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Ausstellungsraum mit großem Foto einer Synagoge und Schrifttafel
​Blick in die Ausstellung; © ifa

Synagogen in Deutschland: Eine virtuelle Rekonstruktion

Stadtmuseum | Paderborn | 30.03.2019 30.06.2019

Ausstellung | Neue Einblicke in die Geschichte der Zerstörung von Synagogen: Die Ausstellung macht deutsche Synagogen aus 17 Städten, die während der NS-Zeit zerstört wurden, virtuell wieder sichtbar und verdeutlicht so den damit einhergehenden kulturellen Verlust. Dadurch wird die bauhistorische Bedeutung der Bauwerke in Erinnerung gerufen, die Teil deutscher Städte und Straßenbilder waren – Teil der deutschen Kultur.

Das Projekt geht der Frage nach, wie mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnologie neue Formen des kulturellen Gedächtnisses gebildet werden können. Seit 1995 rekonstruiert das Fachgebiet Informations- und Kommunikationstechnologie (IKA) mittels Computertechnik Synagogen, die 1938 von den Nazis zerstört worden sind. Das Projekt geht zurück auf eine studentische Initiative im Jahre 1994 – einem Zeitpunkt, da in Deutschland Ausländerfeindlichkeit und antisemitische Äußerungen, unter anderem mit einem Brandanschlag auf die Lübecker Synagoge, sichtbar zunahmen. Über 60 Studierende der TU-Darmstadt haben bisher unter der Leitung von Dr.-Ing. Marc Grellert, an den Rekonstruktionen gearbeitet und durch ihren Einsatz das Projekt zum Erfolg getragen.

Die Zerstörung der Paderborner Synagoge

1882 weihte die jüdische Gemeinde mit Beteiligung der Öffentlichkeit eine neue Synagoge mitten in der historischen Altstadt ein – ein sichtbares Zeugnis der Integration in die Stadtgesellschaft. Sie war bis zur Pogromnacht das Zentrum der etwa 300 Personen starken jüdischen Gemeinde. In der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland mehr als 1.000 Synagogen zerstört, Häuser geplündert und Menschen in Konzentrationslager verschleppt. So auch in Paderborn, wo sich eine Menschenmenge versammelte und zusah, wie SS-Männer die Synagoge in Brand setzten. Die anwesende Feuerwehr verhinderte lediglich das Übergreifen des Feuers auf die Nachbarhäuser. Wenige Wochen später wurde die ausgebrannte Ruine abgebrochen. Heute erinnert ein Mahnmal an das Geschehen und die ermordeten Paderborner Juden.

Die Ausstellung wurde vom ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) organisiert und mit finanzieller Unterstützung der Deutsche Bank Stiftung realisiert.

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