Zwei deutsche Architekturen 1949-1989
Fenster und Säulen des Berliner Reichstags
Wiederaufbau des Reichstagsgebäudes (Paul Wallot 1884-1894)
Berlin-Tiergarten, 1961-1969
Architekt: Paul Baumgarten
Bildnachweis: Stiftung Archiv der Akademie der Künste, Berlin, Nachlass Paul G.R. Baumgarten, Foto: Karl E. Jacobs

Die Ausstellung "Zwei Deutsche Architekturen 1949 – 1989" wirft einen Blick auf die Entwicklung des Bauens in den beiden deutschen Staaten zwischen 1949 und 1989. Die Darstellung der architektonischen Vorgeschichte kann dazu anregen, aktuelle baukulturelle Auseinandersetzungen aus neuen Blickwinkeln zu sehen. Im Fokus der Ausstellung stehen nicht die politischen und ideologischen Intentionen der Bauherren, sondern die architektonische Qualität der vorgestellten Bauwerke. Eine eindeutige Gegenüberstellung von Ost und West wird durchgängig vermieden. Die Offenlegung weitgehend unbekannten Materials aus Archiven beider deutscher Staaten soll zum Vergleich und zur Diskussion anregen.

In die Ausstellung fließen die Ergebnisse einer mehrjährigen Forschungsarbeit am Fachbereich Architektur der Hochschule für bildende Künste Hamburg ein, an der sich neben den Kuratoren Simone Hain und Hartmut Frank auch zahlreiche Studenten mit ihren Arbeiten und Modellen beteiligt haben.

Nach ihrer 13-jährigen Welttournee feierte die Ausstellung ihre Finissage Berlin, der Stadt, die während der Teilung Deutschlands Brennpunkt des Kalten Kriegs war. Seit ihrer Produktion 2004 wurde sie weltweit in 26 Städten – unter anderem in Athen, Bandung, Buenos Aires, Brüssel, Canberra, Hamburg, Istanbul, Madrid, Peking, Shanghai, Singapur und Vilnius – gezeigt. Sie ist 2015 zudem von der international besetzten Fachjury der Architekturbiennale Buenos Aires zur besten Einzelausstellung gekürt worden.

Die Ausstellung steht den Kulturinstitutionen in Deutschland als Dauerleihgabe zur Verfügung.
Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.