Eine Frau spricht mit zwei Menschen an einem Tisch
Das ifa engagiert sich in der Förderung deutscher Minderheiten. Hier bei der Regionalwoche in Allenstein (Polen).

Neue Wege in der Förderung deutscher Minderheiten

ifa-Engagement im östlichen Europa und Zentralasien bleibt zentraler Bestandteil unter neuer Zuständigkeit des Bundesministeriums des Innern

Berlin/Stuttgart, 18.12.2025 – Seit 30 Jahren unterstützt das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen mit seinem Entsendeprogramm, Projektförderungen und Stipendienangeboten das zivilgesellschaftliche Engagement deutscher Minderheiten vom östlichen Europa bis Zentralasien. Ziel ist es, sie als demokratische Akteure zu stärken und offenen Austausch über Deutschland und Europa zu ermöglichen. Zum 1. Januar 2026 wird die Zuständigkeit für die Förderung deutscher Minderheiten im Bundesministerium des Innern (BMI) zusammengeführt. Zuvor lag sie beim Auswärtigen Amt, dessen langjährige Unterstützung die Arbeit des ifa in diesem Bereich seit den 1990er Jahren maßgeblich ermöglicht hat. Das Auswärtige Amt wird auch künftig alle weiteren Programm- und Arbeitsbereiche des ifa fördern.

Mit Jugend-, Kultur- und Medienprojekten engagiert sich das ifa seit den 1990er Jahren für Toleranz und Demokratie im östlichen Europa und Zentralasien. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit mit deutschen Minderheiten: Sie sind sowohl in der deutschen als auch in der Landeskultur verwurzelt, können so wichtige kulturelle Brücken in der Gesellschaft bauen und den demokratischen Diskurs stärken. Das ifa unterstützt sie in ihrem Engagement und bei ihrer Vernetzung – besonders junge Menschen, die als aktive Gestalter demokratischer Gesellschaften wirken.  

Gitte Zschoch, Generalsekretärin des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen: "Unter dem Dach des Bundesministeriums des Innern setzt das ifa sein Engagement für deutsche Minderheiten fort: Wir fördern Austausch über Ländergrenzen hinweg und stärken Demokratie nachhaltig – mit besonderem Blick auf Europa und die junge Generation, die die Zukunft demokratischer Gesellschaften mitgestaltet. Das ifa schafft Räume, in denen junge Menschen ihre Perspektiven einbringen und die europäische Gemeinschaft aktiv formen. Wir danken dem Auswärtigen Amt für die langjährige Förderung und das Engagement und freuen uns nun auf die Zusammenarbeit mit dem BMI."

Dr. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten: "Die deutschen Minderheiten sind ein lebendiger Teil unserer Geschichte und Gegenwart. Das Institut für Auslandsbeziehungen ist ein bewährter Partner, der mit seiner besonderen Expertise in den Bereichen Jugend-Empowerment, Medien und Demokratieförderung seit Jahrzehnten deutsche Minderheiten im östlichen Europa und Zentralasien erfolgreich unterstützt. Mit der Bündelung der Zuständigkeiten im Bundesministerium des Innern stärken wir die Sichtbarkeit deutscher Minderheiten und schaffen klare Strukturen für ihre Förderung. Es ist mir ein persönliches Anliegen, mit unserer Förderung insbesondere die jungen Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Minderheiten als Nachwuchskräfte sowie das länderübergreifende Netzwerk zu stärken, damit es seine positive Wirkung kontinuierlich weiter entfalten kann." 

Mit dem Übergang der Zuständigkeit wird ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrages umgesetzt: Künftig bündelt das BMI die Förderung für Heimatvertriebene, Spätaussiedler und deutsche Minderheiten. So soll ihre kulturelle Identität gestärkt, ihre Rolle als Vermittler ausgebaut und die Unterstützung weiterentwickelt werden. Das umfasst auch die Zuständigkeiten für Kultur-, Gesellschafts- und Medienbeziehungen für die deutsche Minderheit und damit die Förderung der deutschen Minderheiten durch das ifa.
 


Mehr zum Thema

  • Das Jubiläumsmagazin zum 30-jährigen Bestehen porträtiert Menschen und Projekte des ifa-Entsendeprogramms.
  • Weitere Einblicke rund um den Einsatz für die deutschen Minderheiten gibt es auf dem ifa-Blog
     

 

Über das ifa

Das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen schafft mit seiner Arbeit in Kunst und Zivilgesellschaft weltweit Verständnis und Vertrauen zwischen Menschen. Es fördert demokratische Zivilgesellschaften und setzt sich ein für Freiheit in Kunst, Wissenschaft und Medien. Es bereichert Debatten, erweitert Perspektiven und bringt sein internationales Wissen und seine Netzwerke in Kunst und Kultur, Politik und Gesellschaft ein. Das ifa wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart. 

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