Kulturtransfers

prêt-à-partager. a transcultural exchange in art, fashion and sports 

In the Seams: The Aesthetics of Freedom Expressed

Künstlerische Konferenz

07.10. – 08.10.2011 | Johannesburg
Center for Historical Reenactments, Johannesburg

Am 7. und 8. Oktober 2011 veranstaltete das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) in Johannesburg eine künstlerische Konferenz mit über 35 Kunstschaffenden, Kuratoren und Wissenschaftlern. Die Konferenz im Rahmen des Ausstellungsprojekt "prêt-á-partager" beleuchtete auf innovative Weise verschiedene gesellschaftliche, ästhetische aber auch ökonomische Aspekte von "Freiheit" im Post-Apartheid-Südafrika sowohl aus afrikanischer als auch europäischer Sicht. Der Ausdruck der eigenen Identität über Kleidung und Mode schuff in der künstlerischen Konferenz In the Seams Zugang zu komplexen Themenstellungen und Fragen: Welche Bedeutung kommt Mode – als Symbolträger von Widerstand sowie als Ausdruck individueller Freiheit und Selbsterfindung – in Zeiten der Massenkommunikation zu, in denen die Werbewelt von westlichen Schönheitsidealen und Sichtweisen geprägt ist? Eine besondere Dynamik erhielt die Konferenz durch die Verbindung von theoretischer Annäherung an die Thematik durch Redebeiträge mit der künstlerischen Umsetzung durch Workshops.

Programm

7. Oktober

Redebeiträge

  • Begrüßung / Moderation
    Elke aus dem Moore (Leiterin Abteilung Kunst am ifa) / Khwezi Gule
  • Vortrag 1
    In The Seams: The Stories Fabric Tells
    Khwezi Gule, Chefkurator am Hector Peterson Museum, Soweto, Johannesburg
  • Vortrag 2
    Beyond Self vs. Other: "New" Ways of Conceptualising Selfhood and Otherness in the Artwork of Selected Young South African Artists
    Leora Faber, Direktorin des Research Centre Visual Identities in Art and Design, Johannesburg
  • Vortrag 3
    Freedom is a Road Seldom Travelled by the Multitude
    Carol Tulloch, Leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Black Visual Culture, Chelsea College of Art & Design und dem Victoria and Albert Museum, London

Workshops

7. und 8. Oktober

  • Workshop 1
    Hey you Secondhand: Reflections on Post-Apartheid Identities and Consumption
    Workshopleitung: Sinethemba Twalo, Tulo Pule, Xiluva Khosa
    7. Oktober: 16 – 18 Uhr & 8. Oktober: 9 – 20 Uhr

Der Second-Hand Markt im Zentrum Johannesburgs bildet die Grundlage für die Recherche innerhalb dieses Workshops – dieser widmet sich der Analyse der Ästhetik von Kleidung innerhalb von alternativen Subkulturen. Teilnehmer beschäftigen sich damit, wie sich dies zum Konsum verhält und auch der Identität, die sich durch Kleidung ausdrückt. Außerdem wird betrachtet, wie diese Gemeinschaften Second-Hand Mode für sich in Anspruch nehmen und aneignen. Was sind die dehnbaren und sich verändernden Bedeutungen, die mit Kleidung in Verbindung gebracht werden und wie steuern diese den Körper und unser Verlangen? Ein weiterer wichtiger Punkt der Recherche ist das Thema der Grenzüberschreitung und den damit verbundenen Möglichkeiten, wie Kleidung und Stil als ein Mittel für Freiheit und Selbstermächtigung eingesetzt werden kann.

  • Workshop 2
    Freedom is a Road Seldom Travelled by the Multitude
    Workshopleitung: Carol Tulloch
    7. Oktober: 16 – 18 Uhr & 8. Oktober: 9 – 20 Uhr

Das Ziel dieses Workshops ist die Nutzung von Musik und Stilen, die sich mit dem Thema Freiheit beschäftigen, um Teilnehmer zu frischem, neuem Denken anzuregen – und so die Vergangenheit und die Gegenwart miteinander zu verknüpfen.
Die Teilnehmer sollen persönliche Erfahrungen und Assoziationen von Freiheit einbringen und in Kleidung umsetzen.

Weitere Informationen