Deutsches Ausland-Institut, Grundsteinlegung 1917; © ifa-Archiv
Deutsches Ausland-Institut, Grundsteinlegung 1917
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Hamburg-Amerika-Linie, Auswanderer-Ausstellung im Stuttgarter Handelshof, 1921; © ifa-Archiv
Hamburg-Amerika-Linie, Auswanderer-Ausstellung im Stuttgarter Handelshof, 1921
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Badekabine eines Lloyd-Dampfers in der Auswanderer-Ausstellung im Stuttgarter Handelshof, 1921; © ifa-Archiv
Badekabine eines Lloyd-Dampfers, Auswanderer-Ausstellung im Stuttgarter Handelshof, 1921
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Deutsches Ausland-Institut, Einweihung am 21. Mai 1925; © ifa-Archiv
Deutsches Ausland-Institut, Einweihung am 21. Mai 1925
© ifa-Archiv
Deutsches Ausland-Institut, Rede von Reichsaußenminister Gustav Stresemann am 21. Mai 1925; © ifa-Archiv
Deutsches Ausland-Institut, Rede von Reichsaußenminister G. Stresemann am 21. Mai 1925
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Altes Waisenhaus als Sitz des DAI, um 1930; © ifa-Archiv
Altes Waisenhaus als Sitz des DAI, um 1930
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Kino im Deutschen Ausland-Institut, um 1930; © ifa-Archiv
Kino im Deutschen Ausland-Institut, um 1930
© ifa-Archiv
Ständige Ausstellung im Deutschen Ausland-Institut; © ifa-Archiv
Ständige Ausstellung im Deutschen Ausland-Institut
© ifa-Archiv
Deutsches Ausland-Institut, Modellschreinerei; © ifa-Archiv
Deutsches Ausland-Institut, Modellschreinerei
© ifa-Archiv
Deutsches Ausland-Institut, Bibliothek um 1930; © ifa-Archiv
Deutsches Ausland-Institut, Bibliothek um 1930
© ifa-Archiv
Institut für Auslandsbeziehungen, Bibliothek 1987; © ifa/Pfisterer
Institut für Auslandsbeziehungen, Bibliothek 1987
© ifa/Pfisterer
Institut für Auslandsbeziehungen, Bibliothek 2012© ifa/Hückelhoven
Institut für Auslandsbeziehungen, Bibliothek 2012
© ifa/Hückelhoven
Religiöse Kunst Äthiopiens, Kaiser Haile Selassie und Ministerpräsident Hans Filbinger, ifa-Galerie Stuttgart, 1973; © ifa/Pfisterer
Religiöse Kunst Äthiopiens, Kaiser Haile Selassie und Ministerpräsident Hans Filbinger, ifa-Galerie Stuttgart, 1973; © ifa/Pfisterer
Chinesische Malerei der Gegenwart, ifa-Galerie Stuttgart, 1978; © ifa/Pfisterer
Chinesische Malerei der Gegenwart, ifa-Galerie Stuttgart, 1978
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Tingting bilong mi. Papua Neuguinea, ifa-Galerie Stuttgart, 1979; © ifa/Pfisterer
Tingting bilong mi. Papua Neuguinea, ifa-Galerie Stuttgart, 1979
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Yoga, Jeans und Souvenirs, ifa-Galerie Stuttgart, 1980; Außenwerbung; © ifa/Pfisterer
Yoga, Jeans und Souvenirs, ifa-Galerie Stuttgart, 1980; Außenwerbung
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Souvenirs von Bundeskanzler Helmut Schmidt; Yoga, Jeans und Souvenirs, ifa-Galerie Stuttgart, 1980; © ifa/Pfisterer
Souvenirs von Bundeskanzler Helmut Schmidt; Yoga, Jeans und Souvenirs, ifa-Galerie Stuttgart, 1980; © ifa/Pfisterer
Yoga, Jeans und Souvenirs, ifa-Galerie Stuttgart, 1980; © ifa/Pfisterer
Yoga, Jeans und Souvenirs, ifa-Galerie Stuttgart, 1980
© ifa/Pfisterer
Wie verpacke ich fünf Eier? Japanische Verpackung, ifa-Galerie Stuttgart, 1981; © ifa/Pfisterer
Wie verpacke ich fünf Eier? Japanische Verpackung, ifa-Galerie Stuttgart, 1981
© ifa/Pfisterer
Exotische Welten – Europäische Phantasien, 1987; Eröffnung im Maurischen Garten der Wilhelma, Stuttgart; © ifa/Pfisterer
Exotische Welten – Europäische Phantasien, 1987; Eröffnung im Maurischen Garten der Wilhelma, Stuttgart; © ifa/Pfisterer
Exotische Welten – Europäische Phantasien, 1987; Das exotische Plakat, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart; © ifa/Pfisterer
Exotische Welten – Europäische Phantasien, 1987; Das exotische Plakat, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart; © ifa/Pfisterer
Exotische Welten – Europäische Phantasien, 1987; Das exotsiche Theater, Kultur unterm Turm, Stuttgart; © ifa/Pfisterer
Exotische Welten – Europäische Phantasien, 1987; Das exotsiche Theater, Kultur unterm Turm, Stuttgart; © ifa/Pfisterer
Sowjetischer Trickfilm, ifa-Galerie Stuttgart, 1988–1989; © ifa/Pfisterer
Sowjetischer Trickfilm, ifa-Galerie Stuttgart, 1988–1989
© ifa/Pfisterer
Aladins neue Lampe. Recycling in der Dritten Welt, ifa-Galerie Stuttgart, 1989; © ifa/Pfisterer
Aladins neue Lampe. Recycling in der Dritten Welt, ifa-Galerie Stuttgart, 1989
© ifa/Pfisterer
Zimbabwe. Skulpturen 1986–1988 , ifa-Galerie Stuttgart, 1989–1990; © ifa/Pfisterer
Zimbabwe. Skulpturen 1986–1988 , ifa-Galerie Stuttgart, 1989–1990
© ifa/Pfisterer

