Bunte Zeichnungen geometrischer Formen auf Papier

Marianne Ahlfeld-Heymann (zugeschrieben), Übung aus dem Unterricht, „bildnerische Formenlehre“ von Paul Klee, 1923–24, Zeichnung auf Papier; Foto: A. Körner, bildhübsche Fotografie, Institut für Auslandsbeziehungen

Die ganze Welt ein Bauhaus

Elmhurst Art Museum | Illinois | 24.02.2019 – 21.04.2019

Ausstellung | Das Staatliche Bauhaus wurde 1919 in Weimar gegründet. Zwischen dem Aufbruchsgeist der Weimarer Republik und der Dämmerung des Nationalsozialismus‘ avancierte die Schule in nur 14 Jahren zum Symbol moderner Gestaltung und avantgardistischer Lebensführung. Wie gelang es dem Bauhaus zum Inbegriff einer sozialen, gestalterischen und didaktischen Radikalerneuerung zu werden?

Die Ausstellung „Die ganze Welt ein Bauhaus“ widmet sich diesem Thema in zwei Teilen. Der Titel ist programmatisch. »Die ganze Welt ein Bauhaus« ist ein Zitat des Bauhausschülers und -lehrers Fritz Kuhr (1928). Es spielt auf die Auflösung der Grenzen zwischen Kunst, Handwerk und Technik, wie sie der Bauhaus-Gründer Walter Gropius proklamierte, an. Alles ist Design – und die Schaffung einer modernen Umgebung kreiert auch den modernen Menschen. Die Schau beleuchtet das Bauhaus in acht Kapiteln, die sich auf die Jahre 1919 bis 1933 konzentrieren: »Das Schwebende« zeigt nicht nur, wie sich die Bauhäusler motivisch mit der Schwerelosigkeit beschäftigten, sondern wie Glas und Skelettbau die Architektur entmaterialisierten und der Stuhl als Luftsäule zum visionären Entwurfsziel wurde.

Das Kapitel »Experiment« stellt Objekte vor, welche sowohl das Ergebnis einer Material- und Raumforschung waren, die auf Maß, Proportion und Befragung der Materialgrenzen, aber auch auf Vervielfältigung und Serialität angelegt waren. Das »Gesamtkunstwerk« nimmt die Synthese aller Künste, aber auch von Kunst und Wissenschaft sowie von Kunst und Gebrauchsgegenstand in den Blick. Unter der Überschrift »Gemeinschaft« zeigen zentrale historische Objekte die Feste und das Leben am Bauhaus. Dass das Bauhaus nicht nur linksutopisch ausgerichtet war, wird im Kapitel »Der neue Mensch« deutlich. Hier werden Menschenbilder präsentiert, die sich auch in politisch-radikalen, weltanschaulichen Ausrichtungen bewegten. Während »Kunst, Handwerk, Technik« die Werkstätten und ihre Produkte präsentiert, zeigt »Radikale Pädagogik« Aufbau und Lehre am Bauhaus. Transkulturelle Bezüge werden in der Sektion »Begegnungen« deutlich, die am Bauhaus durch Vorträge, zahlreiche Besucher aus aller Welt, völkerkundliche Bestände in der Bauhaus-Bibliothek in Weimar, aber auch in der Suche nach neuen Formen erkundet wurden.

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ifa Ausstellungen im Ausland

Das ifa konzipiert und organisiert Ausstellungen zeitgenössischer Kunst aus Deutschland, die Einblicke in die bildende Kunst, Fotografie und Film, Design und Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts geben. Auf mehrjährigen Tourneen werden die Ausstellungen in internationalen Museen präsentiert. In vielfältigen Programmen der Kunstvermittlung verbinden wir die deutsche Kunstszene mit international tätigen Kulturschaffenden, bilden Kooperationen und Netzwerke. Die Ausstellungen schaffen lokale Begegnungsplattformen, eröffnen internationale Perspektiven und stellen fundierte Wissensspeicher dar. Interessierten Museen stellt das ifa darüber hinaus Leihgaben für gesonderte Präsentationen zur Verfügung.

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