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(c) Wu Zhi Qiao Charitable Foundation
Wiederaufbau des Dorfes Ma’anqiao, Sichuan, nach einem Erdbeben, Foto: Wu Zhi Qiao Charitable Foundation, 2008

Lehmarchitektur heute

ifa-Galerie Stuttgart | 19.10.2018 – 06.01.2019

Ausstellung | Lehmbauten finden sich in allen Epochen rund um den Globus: Die chinesische Mauer wurde vor 4.000 Jahren zunächst aus Stampflehm erbaut, zahlreiche Moscheen in Mali und Iran, die Wohnbauten der Pueblo-Indianer in New Mexico oder die Altstadt von Sanaa in Jemen gehören zum Weltkulturerbe, das höchste massive Lehmhaus Mitteleuropas ist 5-geschossig und wurde 1828 in Weilburg an der Lahn gebaut: Lehmarchitektur ist Teil unseres kulturellen Erbes! Lehm, die Mischung aus lokalem Ton und Sand, reguliert die Luftfeuchtigkeit, speichert Wärme, spart Energie und Transportkosten, ist wiederverwendbar und eignet sich für den Selbstbau. Die Vorzüge gegenüber Beton und Stahl liegen in der Energie- und Kostenersparnis sowie im ausgeglichenen Raumklima; aus diesen Gründen sollte Lehm als Baustoff auch in den nördlichen Industrieländern eine Renaissance erleben.

Die Ausstellung zeigt 40 Projekte, welche mit dem TERRA Award ausgezeichnet wurden. Der Preis wurde erstmals 2016 durch CRATerre (Centre international de la construction en terre) und das Forschungs- und Experimentierzentrum amàco vergeben. Kriterien waren nicht nur die architektonische Qualität, sondern auch Ortsspezifität sowie Einsatz und Weiterentwicklung traditioneller Techniken. Die ausgezeichneten Projekte reichen von der Rekonstruktion eines durch Erdbeben zerstörten Dorfes in China und einer zeitgenössischen Interpretation des lokalen Sippenhauses bis hin zum Ricola–Kräuterzentrum von Herzog & de Meuron in der Schweiz. Vom privaten Wohnhaus in Darmstadt bis zu Schulbauten in Pakistan. Mit der Auswahl und Präsentation herausragender zeitgenössischer Bauten beginnt die Zukunft des Kulturerbes Lehmbau.

Veranstaltungen zu Lehmarchitektur heute
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