Martin Roth Symposium

What can culture do?

Speakers

Giorgia Abeltino; Foto: privat

Giorgia Abeltino ist Direktorin für öffentliche Politik bei "Google Arts and Culture" sowie für Frankreich, Italien, Griechenland und Malta. "Google Arts and Culture" entwickelt Projekte in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Museen, kulturellen Einrichtungen und Archiven, um die kulturellen Schätze der Welt online zu präsentieren. Giorgia Interessensschwerpunkt liegt bei dem Zusammenspiel von Gesellschaft, Kultur und Technologie. Sie ist Mitglied des ständigen Ausschusses des Päpstlichen Rates für Kultur des Vatikans mit dem Schwerpunkt Frauen. Außerdem ist sie Vorstandsmitglied von Assinform, dem italienischen Verband von IT-Unternehmen.

Portrait von Suay Aksoy

Suay Aksoy ist Präsidentin des "International Council of Museums" (ICOM). Ihre akademische Laufbahn begann sie im Feld der Politikwissenschaft an der Universität Istanbul. Später unterrichtete sie Kurse für Museumsmanagement und Kulturerbe an der Istanbuler Fine Arts University und der Bogazici University. Sie leitete Museumsprojekte und kuratorische Aktivitäten bei der Türkischen historischen Gesellschaft, später wirkte sie dort als Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin in aufeinanderfolgenden Amtszeiten. Suay Aksoy arbeitete auch als Leiterin für den Bereich Kulturerbe und Museen der Kulturhauptstadtagentur Istanbul 2010. 

Sheikha Al Mayassa Bint Hamad bin Khalifa Al Thani; Foto: privat

Sheikha Al Mayassa Bint Hamad bin Khalifa Al Thani ist im Bereich der formellen und informellen Bildung tätig. Sie ist Vorsitzende von Qatar Museums, Doha Film Institute und Qatar Leadership. Indem sie in einer Vielzahl von Feldern in ihrem Land aktiv ist - von Kultur über Führung, Philanthropie und Bildung – hat sie die Möglichkeit grenzüberschreitende und interdisziplinäre Dialoge zu initiieren. Durch ihre öffentliche Arbeit baut sie eine aufregende kreative Zukunft für Katar auf. Ihr Ziel als Beamtin ist es, in die lokale Gemeinschaft Katars zu investieren und Katars Vielfalt zu feiern. Hierfür setzt sie auf die visuellen Künste als Kommunikationsmittel. Ihre derzeitigen Interessen sind menschliche Entwicklung, kultureller Regionalismus und wirtschaftliches Wachstum. Dabei möchte sie Kultur als Katalysator für Bildung, Dialog und Austausch nutzen. 

Ali Aslan ist TV-Moderator und Journalist, der weltweit bei Nachrichtensendern wie CNN, ABC News, Channel News Asia und Deutsche Welle TV tätig war. Als international gefragter Moderator moderiert Aslan regelmäßig hochkarätige Veranstaltungen weltweit. Er stand bereits unter anderem mit Angela Merkel, Emmanuel Macron und Bill Clinton auf einer Bühne. Aslan absolvierte einen Master in Journalistik und Internationale Beziehungen an der Columbia University in New York sowie den Bachelor in Internationale Politik an der Georgetown University in Washington D.C.

Portrait von Lazare Eloundou Assomo

Lazare Eloundou Assomo ist der derzeitige stellvertretende Direktor der Abteilung für Kulturerbe des UNESCO-Welterbezentrums. Er ist ausgebildeter Konservator und Stadtplaner, spezialisiert auf Architektur und kulturelles Erbe. Bis 2016 war er UNESCO-Leiter und -Vertreter in Mali und koordinierte die Maßnahmen der UNESCO zur Rehabilitierung des kulturellen Erbes und der alten Manuskripte Malis, die durch den bewaffneten Konflikt im Jahr 2012 beschädigt wurden. Lazare Eloundou Assomo war auch einer der Hauptakteure für die Einrichtung des African World Heritage Fund, jetzt ein UNESCO Category 2 Zentrum. Er ist der Autor des Buches "African World Heritage, a remarkable diversity", das 2012 von der UNESCO veröffentlicht wurde.

