Königin Silvia von Schweden; Foto Rosie Alm, © Kungahuset.se
Königin Silvia von Schweden; Foto Rosie Alm,
© Kungahuset.se

Theodor-Wanner-Preis 2017

Preisträgerin: Königin Silvia von Schweden

Sie engagiert sich nachhaltig für benachteiligte und missbrauchte Kinder, sie gründete die World Childhood Foundation und sie ist Schirmherrin von mehr als 60 Vereinigungen, Projekten und Veranstaltungen: Königin Silvia von Schweden. Nicht zuletzt ihr Engagement für Demenzkranke und der von ihr eingerichtete Fonds zugunsten der Forschung auf dem Gebiet des Behindertensports sind inspirierende Beispiele dafür, wie eine Persönlichkeit des Zeitgeschehens ihre besondere gesellschaftliche Position auch auf internationaler Ebene umsichtig und überzeugend nutzt, um vielen Menschen zu helfen.

Das umfangreiche soziale Engagement ihrer königlichen Majestät und ihr unermüdlicher Einsatz für die Menschenrechte wurde am 26. September 2017 im Allianz Forum Berlin gewürdigt. Die Laudatio hielt Bundesaußenminister Sigmar Gabriel.

Königin Silvia spendete das Preisgeld an Sociedade Beneficente Alemã (deutscher Hilfsverein) in São Paulo. Der Verein bietet eine qualifizierte ganzheitliche Betreuung von älteren Menschen mit kognitiver Abhänigkeit an. Außerdem werden pädagogische und kulturelle Programme in einem Elendsviertel von São Paulo für 320 Kinder und Jugendliche angeboten. Der Präsident von Sociedade Beneficente Alemã, Weber Porto, nahm das Preisgeld in Berlin entgegen.

Theodor Wanner

Theodor Wanner (1875-1955) war ein Stuttgarter Bürger, Mäzen, Patriarch und zugleich umtriebiger Manager. Sein Name steht für bürgerliches, schwäbisches Unternehmertum. Motiviert durch die eigene Auslandserfahrung begründete und etablierte er zahlreiche kulturelle Initiativen, so den Verein württembergischer Kunstfreunde, die Württembergische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und das Deutsche Ausland-Institut (DAI), das heutige Institut für Auslandsbeziehungen (ifa). Theodor Wanner war langjähriger Vorsitzender des Handelsgeographischen Vereins, aus dem das Staatliche Museum für Völkerkunde, heute Linden-Museum, in Stuttgart entstand.
Theodor Wanner verkörpert nachhaltiges persönliches Engagement für den Dialog der Kulturen.

Preis

Die Verleihung geht auf die Initiative des Fördervereins für das Institut für Auslandsbeziehungen zurück.
Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, die zweckgebunden direkt in ein vom Preisträger ausgewähltes Projekt fließen. Die Preisträger werden in einem Festakt gewürdigt. Das Preisobjekt wurde gestaltet von Prof. Axel Kufus, Professor an der Universität der Künste Berlin.

Preisobjekt Theodor-Wanner-Preis

Jury

Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch Mehrheitsentscheidung einer Jury, die durch den Vorstand des Fördervereins und das ifa gebildet wird. Die Jury ist in ihrer Auswahl frei.

    Jurymitglieder sind derzeit:

  • N.N., Präsidentin/Präsident des ifa
  • Stephan Brübach, Vorsitzender des Fördervereins für das ifa
  • Bernt Graf zu Dohna, Vizepräsident des ifa und Mitglied im Förderverein für das ifa
  • Otto Ruthenberg, Mitglied des ifa-Präsidiums und Daimler AG
  • Ronald Grätz, Generalsekretär des ifa

Vorschläge können u. a. von Mitgliedern des ifa, Mitgliedern des Fördervereins für das Institut für Auslandsbeziehungen, den Beiräten und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ifa eingereicht werden.

Frühere Preisträgerinnen und Preisträger

Seit 2009 verleiht das ifa den Theodor-Wanner-Preis an Personen, die mit ihrem wissenschaftlichen, sozialen, gesellschaftspolitischen, künstlerischen, unternehmerischen oder finanziellen Engagement Herausragendes für den Dialog der Kulturen leisten oder geleistet haben. Die Verleihung geht auf die Initiative des Fördervereins für das Institut für Auslandsbeziehungen zurück. Schirmherr des Theodor-Wanner-Preises ist der Bundesaußenminister.