Die Geschichte des ifa

Förderung des Auslandsdeutschtums und Imagepflege – die Jahre 1917–1933

Am 10. Januar 1917 wurde in Stuttgart das "Museum und Institut zur Kunde des Auslanddeutschtums und zur Förderung deutscher Interessen im Ausland" gegründet – noch im Gründungsjahr wurden Museum und Institut in "Deutsches Ausland-Institut" (DAI) umbenannt. Das Bewusstsein, dass nach dem Krieg manches für Kultur und soziale Stellung der Millionen von Auslandsdeutschen in Europa und in Übersee getan werden müsse, ging einher mit dem Wunsch, das lädierte Ansehen Deutschlands in der Welt zu verbessern. Das DAI beriet in dieser Zeit Auswanderungswillige, betreute die Auslandsdeutschen, organisierte Ausstellungen, gab eine Zeitschrift heraus ("Der Auslanddeutsche") und wurde seinem wissenschaftlichen Charakter durch die auslandskundliche Fachbibliothek, den Presse- und Nachrichtendienst sowie sein umfangreiches Archiv gerecht.

Überzeugungstäter und Mitläufer – die Jahre 1933–1949

Konnte das DAI bis 1933 als überparteilich bezeichnet werden, so wurde das Institut nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten gleichgeschaltet. Unter Karl Strölin, dem Stuttgarter NSDAP-Oberbürgermeister, entwickelte sich das Institut zu einem Planungszentrum der Volkstumspolitik des Staates. Deutsche "Rassenpolitik" und die "Eindeutschung" fremder Gebiete standen auf der Agenda. Das DAI war beteiligt an der Propagierung, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Umsiedlungen in den eroberten osteuropäischen Gebieten. Auch arbeitete das Institut eng mit der Gestapo, der NSDAP/AO und dem Außenpolitischen Amt der NSDAP unter Rosenberg zusammen und ließ ihnen Informationen zukommen, bis hin zur Denunzierung politisch unliebsamer Ratsuchender. Nach dem Krieg blieb dem Institut die Weiterarbeit zunächst gestattet, bis es dann 1949 unter neuem Namen neue Aufgaben erhielt.

"Elementarschule und Umschlagplatz" – die Jahre 1949–1990

Am 5. Juli 1949 wurde die Neugründung des "Instituts für Auslandsbeziehungen" (ifa) beschlossen. Der offizielle Beginn der Arbeit erfolgte 1951. Bei dieser Gelegenheit sprach Theodor Heuss als erster Bundespräsident davon, dass die Funktion des Instituts die einer "Elementarschule für den Verkehr mit dem Ausland". Diesem Auftrag kam das Institut nach: erste Ausstellungen bildender Kunst wurden organisiert; in den Regionalreferaten wurden die Beziehungen zu anderen Ländern gepflegt; Seminare informierten Ausländer über Deutschland und Deutsche über das Ausland; die ersten Deutschkurse für Ausländer wurden abgehalten; mit den "Mitteilungen" – seit 1962 "Zeitschrift für Kulturaustausch" und seit 2006 "Kulturaustausch – Zeitschrift für internationale Perspektiven" – entstand ein Forum für die wissenschaftliche und publizistische Begleitung der Auswärtigen Kulturpolitik. Im Mai 1971 eröffnete die spätere ifa-Galerie Stuttgart, im Jahre 1980 folgte die ifa-Galerie Bonn. Die Vermittlung von Ausstellungen deutscher Kunst ins Ausland ging Anfang der siebziger Jahre in die alleinige Verantwortung des ifa über.

Nur wer sich ändert, bleibt sich treu – die Jahre 1990–2013

Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung weitete das ifa seine Aktivitäten auch auf die neuen Länder aus. 1991 wurde die ifa-Galerie Berlin eröffnet, 2004 schloss jedoch die ifa-Galerie Bonn ihre Pforten. Gleichzeitig wurde die Sichtbarkeit des Instituts im außenpolitischen Gefüge Deutschlands verbessert. Mit mehreren Förderprogrammen (CCP, zivik, Integration und Medien sowie Künstlerkontakte), rund 40 Tourneeausstellungen, dem Forschungsprogramm sowie der Fachbibliothek für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, der Zeitschrift Kulturaustausch und zahlreichen Publikationen stellt sich das ifa den Herausforderungen einer globalisierten, sich stetig verändernden Welt.

Lesetipps

  • Gesche, Katja: Kultur als Instrument der Außenpolitik totalitärer Staaten, das Deutsche Ausland-Institut 1933–1945. – Köln: Böhlau, 2006. – 416 S.
  • 75 Jahre Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart. – In: Zeitschrift für Kulturaustausch (Regensburg), 42 (1992) 1, S. 141-154
  • 75 Jahre Kulturaustausch. Zur Geschichte des Instituts für Auslandsbeziehungen. – In: Auslandskurier, 33 (Januar 1992) 1, S. 37-44 
  • Körber, Sebastian: Vorreiter im Kulturdialog – das Institut für Auslandsbeziehungen. – In: Der Bürger im Staat (Ulm), 2006, 56 (2006) 2, S. 120-121
  • Rehs, Michael: 50 Jahre Institut für Auslandsbeziehungen. – Stuttgart: ifa, 1967. – 12 S.
  • Ritter, Ernst: Das deutsche Ausland-Institut in Stuttgart 1917–1945. – Frankfurt am Main, 1976. – 163 S. – (Frankfurter historische Abhandlungen; 14)