Perspektivisches Foto einer weißgeschminkten Person.
Kira Xonorika, Visions, Installationsansicht: Dreaming Beyond AI: In the loop; Kampnagel 2023, Foto: Maïscha Souaga

ifa-Ausstellungen in Deutschland 2026: Räume für künstlerische Produktion und kritische Reflexion

Berlin/Stuttgart, 18. Februar 2026 – Die ifa‑Galerien in Berlin und Stuttgart eröffnen das Ausstellungsjahr 2026 als zentralen Bestandteil des Kunstprogramms des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen. Unter dem Leitmotiv Zirkulation machen sie sichtbar, wie das ifa Räume für künstlerische Produktion und kritische Reflexion öffnet, seine Kunstsammlung aktiviert und Kunst als Impulsgeberin für demokratische Transformationsprozesse stärkt. Dabei rückt das Programm in 2026 Wissensformen, diasporische Erfahrungen, Archive und Werke der ifa-Kunstsammlung in den Fokus. Außerdem wird die ifa-Tourneeausstellung Wandern in Geschichte. Die Fotografie von Ulrich Wüst erstmalig in Deutschland gezeigt.

Die diesjährigen Ausstellungen in den beiden ifa-Galerien in Berlin und Stuttgart thematisieren, wie Wissensformen zwischen Generationen, über Grenzen hinweg, durch körperliche Handlungen oder geleitet von algorithmischen Systemen weitergegeben werden sowie zirkulieren. Ein Schwerpunkt des Ausstellungsprogramms liegt auf physischen und digitalen Archiven und Sammlungen als Speicher von Wissen: Wem steht das enthaltene Wissen zur Verfügung? Wie lässt sich Wissen teilen und wie kann es weiterverbreitet werden? Wie kann Wissen als solches über verschiedene Perspektiven und Kontexte vervielfältigt werden? Ein besonderer Fokus gilt auch der Kunstsammlung des ifa, die rund 24.000 Werke umfasst und für eine weltweite Ausstellungstätigkeit der Bundesrepublik Deutschland seit den 1970er Jahren erworben wurden.

Als Teil des Ausstellungs- und Rechercheprojekts PUBLIK MACHEN zeigt die ifa-Galerie Berlin ab dem 26. Juni die Ausstellung Rauschen – Arbeit und Wirken des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR. Ausgangspunkt ist die kritische Aufarbeitung der Geschichte und Sammlung des Zentrums für Kunstausstellungen (ZfK) der DDR, dessen grafischer Sammlungbestand mit rund 10.000 Arbeiten nach der Auflösung der Institution zum 31.12.1990 in den Sammlungsbestand des ifa überging. Damit reflektiert das ifa nicht nur ein zentrales Kapitel der eigenen Geschichte, sondern macht diese Zusammenhänge auch anhand von Werken aus dem ZfK-Kunstbestand sichtbar und erweitert sie durch zeitgenössische künstlerische Positionen. Den thematischen Auftakt bildet die Buchvorstellung der Publikation Spheres of Interest: Zwischen Ost und West: Die ifa-Kunstsammlung im Spiegel künstlerischer Praxis am 20. Februar 2026 in der ifa-Galerie Berlin. Die Auseinandersetzung mit dem Sammlungsbestand wird im Oktober 2026 mit der Ausstellung Handlungskörper (AT) fortgeführt, die die ifa-Kunstsammlung aus einer internationalen, gegenwartsbezogenen Perspektive aktiviert und weiterdenkt.

Weitere Highlights des Programms sind die Ausstellungen Diaspora Wonderland. Fashioning Worlds, die ab dem 27. März in der Berliner Galerie gezeigt wird, und Setting the table im Rahmen des Anstoß – das Kunstkritik-Stipendienprogramm der Jürgen Ponto-Stiftung in Kooperation mit AICA Deutschland, im September in der ifa-Galerie Stuttgart. Beide Projekte beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven diasporische Erfahrungen und Identitäten. In der Ausstellung Dreaming Beyond AI, die ab dem 25. April 2026 in Stuttgart zu sehen ist, entsteht ein kollektiver Raum, in dem neue Erzählformen, Imagination und Spekulationen rund um KI-Technologien in Zirkulation gebracht werden.

Außerdem wird ab dem 13. März die ifa-Tourneeausstellung Wandern in Geschichte. Die Fotografie von  Ulrich Wüst in der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig gezeigt.

 

 


ifa-Galerie Berlin

 

 


ifa-Galerie Stuttgart

 

 


SPEZIAL

 

 


Über das ifa


Das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen schafft mit seiner Arbeit in Kunst und Zivilgesellschaft weltweit Verständnis und Vertrauen zwischen Menschen. Es fördert demokratische Zivilgesellschaften und setzt sich ein für Freiheit in Kunst, Wissenschaft und Medien. Das ifa bereichert Debatten, erweitert Perspektiven und bringt sein internationales Wissen und seine Netzwerke in Kunst und Kultur, Politik und Gesellschaft ein. Das ifa wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.

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