Helga Paris. Fotografie
aus der Serie "Russische Veteranen des 2. Weltkrieges, New York", 1995 © Helga Paris
aus der Serie "Russische Veteranen des 2. Weltkrieges, New York", 1995 © Helga Paris
aus der Serie "Häuser und Gesichter. Halle 1983–85" © Helga Paris
aus der Serie "Häuser und Gesichter. Halle 1983–85" © Helga Paris

Helga Paris

Fotografie

Das Werk von Helga Paris (*1938) nimmt in der deutschen Fotografie eine herausragende Rolle ein. Über die Jahrzehnte hinweg entfaltet es im Wechselspiel zwischen Einzelbild und Serie einen Bilderbogen deutscher Geschichte, der mehr als 30 Jahre umfasst. Mit ebenso strengem wie zärtlichem Blick berichtet Helga Paris vom Leben in jenem Staat, der 1949 in Folge des 2. Weltkriegs als Arbeiter- und Bauernstaat gegründet wurde und östlich der Frontlinie des Kalten Kriegs bis 1989 existierte.
Helga Paris interessieren die alltäglichen, mitunter ganz banalen Momente des Bei-sich- und Miteinander-Seins: Haltungen, Blicke, Gesten, Bewegungen, Oberflächenstrukturen und Räume, die von den Umständen, den Geschichten und Erfahrungen der Menschen und Dinge ebenso berichten wie von der Art und Weise, mit diesen Umständen umzugehen.
Dank ihrer besonderen Fähigkeit, vernachlässigte Straßenzüge und verfallende Häuser mit der gleichen mitfühlenden und zärtlichen Strenge zu fotografieren wie Kneipenbesucher und spielende Kinder, gibt Paris den Menschen und Dingen eine besondere Würde.
Mit dieser Ausstellung und der sie begleitenden Publikation knüpft das ifa an die 2004 im Sprengel Museum Hannover gezeigte Präsentation und an die aus diesem Anlass erschienene Monografie an.

Inka Schube

Biografie

  • 1938
    geboren in Gollnow / Pommern
  • 1956–1960
    Studium an der Fachschule für Bekleidung, Berlin
    Dozentin für Kostümkunde; Gebrauchsgrafikerin und Fotolaborantin
  • 1967
    Beschäftigung mit Fotografie als Autodidaktin
  • 1972–1990
    Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR
  • 1996
    Mitglied der Akademie der Künste, Berlin
  • lebt in Berlin
Helga Paris: Winsstraße mit Taube, 1970er-Jahre Foto/©: Helga Paris

Auszug aus dem Ausstellungskatalog

Und alles riecht nach Nachkrieg

ifa | In bedachter Behutsamkeit hat Helga Paris ein umfangreiches Œuvre nah an der eigenen biografischen Existenz entwickelt, das hohe Übertragungspotenziale beinhaltet. Ihre Bilder enthalten einen psychologischen Mehrwert, der auf spezielle Weise Identifikation ermöglicht. Er liegt in dem Respekt und der Achtung, den die Bilder von Helga Paris für das Fotografierte auszustrahlen vermögen. Von Inka Schube

ifa | Ausstellungspremiere in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig

Ausstellungskatalog

Helga Paris. Fotografie. – Stuttgart: Institut für Auslandsbeziehungen, 2012. – 208 S.

Helga Paris

Fotografie. – Stuttgart: Institut für Auslandsbeziehungen, 2012. – 208 S. – bestellen

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Provisorischer Zeitrahmen
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