Zeitgenössische Kunst aus Deutschland

„Future Perfect“ bedeutet nicht perfekte Zukunft, sondern ist die englische Entsprechung für die Zeitform Futur II: eine „vollendete“ Zukunft – etwas wird gewesen sein … Futur II ist die Vorschau in der Vergangenheit und damit Spekulation. In der Ausstellung „Future Perfect“ werden Arbeiten zum Thema Zukunftsvorstellungen und Spekulationen über den Verlauf von Geschichte gezeigt. Können wir uns noch in der Mutmaßung und Annahme eines Futur Perfekts verständigen? Wie positionieren sich Künstler im Umgang mit Material, Form, Einbildung, Handlung und Narration dazu? Wie reflektieren sie Vergangenes neu? Wo sehen sie Handlungsmöglichkeiten? Zukunft erscheint uns heute als ein kritisches Konzept. Selbst die nahe Zukunft erscheint wegen der digitalen und mobilen Beschleunigung kaum vorhersehbar. Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung sollen zum Nachdenken über Zukunftsversprechen angeregt werden.

Positionen von 16 in Deutschland lebenden internationalen Künstlerinnen und Künstler sind in der Ausstellung vertreten. Sie bewegen sich in verschiedenen Medien wie Film, Fotografie, Skulptur, Objekt, Malerei und Collage. Allen Arbeiten gemein ist, dass darin zentrale gesellschaftliche Fragen in künstlerische Konzepte übersetzt werden mit dem Ziel, künftige Imaginations- und Handlungs(spiel)räume zu entwerfen. Mit Werken von Nairy Baghramian, Mariana Castillo Deball, Cyprien Gaillard, Dani Gal, DAS INSTITUT (Kerstin Brätsch und Adele Röder), Annette Kelm, Jutta Koether, Armin Linke, Antje Majewski, Henrik Olesen, Yorgos Sapountzis, Nora Schultz, Nasan Tur, Danh Vo und Clemens von Wedemeyer.

Kuratoren

Angelika Stepken, Leiterin der Villa Romana, Florenz
Philipp Ziegler, Leiter der kuratorischen Abteilung ZKM, Karlsruhe

Tourneeausstellungen weltweit

Mit seinen über 20 laufenden Tourneeausstellungen und seinen vielfältigen Veranstaltungsprogrammen zur zeitgenössischen Kunst verbindet das ifa die deutsche Kunstszene mit internationalen Kulturschaffenden und bildet Kooperationen und Netzwerke. Die vielfach in Ko-Kreation mit Partnern vor Ort entwickelten Projekte umfassen verschiedene Disziplinen der modernen und zeitgenössischen Bildenden Kunst – von aktuellen Themen der Architektur, der Fotografie und des Designs über das Bauhaus bis hin zu monografischen Ausstellungen von Rosemarie Trockel oder Wolfgang Tillmans. Sie schaffen lokale Begegnungsplattformen und ermöglichen internationale Perspektiven auf weltweit relevante Themen. Interessierten Museen stellt das ifa darüber hinaus Leihgaben zur Verfügung.

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Überblick über die Tourneeausstellungen 2020 (PDF)

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