Paolo Baratta; Foto: La Biennale di Venezia / F. Galli

Paolo Baratta erhielt 2016 zum vierten Mal ein vierjähriges Mandat als Präsident der "La Biennale di Venezia". Derzeit ist er auch Präsident der Philharmonischen Akademie in Rom (seit 2007). Im Jahr 2015 wurde er vom italienischen Kulturminister zum Präsidenten der Auswahlkommission der Direktoren der 20 wichtigsten öffentlichen Museen in Italien ernannt. Nach seinem Studium der Ingenieurswissenschaften am Mailänder Politecnico und der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Cambridge hat er Studien und Forschungen zur Industrie- und Entwicklungsökonomie und zum Finanzsystem durchgeführt und veröffentlicht. Er ist Mitglied der italienischen Wirtschaftsgesellschaft. 

Sarah Bergh; Foto: Steffen Bugs

Sarah Bergh ist seit 2015 im Fachbereich Politische Bildung am Pädagogischen Institut der Landeshauptstadt München tätig. Sie studierte Pädagogik, Psychologie und Theaterwissenschaften sowie Marketing und Kulturmanagement in München. Zunächst arbeitete sie für zahlreiche Theater-, Tanz- und Performancefestivals. Seit 2002 konzipiert und realisiert sie freiberuflich Kunst- und Kulturprojekte. Außerdem entwickelt und realisiert sie seit 2003 Bildungsformate und künstlerische Projekte. Schwerpunkt bildet die politische Bildungsarbeit, insbesondere mit den Themen Migrationspädagogik, Menschenrechte, Diskriminierung/Rassismus und Selbstbehauptung/Empowerment. 

Andreas Beyer; Foto: privat

Andreas Beyer ist Professor für Kunstgeschichte an der Universität Basel, Kunstkritiker und Kurator. Von 2009 bis 2014 war er Direktor des "Centre Allemand d'Histoire de l'Art" in Paris. Er ist Sprecher des internationalen Forschungsprojekts "Bilderfahrzeuge - Aby Warburgs Vermächtnis und die Zukunft der Ikonologie" am Warburg Institute London, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Dieses Projekt untersucht die Migration von Bildern, Objekten, Waren und Texten - kurz: die Migration von Ideen in einem breiten historischen und geografischen Kontext. 

Jennifer Sarah Boone; Foto: privat

Jennifer Sarah Boone ist Moderatorin und Sprecherin. Nachdem sie als Nachrichtensprecherin und Redakteurin bei dem Sender Wack Radio in Trinidad und Tobago gearbeitet hatte, war sie bei dem Online-Fernsehkanal Reelkandi TV tätig. Weiter moderierte sie bei einer Vielzahl von Events und Festivals. Heute arbeitet die Britin mit Wurzeln in Trinidad & Tobago als Reporterin, Interviewerin und Moderatorin für Events, TV, Konferenzen und Messen und leiht ihre Stimme E-Learnings, Audioguides, Imagefilmen und der Werbung. 

David Chipperfield; Foto: privat

David Chipperfield gründete sein Architekturbüro im Jahr 1985. Mit Geschäftsstellen in London, Berlin, Mailand und Shanghai entwickelte die Kanzlei eine internationale Gesellschaft, die Kultur-, Wohn-, Gewerbe- sowie Freizeit- und Bürgerprojekte umfasst. Seine kulturellen Projekte reichen von Privatsammlungen wie dem Museo Jumex in Mexico City bis zu öffentlichen Einrichtungen wie dem Neuen Museum in Berlin oder der Royal Academy of Arts in London. Zu den laufenden Projekten in Berlin zählen die James-Simon-Galerie auf der Museumsinsel und die Sanierung der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe. 

Nico Daswani; Foto:privat

Nico Daswani ist Vorstand für Kunst und Kultur beim Weltwirtschaftsforum. Er und sein Team arbeiten mit Künstlern, Kulturinstitutionen, Medien und Sektorengrenzen zusammen, um Filme, Tourneen, Ausstellungen und Debatten zu produzieren. Diese sollen einen Kreis von führenden Persönlichkeiten im Kulturbereich bilden, die mit ihrem Einfluss auf das Weltwirtschaftsforum einen Kulturwandel herbei führen können. Kürzlich hat er die Emmy-preisgekrönte Virtual-Reality-Dokumentation "Collisions" von Lynette Wallworth in Auftrag gegeben und die erste internationale Tournee des Afghan Woman's Orchestra durchgeführt. Nico produzierte bereits Festivals und Residenzen mit Organisationen wie der Asiatisch-Amerikanischen Kunst-Allianz, der Smithsonian Institution und dem UCLA Center for Intercultural Performance. 

