Khmissa

Rubber Stool R1, Hocker, 2005

Gummi aus recycelten Reifen, Holzkorpus, Schaumstoffschicht
H 40 cm, Ø 40 cm
Foto: Frank Kleinbach, © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)

Der Hocker besteht aus verschiedenen gemusterten Gummireifen, die auf einen Holzkorpus genagelt sind. Die Reifenmuster sind einfach aneinandergefügt und angemalt, was ihnen eine moderne Anmutung verleiht.

Khmissa ist ein in der ganzen arabischen Welt bekanntes Symbol, dessen Wurzeln in den magischen Traditionen der Region liegen. Khmissa, arabisch für "fünf", bezieht sich auf die fünf Finger einer Hand und findet sich als Symbol auf Amuletten, Glücksbringern und Schmuckstücken zum Schutz gegen den "bösen Blick". Eine andere islamische Bezeichnung für diese Amulette ist "Hand der Fatima", in Anspielung auf Fatima Zahra, die Tochter des Propheten Mohammed; im Judentum ist auch von "Hand der Miriam" die Rede, in Anspielung auf Miriam, die Schwester von Mose und Aaron. Das Symbol steht für eine "schützende Hand" oder die "Hand Gottes".
Im Jahr 2000 von Bettina Gousset und Said Lamghari gegründet, knüpft Khmissa mit seinen Entwürfen an marokkanische Traditionen an. Die beiden verstehen ihre Zusammenarbeit als einen Austausch der Kulturen, eine Verschmelzung von Orient und Okzident. Hier vermählen sich künstlerischer Anspruch und traditionelle Selbstverständlichkeit. Inspiriert wird Khmissa vor allem von alten Traditionen, von deren Ästhetik, deren intuitiver handwerklicher Kreativität und vom Geschick der Handwerksmeister. Ihre klaren Linien und Farbmuster, die Ost und West verbinden, lassen einen neuen Deko-Trend erkennen: Orientalischen Minimalismus

R1, Hocker, 2005; Foto: Frank Kleinbach, © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Foto: Frank Kleinbach, © ifa (Institut für Auslandsbeziehungen)
Dhara Kabaria
Saruta Kiatparkpoom