Henrike Naumann, Foto: Victoria Tomaschko

Wir trauern um Henrike Naumann

Mit großer Betroffenheit und Trauer nimmt das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen Abschied von Henrike Naumann, einer außergewöhnlichen Künstlerin und Persönlichkeit, die am 14.02.2026 nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben ist. Unser herzlichstes Beileid und tiefes Mitgefühl gelten in diesen schweren Zeiten ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden. Ihr Tod hinterlässt eine schmerzhafte Lücke – nicht nur in der Kunstwelt, sondern auch in unserer Arbeit als Institution im internationalen Kunstaustausch.

Henrike Naumann, geboren 1984 in Zwickau (DDR), gehörte zu jener Generation deutscher Künstlerinnen, die in einem Spannungsfeld von politischer Realität, lokaler Verortung, kultureller Eigenständigkeit und internationalem Anspruch eine einzigartige künstlerische Stimme entwickelte.

Henrike Naumann vertritt dieses Jahr zusammen mit Sung Tieu den Deutschen Pavillon auf der 61. Kunstbiennale in Venedig. Kuratorin ist Kathleen Reinhardt. Diese Ausstellung markiert für Naumann eine der wichtigsten Stationen ihres künstlerischen Schaffens. Es war ihr wichtig, die Arbeit konzeptionell zu vollenden und fertig zu stellen, damit sie gemäß Naumanns künstlerischer Vision in Venedig umgesetzt wird.

Das ifa war Henrike Naumann über viele Jahre eng verbunden. Ihre Arbeiten sind u.a. in der Tourneeausstellung EVROVIZION zu sehen, einem kollaborativen Projekt, das seit 2021 vor allem in den östlichen Regionen Europas zu sehen ist. Ihr Gespür mit starker ästhetischer Bildsprache auf konkrete geopolitische Dynamiken zu reagieren und Kunst als Brücke zwischen Kulturen zu denken, zeigte sich immer wieder.  

Mit Henrike Naumann verlieren wir nicht nur eine bedeutende Vertreterin der deutschen Gegenwartskunst, sondern auch eine warmherzige, wache und hoch engagierte Persönlichkeit. Ihr Vermächtnis lebt weiter – in ihren Werken, in den zahlreichen internationalen Kooperationen, die sie angestoßen hat, und in den vielen Menschen, die durch ihr Denken und Schaffen inspiriert wurden.

In tiefer Dankbarkeit und Verbundenheit.  

Das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen 


Über das ifa 

Das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen schafft mit seiner Arbeit in Kunst und Zivilgesellschaft weltweit Verständnis und Vertrauen zwischen Menschen. Es fördert demokratische Zivilgesellschaften und setzt sich ein für Freiheit in Kunst und Wissenschaft sowie für Meinungsfreiheit. Das ifa bringt sein internationales Wissen und seine Netzwerke in Kunst und Kultur, Politik und Gesellschaft in Debatten ein und erweitert Perspektiven – in Deutschland und weltweit. Das ifa wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium des Innern, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.

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