Geraldine de Bastion; Foto: privat

Geraldine de Bastion ist Politologin und berät öffentliche Institutionen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen zum strategischen und innovativen Einsatz digitaler Technologien und neuer Medien. Sie arbeitet mit Bloggern und Aktivistinnen zu Themen der Internet- und Medienfreiheit. De Bastion ist Mitgründerin der Konnektiv GmbH sowie Gründerin des "Global Innovation Gathering", einem globalen Netzwerk für digitale und soziale Innovation. Seit 2012 ist sie Teil des Kuratorinnen-Teams der re:publica, Europas größter Konferenz zum Thema Internet und Gesellschaft.

Mareile Flitsch; Foto: privat.

Mareile Flitsch ist Direktorin des Völkerkundemuseums der Universität Zürich und Leiterin des Lehrstuhls für Ethnologie. Ihre Schwerpunkte sind Anthropologie der Technologie und materielle Kultur. Die Sinologin und Anthropologin studierte in Deutschland, Frankreich und China. An der TU Berlin leitete sie mehrere Forschungsprojekte. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen bei Alltagstechnologien und praktischer Wissensvermittlung. Das Universitätsmuseum leitet sie mit einem ganzheitlichen Museumskonzept, das sich auf Kompetenz, Museumskooperationen und Austausch von Kulturerbe konzentriert. 

Catherine Flood; Foto: privat

Catherine Flood ist Kuratorin für Grafik in der Wort- und Bildabteilung des Victoria and Albert Museums, spezialisiert auf Design und Politik. 2014 war sie Co-Kuratorin von "Disobedient Objects", einer richtungsweisenden Ausstellung im V & A über Kunst und Design von sozialen Basisbewegungen. Sie hat zu einer Reihe von Themen publiziert, von der Geschichte des Plakats bis hin zu weiblichen Illustratoren des 19. Jahrhunderts. Derzeit erforscht sie, wie sich Künstler und Designer mit der Politik des Essens auseinandersetzen.

Andreas Görgen; Foto: privat

Andreas Görgen ist Leiter der Abteilung Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt. Er startete seine Laufbahn nach seinem Jurastudium 1996 am Berliner Ensemble und war viele Jahre grenzüberschreitend zwischen Deutschland und Frankreich sowohl im Bereich Kultur als auch in der Industrie tätig. Nach einem absolvierten Stipendium bei der französischen Ecole Nationale d'Administration wechselte er in den Bereich Filmfinanzierung der öffentlichen Hand. Auf Stationen in der Europaabteilung im Bundeskanzleramt und im Auswärtigen Amt unter Bundesaußenminister Steinmeier folgten 2009 und 2011 Führungspositionen im Energiesektor bei der Siemens AG in Frankreich und Südwesteuropa. 2014 kehrte er wieder ins Auswärtige Amt zurück.

Dimitri Hegemann; Foto: Marie Staggat

Dimitri Hegemann versteht sich als Entdecker von Räumen. Teil seines Schaffens sind unter anderem das nonkonforme Atonalfestival und der legendäre Techno Club Tresor. In den letzten Jahren widmete er sich vergessenen industriellen Räumen. Dabei transformierte er technische Bauwerke in einen lebendigen Kulturraum. Sein besonderes Engagement gilt der Stadt Detroit. Dort organisierte Hegemann in den letzten 6 Jahren erfolgreich zahlreiche Konferenzen zum Thema Einfluss von Kunst und Kultur auf die Stadtentwicklung. Heute arbeitet er insbesondere an der Initiative "Happy Locals", die Konzepte und Strategien für kleine und große Gemeinden entwickelt, um die Abwanderung junger Menschen zu mildern. 

