Vive le "Soft Power"

18.07.2018
Kategorie: Nachrichten, akbp, akbp, Nachrichten  
Foto: Cecile Hour (CC0) via Unsplash

Foto: Cecile Hour (CC0) via Unsplash

Am Tag der "Internationalen Kooperation und des kulturellen Aktionsnetzwerkes" am 16. Juni hat der französische Europa- und Außenminister Jean-Yves Le Drian betont, wie wichtig Kulturdiplomatie ist, um Frankreichs nationale Interessen in der Welt zu stärken. In seiner Rede beschrieb er eine Vision von einer Welt der Kooperation, die auf Multilateralismus, Rechtsstaatlichkeit, gegenseitigem Respekt und Anerkennung von kultureller Vielfalt basiert.

In einem Klima des steigenden globalen Wettbewerbs und einer Zeit, in der sich die Machtverhältnisse global stark verschieben, sieht Le Drian Kulturdiplomatie als Herzstück der französischen Außenpolitik. Bildung, Sprache, Kultur und Medien seien wichtige Ressourcen, um die Interessen und Werte Frankreichs weltweit zu vertreten. Als wichtigsten Akteur und Einflussquelle nannte er das weltweite Netzwerk der "Institut français". 

Drei Säulen möchte er in Zukunft ausbauen: Verbreitung der französischen Sprache und des Multilingualismus, Förderung des Kultur- und Kreativsektors sowie eine Politik der weltweiten Solidarität und Entwicklungszusammenarbeit.

Kulturdiplomatie sieht Le Drian dabei untrennbar von den politischen und wirtschaftlichen Interessen Frankreichs.