Venedig: Alle zwei Jahre findet hier die größte Kunstausstellung der Welt statt.
Venedig: Alle zwei Jahre findet hier die größte Kunstausstellung der Welt statt.
Außenminister Frank-Walter Steinmeier zu Besuch im Fridericianum in Kassel; © Nils Klinger
Außenminister Frank-Walter Steinmeier zu Besuch im Fridericianum in Kassel; © Nils Klinger
Olaf Nicolai: Giro, 2015, Performance; © Olaf Nicolai, VG Bild-kunst, Bonn, 2015
Deutscher Pavillon: Olaf Nicolai: Giro, 2015, Performance; © Olaf Nicolai, VG Bild-Kunst, Bonn, 2015
Olaf Nicolai: Giro, 2015, performance (2); © Olaf Nicolai, VG Bild-Kunst, Bonn, 2015
Olaf Nicolai: Giro, 2015, performance; © Olaf Nicolai, VG Bild-Kunst, Bonn, 2015

Biennale Venedig Backstage

Foto: Manuel Reinartz

Am 13. Mai 2017 eröffnet die größte internationale Kunstausstellung in Venedig. In der Reihe "Biennale Venedig Backstage" werfen wir einen Blick hinter die Kulissen: Wer organisiert den deutschen Beitrag? Was machen ehemalige Kuratoren und Künstler heute? In der zweiten Folge: Nicolaus Schafhausen, Kurator des Deutschen Pavillons 2007 und 2009.

Biennale Venedig 2017: Susanne Pfeffer kuratiert Deutschen Pavillon

Susanne Pfeffer © Uwe Zucchi/dpa/picture alliance

Susanne Pfeffer ist Kunsthistorikerin und Kuratorin. Seit Juni 2013 ist sie Direktorin des
Fridericianum in Kassel, wo sie u.a. die Ausstellungen "Speculations on Anonymous Materials", "nature after nature","Inhuman" sowie die Retrospektiven von "Pauls Sharits" und "Marcel Broodthaers" kuratierte. Auf der 56. Venedig-Biennale kuratierte sie den Schweizer Pavillon mit einer Einzelpräsentation von Pamela Rosenkranz. Zuvor war sie Chefkuratorin des KW Institute for Contemporary Art in Berlin (2007–2012) sowie Kuratorin und Beraterin des MoMA PS1 in New York. Von 2004 bis 2006 arbeitete sie als künstlerische Leiterin des Künstlerhauses Bremen.

Biennale Venedig

Die Biennale in Venedig gilt als die älteste und renommierteste internationale Kunstschau der Welt. Sie fand 1895 zum ersten Mal statt. Der deutsche Pavillon wurde 1909 erbaut (damals als Repräsentation Bayerns). Ein Umbau erfolgte 1938 nach den Plänen von Ernst Haigel. Seit 1971 koordiniert das ifa im Auftrag des Auswärtigen Amts den deutschen Länderbeitrag. International anerkannte Künstler wie Joseph Beuys, Jochen Gerz, Ulrich Rückriem, Hanne Darboven sowie Bernd und Hilla Becher stellten im Deutschen Pavillon in Zusammenarbeit mit namhaften Kuratoren aus, unter anderem Dieter Honisch, Klaus Bußmann, Jean-Christophe Ammann, Gudrun Inboden und Julian Heynen.
Als einziges Land wurde Deutschland bis jetzt viermal mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet: 1986 Sigmar Polke (Kommissar: Dierk Stemmler), 1993 Hans Haacke and Nam June Paik (Kommissar: Klaus Bußmann), 2001 Gregor Schneider (Kommissar: Udo Kittelmann) und 2011 Christoph Schlingensief (Kuratorin: Susanne Gaensheimer). In der Zeit von 1968 bis 1986 wurden keine Preise verliehen.

Biennalenförderung

Das ifa ermöglicht deutschen und in Deutschland lebenden Künstlern die Teilnahme an Biennalen weltweit.

"Biennials in dialogue"

Der weltweite Erfolg des Biennalemodells hat zu einem starken Anstieg des Formats geführt und gleichzeitig eine nachhaltige Diskussion zu diesem Thema in Gang gesetzt. Seit 2000 beteiligt sich das ifa an der Konferenzreihe "biennials in dialogue", die bisher in Kassel, Frankfurt am Main, Singapur und Shanghai stattfand. Seit 2012 organisiert das ifa gemeinsam mit der Biennale Foundation und anderen Partnern das World Biennial Forum, ein internationales Netzwerk der weltweiten Biennale-Akteure. Es fand 2012 zum ersten Mal während der Biennale in Gwangju statt.

Biennial Foundation

Die Biennial Foundation ist eine unabhängige Non-Profit-Organisation, die den verschiedenen Biennale-Organisationen als Informations- und Kommunikationsplattform dient und den Erfahrungs- und Ideenaustausch fördert. Die Biennial Foundation wurde 2009 gegründet und wird vom ifa unterstützt.