Man sieht einen Banner für die ifa Tourneeausstellung Dreaming Beyond AI. Es ist eine pinke Seifenblase mit dem Text Dreaming Beyond AI zu sehen. Der Hintergrund ist hellblauer Himmel.

Welche Auswirkungen hat Künstliche Intelligenz auf Ungleichheiten?

Kollektivprojekt DREAMING BEYOND AI auf der re:publica24. Gruppenausstellung "Im Loop – Über künstliche Intelligenz und Zeit" vom 27.05. - 29.05.24 und Gespräch über das Projekt am 28.05.24 auf der re:publica24 in Berlin.

Berlin, 28.05.2024 – Das in Kooperation mit dem ifa – Institut für Auslandsbeziehungen initiierte, multidisziplinäre und webbasierte Kollektiv­projekt DREAMING BEYOND AI präsentiert sich auf der re:publica24 in Berlin, der europaweit größten Konferenz zur digitalen Gesellschaft. Das Kollektivprojekt bringt Künstler:innen, Forscher:innen, Aktivist:innen und politische Entscheidungsträger:innen zusammen, um neue Erzählformen und Visionen rund um Künstliche Intelligenz (KI) zu schaffen.  

Ziel des Projekts ist es, die Auswirkungen von KI-Technologien auf Ungleichheiten zu verstehen und gängige KI-Erzählweisen sowie auferlegte Zukunftsvisionen in Frage zu stellen. Bisher verstärken KI-Technologien bestehende Ungerechtigkeiten und Diskriminierung. Auch Entscheidungsprozesse werden zunehmend an algorithmische Systeme ausgelagert – bei der Polizei und vor Gericht, in Schulen und in Bewerbungsverfahren, bei Behörden, an Grenzübergängen und anderswo. DREAMING BEYOND AI hinterfragt sowohl die Art und Weise, wie KI genutzt wird, als auch die gesellschaftlichen Strukturen, die dahinterstehen.  

Das Projekt interpretiert zudem das seit vielen Jahren am ifa etablierte Format der Tourneeausstellungen neu und versucht, innovative und flexible künstlerische Praktiken in ihren verschiedenen Formen (digital und physisch) zu ermöglichen. 

DREAMING BEYOND AI auf der re:publica24

 

27.05. bis 29.05.2024, Stage 10 – Installation  

Wie werden Zeit und Zeitlichkeit im Zusammenhang mit KI-Systemen erlebt? Wer spart mit KI Zeit und wessen Zeitressourcen schrumpfen? Welche Vergangenheiten werden durch KI fortgeschrieben? 

Die Gruppenausstellung "Im Loop – Über künstliche Intelligenz und Zeit" zeigt Arbeiten der Künstler:innen der DREAMING BEYOND AI-Residenz Hiba Ali, Dera Luce, Bretas, Noam Youngrak Son sowie Kira Xonorika und konzentriert sich auf die Verbindung zwischen Künstlicher Intelligenz und Zeit. Die Arbeiten untersuchen, hinterfragen und transformieren das gängige Verständnis und die sozialen Narrative von Zeitlichkeiten im KI-Diskurs. 

Das Ausstellungs- und Residenzprogramm wurde erstmals 2023 vom ifa, Kampnagel und Deichtorhallen Hamburg durch das gemeinsame Residenzprogramm theHost.is ermöglicht.  

 

28.05.2024, 17:30 bis 18:00, Stage 10 – Gespräch  

Im englischsprachigen Gespräch "Liberation through digital healing – an invitation by Dreaming Beyond AI" stellen Iyo Bisseck und Sarah Diedro Jordão die Idee des Projekts DREAMING BEYOND AI und die Arbeit der Mitwirkenden vor. Sie laden die Teilnehmer:innen ein, darüber hinaus zu träumen, in einem Pluriversum zu navigieren, in dem digitale Intimität heilig ist, in dem KI queer und feministisch ist, in dem Technologie dekolonial ist und in dem Fürsorge und Gemeinschaft im Mittelpunkt aller Entscheidungen stehen. 

DREAMING BEYOND AI im Netz 

Die Internetplattform bietet die Möglichkeit, verschiedene Formen kritischen Wissens und kreativer Einfälle zu erleben. Zu den erforschten Themen und Fragen gehören Gewalt, Intelligenz, maschinelles Sehen und Fühlen, Muster, Ablehnung, der Planet Erde und Ultrastruktur, KI und Relationalität sowie künftig-gegenwärtige Erschütterungen. Die Themen zielen darauf ab, gängige Missverständnisse und fehlerhafte Grundlagen der KI – wie Technologie, Wirtschaft, wissenschaftliche Disziplin und Ideologie – zu entlarven, um so neue Wege zu finden, die zugleich feministisch und dekolonialistisch sowie förderlich für die individuelle und kollektive Freiheit sind. www.dreamingbeyond.ai/de  

Konzept & Idee: Nushin Yazdani, Raziye Buse Çetin 

Webdesign & Entwicklung: Iyo Bisseck 

Kommunikation: Sarah Diedro Jordão 

Tourneeausstellungen weltweit

Mit seinen über 20 laufenden Tourneeausstellungen und seinen vielfältigen Veranstaltungsprogrammen zur zeitgenössischen Kunst verbindet das ifa die deutsche Kunstszene mit internationalen Kulturschaffenden und bildet Kooperationen und Netzwerke. Die vielfach in Ko-Kreation mit Partner:innen vor Ort entwickelten Projekte umfassen verschiedene Disziplinen der modernen und zeitgenössischen Bildenden Kunst – von aktuellen Themen der Architektur, der Fotografie und des Designs über das Bauhaus bis hin zu monografischen Ausstellungen von Rosemarie Trockel oder Marcel Odenbach. Sie schaffen lokale Begegnungsplattformen und ermöglichen internationale Perspektiven auf weltweit relevante Themen. Interessierten Museen stellt das ifa darüber hinaus Leihgaben zur Verfügung. 

Mehr erfahren

Über das ifa

Das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen setzt sich gemeinsam mit Partnern weltweit ein für die Freiheit in Kunst, Forschung und Zivilgesellschaft. Es gibt Aktivist:innen, Künstler:innen und Wissenschaftler:innen eine Stimme, fördert Kooperationen und verfolgt seine Ziele verstärkt mit europäischen Partnern. Basierend auf seinen Kernkompetenzen Kunst, Forschung und Zivilgesellschaft baut das ifa Netzwerke auf, um nachhaltige Wirkung zu erzielen. Das ifa wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart. www.ifa.de

 

Pressekontakt 

ifa – Institut für Auslandsbeziehungen 
presse(at)ifa.de  
Miriam Kahrmann: +49 151 2645 5509 
Theresa Brüheim: +49 162 1001121