Generative KI partizipativ und intersektional gestalten durch "AI of the Commons"
Dieser Bericht untersucht die Möglichkeit, Künstliche Intelligenz (KI) durch das Konzept „AI as a cultural commons" („KI als kulturelles Gemeingut“) inklusiver und partizipativer zu gestalten. Er schlägt einen praktischen Ansatz für Kulturtätige vor, um aktuelle KI-Systeme zu dekolonisieren, indem sie Einfluss auf die Repräsentation in generativer KI nehmen. Anhand einer Fallstudie aus Südkorea wird eine Perspektive auf die KI-Entwicklung außerhalb Nordamerikas und Europas aufgezeigt und demonstriert, wie die KI-Entwicklung stark von patriarchalischen Normen beeinflusst wird (und diese verstärkt), und wie sie mit neokolonialer Logik funktioniert. Die Autor:innen schlagen vor, wie Laien/Nicht-Technikexperten befähigt werden können, den digitalen Raum aus einer feministischen und dekolonialen Perspektive kritisch zu reflektieren. Außerdem wurde ein Training Toolkit entwickelt, mit dem Nicht-Experten experimentieren und lokal KI-Modelle trainieren können, um alternative, inklusivere Narrative zu generieren, die sich von den Versionen unterscheiden, die durch die Vorurteile der bestehenden kommerziell verfügbaren KI-Modelle reproduziert werden.
Was ist „KI als kulturelles Gemeingut”? Welche politischen Maßnahmen und sozialen Infrastrukturen müssen vorhanden sein, um die KI-Entwicklung durch diesen Ansatz inklusiver und partizipativer zu gestalten? Wie können Akteur:innen in den internationalen Kulturbeziehungen konkret dazu beitragen, „KI als kulturelles Gemeingut” zu verwirklichen? Welche konkreten Initiativen und Ideen können politische Entscheidungsträger:innen, Kulturinstitutionen, und Aktivisten für digitale Rechte umsetzen, um partizipative Prozesse bei der Gestaltung und Entwicklung von KI zu unterstützen? (Englisch)
