: Es ist an der Zeit, die europäische Wahrnehmung zu überdenken und eurozentristische Interessen zu hinterfragen.

Skulptur "Sólfar" von Jón Gunnar Àrnason in Reykjavík, Foto: Matt Lamers (CC0 1.0), via Unsplash

Migration und die Bedeutung von Kultur

Wider die Eindimensionalität

ifa | Europa gilt nach wie vor als Wunschort für viele, die sich nach Sicherheit und einem besseren Leben  sehnen. Aber was erwarten die Menschen aus muslimisch geprägten Ländern von Europa? Mit welchen Vorstellungen und Wünschen kommen sie zu uns? Und wie kann Kultur dazu beitragen, das Zusammenleben in Europa einvernehmlich und harmonisch zu gestalten? Das sind Fragen, mit denen sich die Journalistin Sineb El Masrar in ihrem Artikel "Wider die Eindimensionalität" für die ifa-Themenreihe "Kann Kultur Europa retten" auseinandersetzt.
Von Sineb El Masrar

Porträtfoto von Edris Joya, einem Journalisten aus Afghanistan

Flucht.Punkt: Ein Internetangebot für Geflüchtete

"Nicht nur die negativen Seiten der Flucht"

ifa | Als Edris Joya 2010 nach Deutschland kam, gab es kaum Medien, in denen er sich über sein neues Zuhause informieren konnte. Kurzerhand gründete er selbst ein Medienangebot für Geflüchtete. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen aus ganz Europa berichtet er heute auf "the voice of refugees" über Themen wie Flucht, Krieg und Europa. Im Interview spricht der afghanische Journalist und Menschenrechtsaktivist über positive Seiten der Flucht, deutsche Medien und seine aktuellen Projekte.
Von Siri Gögelmann

Kristina Flour (CC0 1.0), via Unsplash

Identität durch Sprache

Frei sprechen

kulturaustausch.de | Wie fühlt es sich an, zwischen verschiedenen Kulturen zu leben? Was bedeutet Identität für Migrantinnen und Migranten? Für die bengalisch-französische Autorin Shumona Sinha ist besonders die sprachliche Identität sehr wichtig. Sie hat sich dazu entschieden, ihre Romane auf Französisch zu schreiben – für sie eine bewusste und persönliche politische Geste, die zu einer Form der Emanzipation wurde.
Von Shumona Sinha

CrossCulture Stipendiat Nour Eddine Bellahbib in Stuttgart, Juli 2017. Foto: © ifa/ Kuhnle

CrossCulture Stipendiat über seine Erfahrungen

Migration aus marokkanischer Perspektive

ifa | Als erstes nordafrikanisches Land hat Marokko ein Regularisierungsprogramm gestartet, durch das sich illegale Migranten eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen können. CrossCulture Stipendiat Nour Eddine Bellahbib arbeitet mit diesen Migranten und setzt sich für eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ein. Während eines interkulturellen Workshops in Stuttgart sprach er über seine Arbeit in Marokko und seine Entscheidung, am CrossCulture Programm teilzunehmen.
Interview von Leontine Päßler

Im Gespräch vertieft. Florian Börner und Ahmed Al-Shaikhli arbeiten eng zusammen. Foto: © Sascha Montag, Zeitenspiegel

Porträt

Ein Fall für zwei

ifa | Dieses Wohnzimmer ist so groß, dass der Blick sich verliert. Ein Fußballfeld findet hier Platz – und auch ein paar Dutzend Geflüchtete. Es riecht nach frisch gesägtem Holz und Leim. In dieser Umgebung arbeiteten Florian Börner und Ahmed Al-Shaikhli, ehemalige Stipendiaten des Programms CCP Flucht und Migration. Eine Geschichte über ihre Arbeit in einer Flüchtlingsunterkunft, ihre täglichen Herausforderungen und ihre gemeinsame Suche nach Lösungen.
Von Jan Rübel

Dmitrii Vaccinium (CC0 1.0), via Unsplash.

Buchtipp

Migration – Religion – Identität

ifa | Welche Aushandlungsprozesse finden im Rahmen von Migration statt? Wie werden Identitäten und Zugehörigkeiten konstruiert? Welche Rolle spielen Sprache und Religion bei transnationaler Mobilität? Die Autoren des vorliegenden Sammelbandes erforschen den Alltag und die Lebenswelten von Menschen mit Migrationserfahrungen, thematisieren Spannungen und Konflikte und zeigen Strategien der Abgrenzung und des Dazugehören-Wollens auf.

Seit jeher sind Menschen auf der Flucht – vor Naturkatastrophen und Hunger, vor Krieg und Verfolgung. Doch die aktuellen Zahlen und Fluchtbewegungen nach Europa stellen Politik, Gesellschaft und Kultur vor neue Herausforderungen: Derzeit sind so viele Menschen auf der Flucht wie noch nie. Welche Rolle spielt Kultur im Zusammenhang mit Flucht und Migration? Welchen Beitrag leistet Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik? Diese Fragen begleitet das ifa in seinem Dossier "Flucht und Migration".

Nachrichten / Presse

Fremdenhass gedeiht, wo es keine Fremden gibt

Befragung des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration

tagesspiegel.de | 18.09.2018

ifa-Angebote zu "Flucht. Migration. Kultur"