The Event of a Thread | Das Ereignis eines Fadens

Karen Michelsen Castañón

Karen Michelsen Castañón (* 1969) ist Künstlerin, Filmemacherin und Pädagogin. Sie lebt und arbeitet seit 2002 in Berlin. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie (koloniale) Geschichten geschrieben werden. Ihre Filme, Installationen und Fotografien sind mit der Sprache der Textilien vertraut, insbesondere mit den Textilien aus den peruanischen Anden. Sie studierte Textile Künste am Capilano College in Vancouver sowie Freie Kunst an der Concordia University Montreal und an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Sie ist Mitglied von COMPA Berlin und des colectivo quellcay.

Karen Michelsen Castañón: Umarmung, 2001 (1), Videoessay, miniDV, 10 min.; © (Karen Michelsen Castañon) VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Karen Michelsen Castañón: Umarmung, 2001 (4), Videoessay, miniDV, 10 min.; © (Karen Michelsen Castañon) VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Karen Michelsen Castañón: Umarmung, 2001 (7), Videoessay, miniDV, 10 min.; © (Karen Michelsen Castañon) VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Karen Michelsen Castañón: Umarmung, 2001 (2), Videoessay, miniDV, 10 min.; © (Karen Michelsen Castañon) VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Karen Michelsen Castañón: Umarmung, 2001 (5), Videoessay, miniDV, 10 min.; © (Karen Michelsen Castañon) VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Karen Michelsen Castañón: Umarmung, 2001 (8), Videoessay, miniDV, 10 min.; © (Karen Michelsen Castañon) VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Karen Michelsen Castañón: Umarmung, 2001 (3), Videoessay, miniDV, 10 min.; © (Karen Michelsen Castañon) VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Karen Michelsen Castañón: Umarmung, 2001 (6), Videoessay, miniDV, 10 min.; © (Karen Michelsen Castañon) VG Bild-Kunst Bonn, 2017
Karen Michelsen Castañón: Umarmung, 2001 (9), Videoessay, miniDV, 10 min.; © (Karen Michelsen Castañon) VG Bild-Kunst Bonn, 2017

Umarmung, 2001, Videoessay, miniDV, 10 min., Stills; © (Karen Michelsen Castañon) VG Bild-Kunst Bonn, 2017

Ein Quipu (Knoten in Quechua) stellt ein präkolumbisches, mnemonisches textiles Kommunikationssystem aus den Anden dar, das aus gefärbten verknoteten Schnüren besteht. Karen Michelsen Castañón verwendet den Quipu als zentrale Metapher ihres Videos, um über Erinnerung, Migration und koloniale Identitäten zu sprechen, insbesondere die Konstruktion persönlicher und kollektiver Geschichte in der kolonialen Geschichtsschreibung. Individuelle und kollektive Geschichte sind untrennbar verbunden, wie ein mehrschichtiges Gewebe. Der Videoessay geht ein auf "die wiederkehrende westliche Tendenz, Textilien innerhalb eines feminisierten häuslichen Umfelds zu verorten. Dass dies eine vereinfachte, erfundene Vision von Geschichte ist, ist einer der Forschungsstränge, die ich in meinem Video verwebe. Die Geschichte(n) von Textilien sind so divers wie die Geschlechterrollen – nicht nur weibliche – die sie repräsentieren", betont die Künstlerin.

http://karenmichelsencastanon.com