15 Jahre CrossCulture Programm

ifa-Generalsekretär Ronald Grätz, ifa-Mitarbeiter*innen, CCP-Alumni und eine deutsche Gastorganisation schildern, was das Programm ihnen bedeutet.

Porträt von Ronald Grätz
Ronald Grätz, Foto und © Luca Siermann

Ronald Grätz

Generalsekretär des ifa

"Das CrossCulture-Programm will gegenseitiges Verstehen fördern, die Menschenrechte verteidigen und der Zivilgesellschaft und dem Frieden dienen. Es gibt wohl kaum eine sinnvollere Arbeit als diese. Wer Menschenrechte nicht als Maß des Friedens sieht, kann wahren Frieden, zu dem genuine Freiheit gehört, nicht herstellen. Das ist CCP für mich: gelebte Verantwortung für Menschenrechte."

Radu Carciumaru

Bereichsleitung CrossCulture Programme

"Das CrossCulture-Programm hat sich als ein unverzichtbarer Brückenbauer etabliert, der Grenzen über-schreitet und zivilgesellschaftliche Akteure vereint. Unser Programm verfolgt einen umfassenden Ansatz und trägt unmissverständlich zu dem immer wichtiger werdenden Bedürfnis nach Dialog, Zusammenar-beit und friedlicher Koexistenz bei. Ich habe das Privileg, ein Team von starken, selbstbewussten und voll engagierten Fachleuten sowie außergewöhnlichen Menschen zu leiten, die sich auf viele weitere erfolgreiche Jahre und unvergessliche Begegnungen freuen."

Porträtbild von Radu Carciumaru
Radu Carciumaru, Foto: privat
Bärbel Wienkötter (2. von links) trifft CCP-Alumni in Indonesien, Foto: privat
Bärbel Wienkötter (2. von links) trifft CCP-Alumni in Indonesien, Foto: privat

Bärbel Wienkötter

CCP Koordinatorin für Zentral- und Südostasien

"Als langjährige Mitarbeiterin des ifa und CCP bin ich jedes Jahr erstaunt, was alles immer wieder neu ist – sowohl für mich, als auch die Teilnehmenden unseres Programms. Ich erinnere mich an eine Stipendi-atin, Leiterin eines Zoos, die einen Tiger in ihrem Schlafzimmer bei sich zu Hause aufzog, eine andere brauchte sage und schreibe 7 Tage für ihre Anreise nach Deutschland aufgrund von Schneechaos in der Türkei und sehr gefreut haben wir uns alle, als wir von der ersten CCP-Hochzeit einer ehemaligen Sti-pendiatin und eines Stipendiaten aus Pakistan erfuhren! Alles ist einzigartig, man könnte Memoiren füllen mit diesen Erlebnissen, Missgeschicken und wunderbaren Momenten!"

 

Mariem Ben Ltaifa, Tunesien

CCP Fellow 2018 bei dock europe e.V. / Hamburg

"Für mich ist CCP ein langfristiges Lernprogramm. Es gab mir die Möglichkeit, Dinge zu erleben, die mich herausforderten und neue Fähigkeiten zu entwickeln. Ich erhielt zudem einen sicheren Raum, um dieses Können im Alltag anzuwenden. Das Programm unterstützt die Fellows in unterschiedlichen Lernphasen, es hilft dir zu wachsen und wächst auch mit dir."

 

 

Mariem Ben Ltaifa, Foto: privat
Mariem Ben Ltaifa, Foto: privat
Said Nazir, Foto: privat
Said Nazir, Foto: privat

Said Nazir, Pakistan

CCP Fellow 2019 bei Thomson Media / Berlin

"CCP hat mein Leben verändert. Ich hatte das große Glück, Thomson Media als Gastorganisation zu haben, dies entsprach ganz meinen Interessen und Erwartungen. Durch diese Kooperation stärken wir weiterhin die Medienteilhabe von Frauen als Produzentinnen und Konsumentinnen in der patriarchisch geprägten Pashtun-Gesellschaft. Nach meiner Rückkehr nach Pakistan habe ich mich darin bestärkt gefühlt, mein neues Wissen und die gesammelten Erfahrungen an unser Team weiterzugeben und es tagtäglich auf der Arbeit anzuwenden. Ich habe viele neue berufliche Kontakte in Deutschland gesammelt und bin stolz darauf ein Teil der lebhaften und vielfältigen CCP-Gemeinschaft zu sein."

 

 

Camilo Olea, Mexiko

CCP Fellow 2020 beim Forum Ziviler Friedensdienst

"Gemeinschaft – das ist CCP für mich. Eine globale Gemeinschaft von inspirierenden Menschen mit verschiedensten Hintergründen, die ihre Erfahrungen teilen und voneinander lernen wollen, um, ihren Einfluss zu verbessern. Ich freue mich, dass ich andere CCP-Fellows kennenlernen konnte und bin beeindruckt von ihrer Arbeit. Zudem fühle ich mich bestätigt meine eigene Arbeit weiterzuverfolgen: Bildung und den Zugang zum Internet zu fördern, um bedürftigen Menschen zu helfen."

Camilo Olea, Foto: privat
Camilo Olea, Foto: privat
Anastasia Tarassowa, Foto: privat
Anastasia Tarassowa, Foto: privat

Anastasia Tarassowa, Russland

CCP Fellow 2020 bei der Forschungstelle Osteuropa der Universität Bremen

"Ich habe durch CCP neue, wunderbare Menschen aus aller Welt getroffen. Es hat mir zudem geholfen, die Grundlagen von Solidarität besser zu verstehen, denn direkte Begegnungen sind sehr lehrreich um zu begreifen, was in anderen Ländern passiert. Ich bin auch dankbar für die Workshops, welche das ifa für die Fellows organisiert. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass die Teilnahme an einigen dieser Workshops mit das Interessanteste war, was ich dieses Jahr erlebt habe. Dank des CCP Fellowships konnten mein Institut, das Garage Museum of Contemporary Art in Moskau, und meine Gastorganisation ein wichtiges Archivprojekt durchführen, welches schon lange in Planung war."

 

 

Tilman Weinig and Alexej Boris

Inside Out, langjährige Gastorganisation von CCP

"INSIDE OUT beschäftigt sich mit Extremismus. Extremismus ist in seiner Genese nie ein lokales Phänomen. Darum brauchen wir internationalen Austausch, um unsere Arbeit gut zu machen. Über das CCP funktioniert das exzellent: Wir kommen in Kontakt mit Expert*innen, die geographisch und methodisch über den Tellerrand schauen und als erfahrene Praktiker*innen wissen, wovon sie reden. Besonderes Highlight war für uns ein Pilotprojekt im Libanon mit Fighters for Peace. Durch eine CCP-Förderung ist es uns mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gelungen, ein gemeinsames Programm gegen Radikalisierung flächendeckend über mehrere Jahre in mehreren Bundesländern anzubieten."

 

Tilman Weinig und Alexej Boris, Foto: privat
Tilman Weinig und Alexej Boris, Foto: privat