For the Record: Künstlerinnen und Künstler

Vivian Caccuri

Vivian Caccuri, Talking Machine, 2016. Presentation slide. Courtesy of the artist

Vivian Caccuri nutzt Klang als Instrument, um Experimente im Bereich der Sinneswahrnehmung mit Fragen der Geschichte und der sozialen Konditionierung in Verbindung zu bringen. Anhand von Objekten, Installationen und Performances entstehen in ihren Arbeiten Situationen, die unsere alltägliche Erfahrung durchkreuzen und sich störend auf Bedeutungen und Narrative auswirken, die scheinbar so tief in uns verwurzelt sind wie die kognitive Struktur selbst. Caccuri realisierte Projekte in zahlreichen Städten Brasiliens und im Ausland, darunter in Amazonien, Accra, Detroit, Helsinki, Wien, Venedig, Kiew und Valparaíso. Ihre Soundarbeiten und Kompositionen wurden von verschiedenen Radiosendern ausgestrahlt und ihr Buch "Music is What I Make" (erschienen 2012) wurde 2013 mit dem Preis der brasilianischen Kulturstiftung Funarte für wichtige Musikproduktionen ausgezeichnet.

Jace Clayton

Jace Clayton, Sufi Plug Ins, 2012–ongoing. Saba Synth interface. Courtesy of the artist

Der in Manhattan lebende Künstler und Autor Jace Clayton ist auch unter dem Pseudonym "DJ/rupture" bekannt. Mit seinem interdisziplinären Ansatz untersucht Clayton das Zusammenspiel von Klang, Erinnerung und öffentlichem Raum, insbesondere in einkommensschwachen Communitys und im Globalen Süden. Sein Buch "Uproot: Travels in 21st Century Music and Digital Culture" erschien kürzlich bei dem New Yorker Verlag Farrar, Straus and Giroux.

Geraldine Juárez

Geraldine Juárez, Wealth Transfer, 2013. 7" Dubplate. Edition of 1. Courtesy of the artist

Die Künstlerin Geraldine Juárez arbeitet mit skulpturalen Objekten und audiovisuellen Medien, um Geschichte(n) und Kontexte zeitgenössischer Technik und Wirtschaft zu thematisieren. Sie hat einen Master of Arts in Bildender Kunst von der Valand Academy in Göteborg wo sie seit 2010 lebt und arbeitet. Zu ihren Einzel- und Gruppenausstellungen gehören "The Dutch Savannah" (De Domijnen, Sittard; 2018), "University of Disaster" (Pavillon von Bosnien und Herzegowina, 57. Biennale Venedig; 2017), "Situations/Placeholder" (Fotomuseum Winterthur; 2017) und "Dreamlands: Immersive Cinema and Art, 1905–2016" (Whitney Museum of American Art, New York; 2016). Juárez veröffentlichte Texte in "continent.", "SCAPEGOAT: Architecture | Landscape | Political Economy" und in "Intercalations 3: Reverse Hallucinations from the Archipelago" (K. Verlag, Berlin).

Christine Sun Kim 

Christine Sun Kim, listen hear listen, 2017. Charcoal on paper, Postcard, 10 x 15 cm. Courtesy of the artist and Primary Information.

Christine Sun Kim nutzt Sound für ihre Performances und Zeichnung, um ihre Beziehung zu lautbasierten Sprachen und ihrer akustischen Umgebung zu untersuchen. Sie war Stipendiatin von TED sowie des MIT Media Lab. Ausgewählte Ausstellungen und Performances wurden bisher unter anderem gezeigt in: White Space, Peking (solo); Carroll/ Fletcher, London (solo); De Appel, Amsterdam (solo); nyMusikk, Oslo; Sound Live Tokyo, Tokio; Berlin Biennale; Shanghai Biennale; San Francisco Museum of Modern Art; Rubin Museum, New York; PS1, New York und im Museum of Modern Art, New York.

Julio César Morales mit Discos Unicornio

Julio César Morales, Undocumented Intervention #1, 2008–18. Watercolor and ink on paper, 23 x 31 cm. Courtesy of the artist and Gallery Wendi Norris

Der Künstler, Pädagoge und Kurator Julio César Morales widmet sich den Themen Migration, Schattenwirtschaft und Arbeit, sowohl auf individueller als auch auf globaler Ebene. Er verwendet hierbei eine Vielzahl an Medien und visuellen Strategien, um soziale Interaktionen und politische Perspektiven zu erforschen: von Aquarellen zur grafischen Darstellung des Menschenhandels bis hin zu Musik und Installationen, die auf transkontinentale kulturelle Strömungen reagieren. Er stellte unter anderem auf der Biennale de Lyon aus, auf der Istanbul Bienniale, der Singapore Biennale, der Prospect 3 New Orleans, im Los Angeles County Museum of Art und im Frankfurter Kunstverein. Seit 2013 ist er Kurator für Bildende Kunst am Kunstmuseum der Arizona State University.

ifa-Galerie Berlin

Linienstraße 139/140
10115 Berlin
Tel. +49.30.284491.40
fischer(at)ifa.de

Dienstag – Sonntag 14 – 18 Uhr
Montag und an Feiertagen geschlossen

Ausstellungsdauer

02.06. – 02.09.2018