Michele Henery; Foto: privat

Michelle Henery ist eine in den USA geborene Journalistin, die seit fast 20 Jahren im Ausland lebt. Sie arbeitete bereits für führende Nachrichtenagenturen in ganz Europa: Von Reuters in Paris und The Times of London bis zu Al Jazeera English. Zurzeit ist sie Moderatorin und Nachrichtensprecherin für den deutschen internationalen Sender Deutsche Welle. Während ihrer journalistischen Laufbahn hat sie sich immer für die Komplexität von Identität in der heutigen Gesellschaft interessiert und insbesondere Repräsentation und Kultur in den USA und Europa untersucht. 

Markus Hilgert; Foto: Goetz Schleser

Markus Hilgert ist Generalsekretär und Geschäftsführer der Kulturstiftung der Länder. Als Experte für Altorientalistik war Hilgert von 2014 bis 2018 Leiter des Vorderasiatischen Museums im Pergamonmuseum Berlin. Von 2007 bis 2014 war er Professor für Altorientalistik (Assyriologie) an der Universität Heidelberg. Hilgert ist Koordinator des nationalen transdisziplinären Forschungsverbundes ILLICID mit dem Schwerpunkt auf dem illegalen Verkehr von Kulturgütern in Deutschland, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Er war unter anderem Gründungsdirektor des "Heidelberg Center for Cultural Heritage" der Universität Heidelberg und des "Center for Digital Cultural Heritage in Museums" (CEDICUM) der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. 

Kurt Hübner ist Professor am Institut für Politikwissenschaft der University of British Columbia und Leiter des Jean-Monnet-Lehrstuhls für europäische Integration und globale politische Ökonomie. Er promovierte in Wirtschaft und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er ist Experte für europäische Integration im Kontext der globalen politischen Ökonomie. Seine Arbeit konzentrierte sich in den letzten Jahren auch auf handelspolitische Fragen. Kurt Hübner war Gastprofessor unter anderem an der University of Birmingham, der Hebrew University in Jerusalem, der National University in Singapur, dem Science Po in Grenoble, LUISS in Rom und an der Waseda-Universität in Tokio. 

Sunil Khilnani; Foto: privat

Sunil Khilnani ist Avantha Professor und Direktor des India Institute am King's College in London. Er war früher Starr Foundation Professor an der School of Advanced International Studies der John Hopkins Universität in Washington D.C. Sunil Khilnani war Fellow des Christ's College, Cambridge, des Woodrow Wilson Centre, des Wissenschaftskollegs in Berlin und der American Academy in Berlin. Zu Khilnanis Veröffentlichungen gehören "Arguing Revolution - The Intellectual Left in Postwar France" (1993) und "The Idea of India" (2017). Sein jüngstes Buch ist "Incarnations - A History of India in Fifty Lives" (2016), das seine 50-teilige BBC Radio-Serie begleitet. 

Koyo Kouoh. Foto: privat

Koyo Kouoh ist die Gründungsdirektorin der RAW Material Company. 2018 nimmt sie an der 57. Ausgabe des Carnegie International- einem Kunstfestival des Carnegie Museums of Art in Kunstfestivals teil. Vertreten ist sie dort mit der Ausstellung Dig Where You Stand - einer Ausstellung innerhalb der Ausstellung basierend auf der Sammlung des Carnegie Museum of Art. Mit Rasha Salti kuratierte Koyo Kouoh kürzlich Saving Bruce Lee – Afrikanischer und arabischer Film in Zeiten sowjetischer Kulturdiplomatie im Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Zuvor war sie Kuratorin zahlreicher Ausstellungen, darunter das 1:54 FORUM, und das Bildungsprogramm der Contemporary African Art Fair in London und New York.

Portrait von Mateo Kries

Mateo Kries ist seit 2011 Direktor des Vitra Design Museums. Seine Tätigkeit dort begann er 1995 nach einem Volontariat im Museum für Berberkultur in Marrakesch. Im Vitra Design Museum verantwortete er bereits zahlreiche Ausstellungen und Publikationen, darunter Projekte über Schlüsselfiguren in Design und Architektur. Mateo Kries war Mitbegründer des Berliner Festivals "Designmai" und war Mitglied in Jurys für den Design of the Year Award des Designmuseums London, den Architizer Award und den Frame Award. 2010 veröffentlichte er das Buch "Total Design – Die Inflation moderner Gestaltung". Letztes Jahr wurde Kries zum Honorarprofessor an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe ernannt.

