​​Theo Eshetu, Ghostdance, 2020, video still, © Theo Eshetu
01. April2021-10. Mai2021zum Kalender hinzufügen

13. Gwangju Biennale: Minds Rising, Spirits Tuning

AusstellungGwangju Biennale Foundation111 Biennale-ro, Yongbong-dong, Buk-gu61104 Gwangju, Südkorea
​​Theo Eshetu, Ghostdance, 2020, video still, © Theo Eshetu

Gefördert: Vaginal Davis, Theo Eshetu and Ana María Millán

Es wurde vorhergesagt, dass uns Menschen eine Intelligenzexplosion erwartet, die im weitesten Sinne als das Aufkommen von Superintelligenz verstanden wird. Und doch gibt es Fragen: Wo genau ist organische Intelligenz zu finden? Inwieweit ist sie im menschlichen Gehirn und auch im Herzen, wie es der koreanische Begriff implizieren würde, zu suchen? Bekennen wir uns also zur Verbreitung des "kommunalen Geistes" - kontinuierlich auftauchend und verwurzelt in Heiltechnologien, indigenen Lebenswelten, matriarchalen Systemen, Animismus und antisystemischer Verwandtschaft.

Die Ausstellung "Minds Rising, Spirits Tuning" untersucht den Begriff "Geist" mit künstlerischen und theoretischen Mitteln. Unter der Leitung von Defne Ayas und Natasha Ginwala bietet die 13. Gwangju Biennale ein dynamisches Programm mit Ausstellung, Performance, Online-Publikationsplattform und Publikationen sowie einer Reihe öffentlicher Foren, die Kunstschaffende, theoretische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Systemdenkende zusammenbringen.

Der deutsche Beitrag wird durch das Programm Ausstellungsförderung des ifa unterstützt.

  • Installationsarbeiten von Vaginal Davis

     

    Die in Gwangju erstmals gezeigte Installation von Vaginal Davis präsentiert bisher unbekannte Arbeiten aus Davis' Archiv und ist eine Hommage an ihre drei Initiativen in Koreatown von Los Angeles: die berüchtigte Apartment-Galerie "HAG - Small, Contemporary Haggard" (1982-89), die Leitung des No-Budget-Filmstudios und Produktionshauses "The Cheese Endique Trifecta" (1990-2005) und die Organisation von ausschweifenden Partys im "Club Sucker" (1994-99). Die räumlichen Rekonstruktionen, Fotografien, Journale und audiovisuellen Stücke sind Erinnerungsstücke an einen Lebensstil, der sich kontinuierlich der Norm verweigert und die Parodie als Form der Gesellschaftskritik einsetzt.

     


  • Theo Eshetus audiovisuelle Reise "Ghostdance"

     

    Theo Eshetus audiovisuelle Reise "Ghostdance" (2020) befasst sich mit den Beziehungen zwischen der ethnografischen Darstellung asiatischer und afrikanischer Sammlungen und der Choreografie ihres metaphorischen Todes und Lebens, wenn sie den Museumsraum betreten. Was bedeutet es für Objekte, Subjektivität zu besitzen, wenn sie Lebensbereiche und soziale Bindungen repräsentieren? Diese Frage zirkuliert durch die Körper zweier Tanzenden, die die kinetische Energie als Aufbewahrungsort von Geist-Objekten und Ritualen kanalisieren, die hinter den Wänden des Museums hängen.

     


  • Ana María Millán mit dem Videospiel "Happy People"

     

    Für das Videospiel "Happy People" (2020) arbeitete Ana María Millán mit einer Gruppe von lokalen LARPern, Gamerinnen und Gamern, Kunststudierenden und Cosplayerinnen und Cosplayern in einem Workshop zur Charaktererstellung in Gwangju zusammen. Aus der Zusammenarbeit mit FAMERZ, einem Kollektiv feministischer Gamerinnen, die in Südkorea aktiv sind, entstand eine besondere Erkundung der koreanischen Animationsgeschichte und Reflexionen über geschlechtsspezifische Dimensionen von Online-Gaming und politischen Unruhen. In Anspielung auf die Politik der Koalitionsbildung und Repräsentation diente der kollektive und partizipative Prozess des Live-Action-Rollenspiels als Ausgangspunkt für "Happy People".

     


Ausstellungsförderung

Das Programm Ausstellungsförderung unterstützt zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler dabei, Kunstprojekte im Ausland zu realisieren.

Mehr erfahren

Ähnliche Veranstaltungen

Filipa César: Cacheu, 2012, courtesy of the artist
24. Oktober2019-24. November2019

Genealogies Futures

AusstellungAssociation PichaLubumbashi
Nino Kvrivishvili, Studio Installation, 2019,  courtesy der Künstlerin und der Kunsthalle Tiflis, Foto: Guram Kapanadze
25. Oktober2019-30. November2019

Reflected Positions

AusstellungKunsthalleTiflis
Wolfgang Tillmans: Philharmonie Bloch I, 2017.
01. Februar2020-16. August2020

Wolfgang Tillmans: Today Is The First Day

AusstellungWIELS, Centre d'Art ContemporainBrüssel