Cały świat to Bauhaus

Wie gelang es dem Bauhaus, zum Inbegriff einer sozialen, gestalterischen und didaktischen Radikalerneuerung zu werden? Die Ausstellung "Die ganze Welt ein Bauhaus" widmet sich diesem Thema. In acht Kapiteln stehen die Jahre 1919 bis 1933 aus der Innenperspektive in Weimar, Dessau und Berlin im Mittelpunkt: "Das Schwebende" zeigt, wie man sich motivisch mit der Schwerelosigkeit beschäftigte. Das Kapitel "Experiment" stellt Objekte vor, die das Ergebnis einer Material- und Raumforschung sind. Das "Gesamtkunstwerk" nimmt die Synthese aller Künste, aber auch von Kunst und Wissenschaft sowie von Kunst und Gebrauchsgegenstand in den Blick. Unter der Überschrift "Gemeinschaft" zeigen zentrale historische Objekte die Feste und das Leben am Bauhaus. Die weltanschauliche Ausrichtung des Bauhauses wird im Kapitel "Der neue Mensch" deutlich. Während "Kunst, Handwerk, Technik" die Werkstätten und ihre Produkte präsentiert, zeigt "Radikale Pädagogik" Aufbau und Lehre am Bauhaus. Transkulturelle Bezüge werden in der Sektion "Begegnungen" deutlich.

Der Ausstellungstitel "Die ganze Welt ein Bauhaus" geht auf ein Zitat von Fritz Kuhr aus dem Jahr 1928 zurück. Er war von 1923 bis 1927 Student am Bauhaus, Mitarbeiter in der Werkstatt für Wandmalerei von 1928 bis 1929 und unterrichtete anschließend bis 1930 Zeichnen am Bauhaus.

Kurator

Boris Friedewald

Die Vielfalt der Moderne - ifa insights #2

Geometrische Abstraktion war ebenso am Bauhaus möglich wie organische Formbildung. In der Töpferei in Dornburg, der Keramik-Werkstatt der frühen Bauhaus-Zeit, entstanden an der Drehscheibe Einzelstücke. Mehr klassische Gefäße als avantgardistische Materialstudie. Theodor Bogler schuf später jedoch Kombinationsgeschirr, das seriell aus Einzelteilen montiert wurde. "Die ganze Welt ein Bauhaus" zeigt bisher unbekannte Objekte der Kunstschule.

Bilder: © GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Foto: Esther Hoyer; © Foto: Victoria Tomaschko; © Martin Müller, Berlin; © A. Körner, bildhübsche Fotografie

 

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