Poetry-Slam A'Salama, Juni 2014 in Tunis
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"Wir alle sind Kulturbotschafter"

3 Fragen an Stephan Brübach, Vorsitzender des ifa-Fördervereins

ifa (Institut für Auslandsbeziehungen): Herr Brübach, Sie haben im März 2013 den Vorsitz des Fördervereins für das ifa übernommen – einem Verein, der sich weltweit für den Kunst- und Kulturaustausch engagiert. Was bedeutet Kulturaustausch für Sie?

Stephan Brübach: Ich bin überzeugt, dass nur der direkte Dialog zwischen Menschen und Kulturen langfristig Frieden sichert. Kulturaustausch erhöht das Verständnis füreinander, auch für die eigene Kultur. Wenn Menschen miteinander reden, andere Lebensweisen kennenlernen und sich auf kulturelle Unterschiede einlassen, wird es schwieriger, Worte gegen Waffen einzutauschen. Dieser Gedanke ist meine Triebfeder in allem, was ich tue – sei es als Vorsitzender des ifa-Fördervereins oder als Vorsitzender des lokalen Kulturvereins meiner Heimatstadt Witzenhausen, einer hessischen Kleinstadt, in der Menschen aus mehr als 100 Nationen leben.

ifa: Sie leiten den Bereich Markenmanagement und Formatentwicklung in der Unternehmensgruppe Dr. Eckert. Die Firma betreibt mehr als 200 Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland. Was war ausschlaggebend für Ihr Engagement im ifa-Förderverein?

Brübach: Der ehemalige Geschäftsführer des Unternehmens und Vorsitzende des ifa-Fördervereins, Adam-Claus Eckert, ist seit jeher kulturell und sozial engagiert. Seine Überzeugung von der Kraft des Kulturdialogs ist Teil unserer Unternehmenskultur. Als er mich 2013 fragte, ob ich seine Nachfolge beim Förderverein antreten wolle, habe ich keine Sekunde gezweifelt. Von Berufs wegen haben wir mit Büchern zu tun und wissen, dass die Kunst wie kein anderes Medium geeignet ist, Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenzuführen. Ausschlaggebend für unser Engagement waren nie geschäftliche Interessen, sondern allein die Arbeit des ifa – die nachhaltige Arbeit am Frieden.

ifa: Was sind Ihre Ziele für die Arbeit des Fördervereins?

Brübach: Der Förderverein soll künftig stärker für Studierende, Alumni und Stipendiaten des ifa geöffnet werden. Außerdem möchte ich den Verein und damit das ifa stärker in der lokalen Bevölkerung verankern und noch mehr Menschen für die Arbeit des ifa begeistern: Wir alle sind Kulturbotschafter. Jeder kann einen Beitrag zum Kulturaustausch leisten, an jedem Ort, zu jeder Zeit.

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Stephan Brübach, Vorsitzender des ifa-Fördervereins; Foto: Luca Siermann

"Nur der direkte Dialog zwischen Menschen und Kulturen sichert langfristig Frieden."

"Wenn Menschen miteinander reden und sich auf kulturelle Unterschiede einlassen, wird es schwieriger, Worte gegen Waffen einzutauschen."

"Kunst ist wie kein anderes Medium geeignet ist, Menschen unterschiedlicher Kulturen zusammenzuführen."