Em'kal Eyongakpa gewinnt den ersten Henrike Grohs-Preis

06.03.2018
Kategorie: Nachrichten, Kunst- und Kulturaustausch  
Foto: Mike Petrucci via Unsplash

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Seit heute steht der Gewinner des ersten Henrike Grohs-Preises fest: Der 37-jährige Intermedia-Künstler Em'kal Eyongakpa aus Kamerun wird für sein Gesamtwerk honoriert. In seinen Arbeiten setzt er sich mit selbst erlebten, fremden und kollektiven Geschichten auseinander. Dabei greift er auf indigene Wissenssysteme und Ästhetik, Ethnobotanik, angewandte Mykologie und Technologie zurück. Zudem organisiert er Forschungsprojekte und gründete eine Plattform für Klangkunst und Musik sowie den autonomen Kunstraum "Khal!shrine" in Jaunde. Der Preis für afrikanische Kunstschaffende ist mit 20.000 Euro dotiert.

Henrike Grohs war Leiterin des Goethe-Instituts Elfenbeinküste. Am 13. März 2016 starb sie mit 51 Jahren bei einem Terroranschlag in Grand-Bassam. Zu Lebzeiten setzte sie sich für Künstlerinnen und Künstler in Afrika ein. Das Goethe-Institut und Henrike Grohs Familie wollen mit dem Preis an das Lebenswerk von ihr erinnern und dieses fortsetzen. "Das Goethe-Institut will durch Kunst und Kultur Brücken bauen und dazu beitragen, die afrikanische zeitgenössische Kultur im globalen Diskurs sichtbarer zu machen. Dafür steht der Henrike Grohs-Preis", erklärte Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts.

Der Preis richtet sich an afrikanische Kunstschaffende und Künstlerkollektive. Bei der Auswahl der Anwärter und Anwärterinnen bewertet die Jury künstlerische Qualität, Vermittlung von Wissen an andere und soziales Engagement.

Der Preis wird ab 2018 alle zwei Jahre verliehen. Em'kal Eyongakpa wird bei der Preisverleihung am 13. März in Abidjan ausgezeichnet.