Foto von Gitte Zschoch vor schwarzem Hintergrund
Gitte Zschoch, Foto: Verena Müller

Gitte Zschoch ist neue Präsidentin des Netzwerks europäischer Kulturinstitute EUNIC

Plurale, offene Gesellschaften, Freiheit, Demokratie: Schwerpunkt der EUNIC-Präsidentschaft ist die Stärkung europäischer Werte

Stuttgart/Berlin, 11.12.2025 – Gitte Zschoch, Generalsekretärin des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen, hat mit der gestrigen Mitgliederversammlung in Brüssel die ehrenamtliche Präsidentschaft von EUNIC, dem Netzwerk der europäischen Kulturinstitute, übernommen. In dieser Funktion wird Gitte Zschoch die Ausrichtung des Netzwerks als strategischer Partner der EU mitgestalten. Seit 2021 leitet sie das ifa und hat in dieser Zeit die europäische Dimension der Arbeit des Instituts konsequent gestärkt.

EUNIC ist das Netzwerk der nationalen Kulturinstitute der Europäischen Union. Es fördert die kulturelle Zusammenarbeit in mehr als 100 Ländern weltweit und gestaltet als strategischer Partner die internationalen Kulturbeziehungen der EU aktiv mit. Alle Mitgliedsstaaten der EU sind im Netzwerk vertreten, plus die assoziierten Mitglieder Ukraine und Großbritannien. Das ifa unterstützt als langjähriges Mitglied seit 2009 zahlreiche Initiativen innerhalb des Netzwerks, darunter Forschungsprojekte und Veranstaltungen. Die Mitgliedsorganisationen von EUNIC können sich weltweit in sogenannten Clustern zusammenschließen, um gemeinsam Aktivitäten zu entwickeln und umzusetzen. Seit 2022 beteiligt sich das ifa außerdem am EUNIC-Clusterfund, einem Förderinstrument zur Stärkung der europäischen Kulturzusammenarbeit innerhalb und außerhalb der EU. Unter der Leitung von Gitte Zschoch wurde das ifa 2024 zudem aktives Mitglied im EUNIC-Cluster Rumänien und engagiert sich dort für Projekte zur kulturellen Neubelebung der ehemaligen Industriestadt Reșița (Reschitza).

"Europäische Kulturinstitute müssen neben ihrem wichtigen nationalen Auftrag auch über Grenzen hinausdenken: Gemeinsam europäische Visionen zu gestalten ist in Zeiten von Konkurrenz, Konflikt und Krieg besonders wichtig. Plurale, offene Gesellschaften, Freiheit in Kunst, Wissenschaft und Medien, Demokratie – Europa hat so viele Stärken. Diese gilt es jetzt, auch um die globale Positionierung Europas zu gestalten, noch stärker herauszustellen. Ich danke den EUNIC-Mitgliedern für ihr Vertrauen bei der Wahl zur Präsidentin und freue mich auf die kommende Zusammenarbeit im Netzwerk", so Gitte Zschoch

Als ehrenamtliche Präsidentin von EUNIC möchte Gitte Zschoch während ihrer einjährigen Amtszeit drei zentrale Schwerpunkte setzen: Die internationalen Kulturbeziehungen Europas sollen gestärkt werden. Aufbauend auf den Ergebnissen der aktuellen ifa-Studien soll die Zusammenarbeit zwischen den Kulturinstituten vertieft und gemeinsame Werte wie Demokratie, Freiheit und Menschenrechte – einschließlich kultureller Rechte – verteidigt werden. Zudem soll angesichts zunehmender Sicherheitsdiskurse die Bedeutung von internationaler Kulturarbeit für Verständigung, Resilienz und multilateralen Zusammenhalt stärker hervorgehoben werden. Ein weiterer Fokus liegt auf dem strategischen Ausbau von Plattformen für den Wissensaustausch im Netzwerk, um globalen Herausforderungen mit vereinter europäischer Expertise wirksam zu begegnen.

Die nächste EUNIC-Generalversammlung wird am 11. und 12. Juni 2026 im ifa in Stuttgart stattfinden.

 


Kurzbiografie: Gitte Zschoch

Gitte Zschoch ist seit Oktober 2021 Generalsekretärin des ifa – Institut für Auslandsbeziehungen. Von 2018 bis 2021 leitete sie in Brüssel das Netzwerk der europäischen Kulturinstitute, EUNIC – European Union National Institutes for Culture. Zuvor war sie in verschiedenen Positionen für das Goethe-Institut tätig: in Seoul, Tokio, Johannesburg sowie in der Münchener Zentrale als stellvertretende Leiterin des Kommunikationsbereichs und zuletzt als Gründungsdirektorin des Goethe-Instituts in der Demokratischen Republik Kongo. Gitte Zschoch studierte Komparatistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Moderne Koreanische Literatur an der Seoul National University in Seoul, Südkorea. Sie ist Beiratsvorsitzende der Akademie Schloss Solitude Stuttgart und Sachkundiges Mitglied im Gremium des Gemeinderats Ausschuss für Kultur und Medien (AKM) der Stadt Stuttgart. Seit Juni 2025 ist sie Mitglied im Board von EUNIC und seit Dezember 2025 ehrenamtliche EUNIC-Präsidentin. Das Amt hat sie turnusgemäß ein Jahr inne.


 

Über das ifa


Das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen schafft mit seiner Arbeit in Kunst und Zivilgesellschaft weltweit Verständnis und Vertrauen zwischen Menschen. Es fördert demokratische Zivilgesellschaften und setzt sich ein für Freiheit in Kunst, Wissenschaft und Medien. Das ifa bereichert Debatten, erweitert Perspektiven und bringt sein internationales Wissen und seine Netzwerke in Kunst und Kultur, Politik und Gesellschaft ein. Das ifa wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.

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