Portrait von Jonathan Ledgard

J.M. (Jonathan) Ledgard ist ein führender Befürworter des planetarischen Schreibens und ein einflussreicher Denker für Technologie, Risiko und Natur. Seinen Master in Geschichte absolvierte er an der University of St. Andrews. Ledgard war von 1995 bis 2012 Außenpolitik- und Kriegskorrespondent für The Economist. Von 2012 bis 2017 war er Leiter eines interdisziplinären Futuristenlabors an der École polytechnique fédérale de Lausanne. Er hat Pionierarbeit im Bereich der Robotik und Blockchain geleistet und lehrte unter anderem an der ETH, dem Imperial College, dem Massachusetts Institute of Technology und dem Institute of Advanced Studies. Ledgard erfand das Frachtdrohnen- und Droneport-Konzept für Afrika zusammen mit Norman Foster als Designleiter und präsentierte das Konzept auf der Biennale 2016 in Venedig. Derzeit arbeitet er an fortgeschrittenen Technologie- und Naturkapitalprojekten und ist Gastprofessor für künstliche Intelligenz an der Tschechischen Technischen Universität in Prag.

Wayne Modest; Foto: privat

Wayne Modest ist Leiter des Forschungszentrums für Materielle Kultur, ein Forschungsinstitut des Tropenmuseums, Museum Volkenkunde, Afrika Museum und Werldmuseum. Er ist auch Professor (bei besonderen Anstellung) für Materielle Kultur und Kritischer Kulturerbeforschung an der Fakultät für Geisteswissenschaften an der Vrije Universiteit Amsterdam. Zuvor war Modest Leiter der kuratorischen Abteilung des Tropenmuseums in Amsterdam. Er war Verantwortlicher des Bereichs Anthropologie am Horniman Museum in London und Direktor der Museen für Geschichte und Ethnographie in Kingston, Jamaika. Zu seinen jüngeren Publikationen gehören Victorian Jamaica, Tim Barringer (Duke University Press, 2018) und Anxious Politics in Postcolonial Europe mit Anouk de Koning (American Anthropologist). 

Mohsen Mostafavi; Foto: privat

Mohsen Mostafavi ist Dekan sowie Alexander und Victoria Wiley Professor für Design an der Harvard Graduate School of Design. Als Architekt und Pädagoge konzentriert sich seine Arbeit auf Arten und Prozesse der Urbanisierung und auf die Schnittstelle zwischen Technologie und Ästhetik. Mostafavi ist der Autor und Herausgeber vieler Bücher wie "Nicholas Hawksmoor: The London Churches" (2015); "Portman's America & Other Speculations" (2017) und "Ethics of the Urban: The City and the Spaces of the Political" (2017). 

Wim Pijbes; Foto: Vincent Mentzel

Wim Pijbes ist seit 2017 Direktor der philanthropischen Stiftung "Stichting Droom en Daad". Er ist Kunsthistoriker und emeritierter Generaldirektor des "Rijksmuseums" in Amsterdam. Seine Initiativen umfassen die Umgestaltung und Wiedereröffnung des Museums im April 2013. Durch sein Engagement wurde das "Rijksmuseum" zum weltweit größten Museum im Internet. Während seiner Amtszeit wurde das Museum zum Europäischen Museum des Jahres erklärt. Wim Pijbes ist Inhaber der Humanitas Professur für Kunstgeschichte an der Universität Cambridge, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Droog Design, Vorstandsmitglied des Museums Voorlinden, Treuhänder der European Fine Art Fair und Vorstandsmitglied der Rembrandt-Gesellschaft. 

Chen Ping; Foto: privat

Chen Ping ist Kulturrat der chinesischen Botschaft in Berlin. Anfang der achtziger Jahre studierte er Germanistik an der "Beijing Foreign Studies University" und begann seine Karriere direkt nach dem Studium im Kulturministerium Chinas. Seit vielen Jahren ist er verantwortlich für die kulturellen Beziehungen zwischen China und westeuropäischen, insbesondere deutschsprachigen Ländern und hat mehr als 15 Jahre lang bei den chinesischen Botschaften in der Schweiz und in Deutschland gearbeitet. In der letzten Zeit kuratierte und organisierte er viele große Festivals chinesischer Kultur in Europa. Chen Ping erhielt 2007 den "Honorary Award of the Republic of Italy" und er wurde 2008 mit dem Titel Goethe-Kulturbotschafter vom Goethe-Institut Peking geehrt. 

