Yuttana Anothaisintawee

Rodeo, Ensemble aus Stuhl und Tisch, 2012

Platte aus verpressten Stoffteilen, Stuhl: H 67 x B 67 x T 60 cm
Tisch: H 111 x B 80 x T 34 cm
Serie: Rodeo
Foto: Frank Kleinbach, © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)

Bei der Garmento-Platte handelt es sich um ein sehr robustes Material, das ästhetisch auf die Rustikalität des Wilden Westens verweist. Das Material ist so vielseitig verwendbar wie jedes Holzverbundmaterial. Es lässt sich in Stücke schneiden und an Holz- oder Metallkonstruktionen befestigen.

Inspiration (hinter) der Erfindung: Spezialisiert auf die Gestaltung moderner und modischer Upcycling-Produkte unter Verwendung mannigfaltiger Materialien, arbeitet der Produktdesigner Yuttana Anothaisintawee viel mit Stoffen und bezieht dabei alte und gebrauchte Kleidungsstücke in seine Produktlinien und Projekte mit ein. Er versucht außerdem, auch andere Abfallmaterialien für Produkte zu verwenden, und strebt eine gänzlich abfallfreie Arbeitskultur an. Die Idee kam ihm beim Anblick eines Möbel-Bruchstücks, auf dem sein Hundewelpe herumgekaut hatte; als er das Material näher betrachtete, sah er, dass es aus Holzspänen und Sägemehl bestand, die verpresst worden waren, um eine neue Art von Holz herzustellen. Da wurde ihm klar, dass man auch Stoffreste – eine Art Faser wie Holzspäne und Sägemehl – zu einem neuartigen Material verpressen und womöglich genauso wie Massivholzplatten nutzen könnte. Also begann er zu experimentieren. Es dauerte gut zwei Jahre, bis es gelang. Das Ergebnis war die Garmento-Platte. Inspiration des Designs: Im Frühstadium der Garmento-Platte verwendete der Designer Jeansstoff. Grundidee des Rodeo-Stuhls ist das Hufeisen und dessen Beziehung zum modernen, Jeans tragenden Cowboy.

Yuttana Anothaisintawee: Rodeo, Stuhl und Tisch, 2012; Foto: Frank Kleinbach, © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Frank Kleinbach, © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
David Amar
A.P.E. I