Politik des Teilens – Über kollektives Wissen

Peter Robinson

Peter Robinson: Ritual and formation, 2013; © Peter Robinson
Ritual and formation, 2013, Wollfilz

Peter Robinson studierte Bildende Kunst an der Ilam School of Fine Arts und lebt und arbeitet in Neuseeland. Während sich seine früheren Arbeiten mit Fragen der kulturellen Identität und der Repräsentation der Maori auseinandersetzen, entwickelte er zuletzt eine abstrakte Sprache. Sie betont die Materialität seiner Installationen – Filz, Styropor oder Stahl – und schafft eine eigene Syntax. Viele Arbeiten entstehen in Kooperation mit dem Publikum, das zu Interventionen und Veränderungen der Installation aufgerufen ist. Robinsons Arbeiten werden häufig in Neuseeland, aber auch weltweit auf verschiedenen Biennalen ausgestellt.

"Wenn ich über meine Arbeit spreche, nenne ich oftmals den Minimalismus als wesentlichen Einfluss für mein Schaffen, vor allem wegen der  demokratischen, sozialistischen, nichthierarchischen Impulse in seinen frühen Ausprägungen … Syntax hat für mich damit zu tun, Worte in einem Satz anzuordnen und mit den Regeln, die diese Ordnung bestimmen. Wenn andere Menschen sich an der Herstellung der Arbeit (in Artspace) beteiligen, dann werden sie die Ordnung der Teile, die Syntax und insofern auch den Titel festlegen. Was sich mir 'offenbart' hat, da ich den Titel vorgegeben habe, ist die phonetische Beziehung zwischen 'Ack' und 'Syntax'. Das ist vermutlich etwas Unbewusstes. Betrachtet man die Etymologie des Wortes 'Syntax', dann besteht das Wort aus den zwei Teilen 'zusammen' und 'ordnen', was ziemlich passend erscheint."

Peter Robinson: Syntax, 2015; © Peter Robinson
Syntax, 2015
© Peter Robinson