Zur Lage der Kunstfreiheit

07.08.2018
Kategorie: Nachrichten, Nachrichten, Zivilgesellschaft  
Photo: Sharon McCutcheon via Unsplash

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In ihrem Bericht "State of the Artistic Freedom 2018" hat die internationale Organisation "Freemuse" festgestellt, dass Staaten weltweit immer stärker in die Freiheit von Kunst- und Kulturschaffenden eingreifen. 

Für den dieses Jahr erstmals publizierten Report untersuchte die Organisation insgesamt 553 Vorfälle aus 78 Ländern aus dem Vorjahr. Dabei wurden Kunst- und Kulturschaffende auf unterschiedliche Weise und aufgrund von verschiedenen Motivationen attackiert. "Freemuse" betrachteten bei den Untersuchungen auch die politischen, sozialen und juristischen Entwicklungen in den Ländern, da sie darin die Ursachen für die Freiheitsverletzungen vermuten.

Durchschnittlich kam es 2017 wöchentlich zu einer Verhaftung von Kunst- und Kulturschaffenden. Auch in vielen "westlichen" Staaten kam es zu Bedrohung und Verhaftung von Künstlerinnen und Künstlern. Spanien inhaftierte 2017 beispielsweise 13 Rap- und Hip-Hop-Künstler und liegt somit weltweit an der Spitze bei der Freiheitseinschränkung von Musikern.

Die Organisation "Freemuse" wurde 1998 gegründet und beschäftigte sich zunächst mit Musik und Zensur. Seit 2011 ist es ihr Hauptanliegen, sich für die Kunstfreiheit weltweit einzusetzen.