Sophia Prinz; Foto: privat

Sophia Prinz ist Gastprofessorin für Theorie der Gestaltung an der Universität der Künste Berlin. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Vergleichende Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Sie ist außerdem Koordinatorin und wissenschaftliche Leiterin des Verbundprojekts des Bundesministeriums für Bildung und Forschung "Mobile Welten. Zur Migration von Dingen in transkulturellen Gesellschaften" (2015-2018). Neben ihrer universitären Tätigkeit ist sie seit 2013 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Johann Jacobs Museum in Zürich tätig. 

Ulrich Raulff; Foto: Constant Formé-Bècherat

Ulrich Raulff ist designierter Präsident des ifa. Er studierte Philosophie und Geschichte und promovierte im Jahr 1977. Danach arbeitete er viele Jahre als freier Übersetzer. 1995 habilitierte er als  Professor für Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1994 bis 2001 war er Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ab 1997 Ressortchef und von 2001 bis 2004 Leitender Redakteur im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Seit November 2004 bis Ende 2018 ist er Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Er ist unter Anderem Mitglied im Präsidium des Goethe-Instituts, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, des PEN-Zentrums Deutschland und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. 

Portrait von Tim Reeve

Tim Reeve ist seit 2013 stellvertretender Direktor und Chief Operating Officer des Victoria and Albert Museums (V&A). Er hat einen Abschluss in Alte Geschichte des Colleges "Royal Holloway" der University of London und studierte am Institut für Archäologie (UCL) und am Internationalen Executive Programm von INSEAD. Als die V&A-Galerie im neuen Design-Museum in Shenzen ins Leben gerufen wurde, war er Leiter der V&A-Unterstützung der China Merchant's Group. Tim Reeve ist an der Erföffnung von V&A East beteiligt - ein dynamisches neues Museum im Queen Elizabeth Olympic Park in East London. Bevor er zu V&A kam, war er Direktor der historischen Immobilien bei English Heritage. Tim Reeve ist auch Treuhänder des Canal & River Trust und "Paintings in Hospitals".

Zhao Rong; Foto: privat

Zhao Rong ist die stellvertretende Direktorin der "Design Society" in Shenzhen, China. Sie hat einen Abschluss in Kunstgeschichte der "Central Academy of Fine Arts" in Peking sowie des "Williams Colleges" und der "University of Chicago" in den USA. Die "Design Society" wird von der China Merchants Group, einem großen staatlichen Unternehmen in China, als Pilotprojekt gefördert, um dem Unternehmen eine neue kulturelle Ausrichtung zu geben. Seit 2012 führt sie das Projekt und leitete die Partnerschaft mit dem V&A Museum in die Wege. In ihrer aktuellen Rolle leitet sie die Partnerschaft und Programmplanung der "Design Society". Sie ist außerdem stellvertretende Generalsekretärin der "Shenzhen Art and Design Alliance". 

Bill Sherman; Foto: privat

Bill Sherman ist Direktor des Warburg Instituts und Professor für Kulturgeschichte an der "School of Advanced Study" der University of London. Er arbeitete mit Martin Roth am Victoria and Albert Museum, wo er Direktor für Forschung und Sammlungen war. Dort dort leitete er die Gründung des von Mellon finanzierten V & A Research Institutes VARI. In Shermans Forschungsarbeit fließt sein Interesse für Bibliotheken und Archive ein und die Frage wie Objekte über Zeit und Raum hinweg kommunizieren. Er ist vor allem für seine Arbeit zur Geschichte des Lesens bekannt. In seinen aktuellen Projekten erforscht er die Schnittstelle zwischen Wort und Bild, Wissen und Macht sowie die Frühe Moderne und die Moderne.

