Professionalisierung

© Scherhaufer
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Planspiel als Methode politischer Bildung

Planspiel –  was ist das?

Planspiele sind in allen Bildungsbereichen sehr beliebt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters und jeden Berufs können mit ihnen viel über sich und andere lernen. Im Planspiel übernimmt jede und jeder eine Rolle. Das bedeutet, dass man sich in eine fiktive Person hineinversetzen muss: Eine Person, die einen eigenen persönlichen Hintergrund und eigene Interessen hat. Diese Interessen muss man in einem Planspiel vor dem Hintergrund einer fiktiven Ausgangslage vertreten – dem so genannten Szenario.

Planspiele machen erlebbar, was es bedeutet, sich mit unterschiedlichen Positionen gegenüberzustehen. Sie befähigen dazu, Entscheidungsprozesse zu verstehen. Nur Menschen, die wissen, wer wie welche Entscheidungen mitbeeinflusst, können ihren eigenen Vorstellungen und Ideen einbringen und ihre Umwelt mitgestalten. Das ist wesentlich für ein friedvolles Miteinander.

"KuK hin – KuK her": Ein Planspiel von der deutschen Minderheit für die deutsche Minderheit

Die deutsche Minderheit in der malerischen Kleinstadt "St. Hannes" ist in Aufruhr. Das Dörfchen liegt in der ehemaligen sowjetischen Diktatur Krakosien. Nachdem der langjährige Vorsitzende des Minderheitenvereins nicht erneut für sein Amt kandidiert, wird ein Nachfolger gesucht. Dies fällt in aufregende Zeiten: Ein deutsches Bundesamt hat einen Wettbewerb für deutsche Minderheiten ausgeschrieben. Dieser Wettbewerb ist hochdotiert, die stolze deutsche Minderheit von St. Hannes will ihn unbedingt gewinnen. Zur Vollversammlung der Vereinsmitglieder kommen so viele Mitglieder wie selten zuvor: Die distanzierte Russischlehrerin, der Student im Heimaturlaub, die Schuldirektorin, Abgeordnete und andere Würdenträger – die ganze Prominenz des Vereins und viele einfache Mitglieder wollen mitreden. In diesem fiktiven, aber realitätsnahen Rahmen spielt das Planspiel "KuK hin – KuK her".

Planspiel "KuK hin – KuK her", 10. bis 12. November 2017 in Daugavpils für Vereine der deutschen Mindherheiten im Baltikum

In Zusammenarbeit mit dem Verein "Erfolg" hat das ifa vom 10.-12. November 2017 ein Planspiel in Daugavpils, Lettland durchgeführt.

Szenario Planspiel "KuK hin – KuK her" – Deutsche Fassung
Szenario Planspiel "KuK hin – KuK her" – Russische Fassung

Ansprechpartnerin: Marita Grimke, grimke(at)ifa.de

Weiterbildung für Fachpersonal zweisprachiger Schulen in Polen

Stärkung zweisprachiger Bildungseinrichtungen in Polen

Der Verein Pro Liberis Silesiae (PLS) in Raschau/Raszowa (Polen) wird im Jahr 2018 die  Implementierung eines Fachberatersystems im Primarbereich in Schulen der deutschen Minderheit in Schlesien fortsetzen.

Durch eine gezielte Beratung der interessierten Organisationen soll ein Prozess der Qualitätsentwicklung und -sicherung im System der Kindertageseinrichtungen angeregt, unterstützt und begleitet werden. Zudem wird angestrebt, Veränderungen im Angebot der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung zu initiieren.

Daneben werden die Fachberaterinnen und Fachberater durch Fortbildungen in reformpädagogischen Ansätzen geschult. Auf zwei Fachkongressen werden die Beteiligten über aktuelle Entwicklungen informiert. Eine Hospitationsreise in zweisprachige Gebiete einer Minderheit in Europa soll den Teilnehmenden andere regionale deutschsprachige Bildungsangebote vermitteln. Die Fachberaterinnen und Fachberater gewinnen so Einblicke in theoretisches Wissen und die Praxis des zweisprachigen Unterrichts.

Neben der bestehenden Fachbibliothek werden auch auf der Website Informationen geboten, die als Werbung für Zweisprachigkeit und neue Bildungsmethoden in Oberschlesien dienen. Die Internetseite wird in deutscher und polnischer Sprache geführt:  fachberatung.pl

Das Projekt wird durch die ifa-Projektförderung aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

Ansprechpartnerin zur Projektförderung: Silke Knautz, knautz(at)ifa.de

Sprecherziehung am Nationaltheater Radu Stanca

Die perfekte Aussprache für Schauspielerinnen und Schauspieler

Das Nationaltheater Radu Stanca in Hermannstadt in Rumänien verfügt über eine deutsche Abteilung, die zurzeit ein Ensemble mit 16 festangestellten Schauspielerinnen und Schauspielern beschäftigt.

Das Ensemble verbessert kontinuierlich seine Bühnensprache. Unterstützt wird es dabei durch diplomierte deutsche Sprecherzieherinnen und -erzieher.  Ziel ist, neben dem fehlerfreien Bühnendeutsch einen gesunden Umgang mit Stimme und Stimmapparat zu schulen.

Im Jahr 2018 möchte das Theater mit der deutschen Abteilung des Kinder- und Jugendtheaters GONG in Sibu, zusammenarbeiten. Damit profitieren noch mehr SchauspielerInnen und die Wirkung kann damit vergrößert werden.

Die Sprecherziehung wird im Rahmen der ifa-Projektförderung aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.

Ansprechpartnerin zur Projektförderung: Silke Knautz, knautz(at)ifa.de

Das ifa fördert die Ausbildung und Qualifizierung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Organisationen der deutschen Minderheiten. Es unterstützt die Weiterentwicklung der Organisationen und wirkt dem Mitgliederschwund entgegen.

Kontakt

Porträt Marita Grimke, Jugend- und Medienkoordinatorin

Marita Grimke

Projektkoordination Jugend und Medien
Tel. +49.711.2225.128
grimke(at)ifa.de

Porträt Silke Knautz

Silke Knautz

Projektadministration
Tel. +49.711.2225.198
knautz(at)ifa.de