Kulturerbe in Konfliktregionen

29.08.2018
Kategorie: Nachrichten, Nachrichten  
Foto: Arian Zwegers (CC by 2.0) via Flickr

Foto: Arian Zwegers (CC by 2.0) via Flickr

Insgesamt neun Projekte werden in dieser Förderrunde über den "Cultural Protection Fund" finanziell unterstützt. Das hat Michael Ellis, parlamentarischer Staatsekretär im britischen Ministerium für Digitales, Kultur, Medien und Sport, letzte Woche bekannt gegeben. Mit dem "Cultural Protection Fund" fördern die britische Regierung und der British Council Initiativen, die Kulturerbe in Konfliktregionen im Nahen Osten und in Nordafrika schützen wollen.

Eines der neuen Projekte wurde von der University of Glasgow initiiert. Dabei soll ein Team den Schaden an einer archäologischen Grabungsstätte in den kurdischen Gebieten im Irak, in der Artefakte und Informationen über die Zivilisation Mesopotamiens lagern, dokumentieren. Laut dem British Council entstand der Schaden an der Grabungsstätte durch den Krieg zwischen dem Irak und dem Iran in den 1980er Jahren, durch die Unterdrückung der Kurden durch Saddam Hussein in den 1990ern und in den letzten Jahren auch durch den IS. "Diese Orte erzählen die Geschichte der Menschheit und zeigen, wie unsere frühen Vorfahren Land bewirtschaftet und Nahrung kultiviert haben. Daher ist es nicht nur für Kurdistan, sondern für die gesamte Menschheit von Bedeutung, diese Orte zu schützen", sagte Michael Ellis.

Bisher wurde über den "Cultural Protection Fund" die Arbeit von 41 Projekten in 12 Ländern unterstützt. Von 2016 bis 2020 stehen insgesamt 30 Millionen Pfund zur Verfügung.