Mikhail Shvydkoy; Foto: privat

Mikhail Shvydkoy ist seit 2008 der Sondergesandte für internationale kulturelle Zusammenarbeit des Präsidenten der Russischen Föderation. Er promovierte über Theatergeschichte am Moskauer Nationalen Institut für Kunstwissenschaften. Mikhail Shvydkoy ist Professor an der Fakultät für Ausländisches Theater der Russischen Akademie für Theaterkunst sowie Professor und Mitglied des Akademischen Rats der Staatlichen Lomonossow-Universität Moskau. Zuvor war er unter anderem Leiter der Föderalen Agentur für Kultur und Kinematographie (2004-2008), Kultusminister (2000-2004), Vorsitzender der Allrussischen Staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft (1998-2000) sowie Stellvertretender Kultusminister (1993-1997).

Stefan Simon; Foto: privat

Stefan Simon ist Direktor für globale Kulturerbe-Initiativen an der Yale University. Der Konservierungswissenschaftler promovierte an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Chemie. Er war Direktor des Rathgen Forschungslabors an den Staatlichen Museen zu Berlin und Mitglied und Vizepräsident des Rates des "International Centre for the Study of the Preservation and Restoration of Cultural Property" (ICCROM). Er ist derzeitiger Präsident des "International Council on Monuments and Sites" (ICOMOS). Simon ist der Gründer und ehemalige Direktor des Privatlabors KDC Konservierung & Denkmalpflege Cons. in Olching, Deutschland. 

Portrait von Christoph Thun-Hohenstein

Christoph Thun-Hohenstein ist seit 2011 Generaldirektor und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Österreichischen Museum für angewandte Kunst/ Gegenwartskunst (MAK). Für das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten der Republik Österreich hatte er Auslandsposten in Abidjan, Genf und Bonn inne. Von 1999 bis 2007 war er Direktor des Austrian Cultural Forum New York, danach fungierte er als Geschäftsführer von departure, der Kreativagentur der Stadt Wien. Christoph Thun-Hohenstein ist außerdem Leiter der Vienna Biennale, die er 2015 initiiert hat. Er hat Ausstellungen zeitgenössischer Kunst kuratiert und übt regelmäßig Jury-Tätigkeiten aus. 

Zelfira Tregulova; Foto: ifa

Zelfira Tregulova ist Kunsthistorikerin und Generaldirektorin der Staatlichen Tretjakow-Galerie. Sie kuratierte verschiedene internationaler Projekte wie "Amazons of Avantgarde", "Russia!" und "Sozialistische Realismen". Zelfira Tregulova erhielt ein Ehrendiplom des Ministeriums für Kultur der Russischen Föderation. Für die Organisation des Jahres der italienischen Kultur und der italienischen Sprache in Russland wurde sie mit dem "Orden des Sterns von Italien" ausgezeichnet. Sie erhielt außerdem den Verdienstorden "Pro Merito Melitensi".

Portrait von Pepe Serra Villalba

Pepe Serra Villalba ist seit 2012 Direktor des Museu Nacional d'Art de Catalunya, Barcelona. An der der Universitat Autònoma de Barcelona erlangte er seinen Bachelor of Arts in Kunstgeschichte. Er war unter anderem Direktor des Museums Picasso Barcelona (2006 bis 2011) und stellvertretender Direktor für Museen und Kulturerbe am Kulturministerium der Regierung von Katalonien (2005 bis 20006). Pepe Serra Villalba ist in mehrere akademische und pädagogische Programmen in Bezug auf Museen und Kulturmanagement involviert. So ist er Co-Direktor und Professor für Museumsstudien an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona und Co-Direktor der beiden Editionen des Museum Management Seminars der Johns Hopkins Universität in Barcelona. 

Johannes Vogel; Foto: Hwa Ja-Goetz

Johannes Vogel ist Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin, einem Forschungsmuseum der Leibniz Gemeinschaft. Außerdem ist er Professor für Biodiversität und Wissenschaftsdialog an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er studierte Genetik an der University of Cambridge und arbeitete danach am Natural History Museum London, wo er von 2004 – 2011 "Keeper of Botany" war. Er ist Vorsitzender der "European Citizen Science Association" und der "Open Science Policy Platform" der Europäischen Kommission. In all seinen Funktionen macht sich Johannes Vogel sehr für Transfer aus der Wissenschaft stark und setzt sich für eine Öffnung von Wissenschaft zur Gesellschaft ein. 

