Jazzige Sounds

30.04.2018
Kategorie: Nachrichten, Kunst- und Kulturaustausch  
Foto: Gabriel Barletta via Unsplash

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 Am 30. April wird weltweit der "Internationale Tag des Jazz" gefeiert. In mehr als 190 Ländern finden dazu Konzerte, Filmvorführungen und andere Aktivitäten statt. Die zentralen Feierlichkeiten werden dieses Jahr in Sankt Petersburg abgehalten, wo beim All-Star-Konzert im historischen Mariinsky-Theater die Klänge von international bekannten Jazzgrößen zu hören sein werden.

Jazzmusik sei ein Symbol für Improvisationskunst, Toleranz, Gleichberechtigung und Frieden, erklärte Wolfgang Kaschuba von der Deutschen Unesco-Kommission. "Gerade der Jazz hat in der Geschichte der Moderne alte Rassen-, Klassen- und Geschlechterschranken niedergerissen", sagte der Kulturwissenschaftler. Der Musikstil entwickelte sich vor mehr als 100 Jahren aus der Befreiungsbewegung afrikanischer Sklaven in den USA. Mit dem "Internationalen Tag des Jazz", der im November 2011 von der Unesco ins Leben gerufen wurde, soll an die Bedeutung des Jazz, seine Wurzeln und seine Auswirkungen erinnert werden.

Bei dem diesjährigen All-Star-Konzert in Sankt Petersburg treten mehr als 35 Musikerinnen und Musiker auf, darunter Oleg Butman, der Bruder des berühmten Jazz-Saxophonisten Igor Butman, Singer-Songwriterin Fatoumata Diawara von der Elfenbeinküste und der deutsche Trompeter Till Brönner. Sankt Petersburg war laut Unesco die Quelle des russischen Jazz in den frühen 1920er Jahren. 2019 wird Sydney die zentralen Veranstaltungen zum Welttag des Jazz austragen.