Benita von Maltzahn; Foto: privat

Benita von Maltzahn ist als "Director Global Corporate Citizenship" für das kulturelle und gesellschaftliche Engagement des Volkswagen Konzerns verantwortlich. Die Papierrestauratorin und studierte Kunsthistorikerin begann ihre berufliche Laufbahn im Kommunikationsbereich. Nach leitenden Tätigkeiten in den Kommunikationsressorts wechselte sie 2011 in die Volkswagen Aktiengesellschaft. Der Fokus ihrer Arbeit liegt dort bei der Stärkung von Initiativen, die kulturelle Bildung und gesellschaftliche Wertevermittlung ermöglichen. Hierzu arbeitet sie aktiv mit internationalen Institutionen und Akteuren aus Kunst und Kultur zusammen. So ist der Wolfsburger Konzern seit sieben Jahren Partner des New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) sowie des MoMA PS1.

Sigrid Weigel; Foto: privat

Sigrid Weigel war Direktorin des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung in Berlin, das sie in ein Forum für interdisziplinäre Kulturwissenschaft transformiert hat. Ihre Forschungen erschließen die kulturellen, historischen und epistemischen Voraussetzungen aktueller Probleme. Dazu gehören unter anderen die Pluralität Europäischer Kulturen, die "Kulturnation" sowie Figuren des Märtyrers in verschiedenen Religionen und die Dialektik der Säkularisierung. Bei Projekten über Empathie und Erbe baut sie Brücken zwischen Natur- und Geisteswissenschaft. Zurzeit arbeitet sie an einer ifa-Studie zur Frage "postnationaler" Kulturpolitik.

Mariët Westermann beaufsichtigt die Fördermittelvergabe und die Forschung bei der "Andrew W. Mellon Foundation". Seit sie 2010 der Stiftung beigetreten ist, hat sie Initiativen ins Leben gerufen, die den Zugang zu Kunst und Kultur erweitern, Innovationen fördern, die Bewahrung des kulturellen Erbes stärken und gefährdete Wissenschaftlerinnen und Künstler unterstützen. Im Jahr 2015 gab sie eine Studie über die Vielfalt in Kunstmuseen in Auftrag. Bevor sie der Stiftung beitrat, war sie Gründungsdirektorin der New York University Abu Dhabi und Direktorin des "Institute of Fine Arts" an der New York University. Westermann hat viel zur Geschichte der niederländischen Kunst publiziert und ist außerdem Treuhänderin des "Institute of International Education" und dessen "Scholar Rescue Fund". 

Gerhard Wolf; Foto: privat

Gerhard Wolf ist Direktor des Kunsthistorischen Instituts am Max-Planck-Institut in Florenz. Er promovierte 1989  in Heidelberg und habilitierte sich 1994 in Berlin. Von 1998 bis 2003 hatte er den Lehrstuhl für Kunstgeschichte in Trier inne. Er hatte Gastprofessuren in Buenos Aires, Rom, Harvard, Chicago, Delhi, Istanbul und Zürich. Seit 2008 ist er Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und des Wissenschaftsrates. Als Kurator verschiedener Ausstellungen ist er Co-Direktor eines Fellowship-Programms mit den Berliner Museen.

Portrait von Ma Yansong

Ma Yansong ist derzeit Professor an der Universität für Bauingenieurwesen und Architektur in Peking sowie außerordentlicher Professor an der Universität von Südkalifornien und an der Tsinghua-Universität. Der in Peking geborene Architekt ist Gründer und Hauptpartner von MAD Architects. Viele Designs von Ma Yansong folgen seiner "Shanshui City" Philosophie - der Vision, durch Architektur ein neues Gleichgewicht zwischen Gesellschaft, Stadt und Umwelt zu schaffen. Als Ma Yansong diese Idee durch seine internationale Praxis erarbeitete, schuf er eine Reihe fantasievoller Werke, darunter die Absolute Towers, Chaoyang Park Plaza, Harbin Opera House und das Ordos Museum. Im Jahr 2014 wurde Ma Yansong zum Hauptdesigner des Lucas Museum of Narrative Art gewählt.