Sibylle Bergemann – Photographien
Sibylle Bergemann: Thomas – "RambaZamba"-Theatergruppe der Werkstatt "Sonnenuhr" in der Kulturbrauerei, Berlin, Polaroids zu "Woyzeck(en)", 1997

Die Ausstellung "Sibylle Bergemann. Photographien" stellt das Gesamtwerk einer der wichtigsten deutschen Fotografinnen der Gegenwart international vor. Die Fotografien verblüffen durch Vielfalt – Mode, Reportage, Essay, Landschaft, Stadtlandschaft und Porträt.

Diese Vielschichtigkeit ist Ausdruck des unverwechselbaren Stils der Künstlerin. Der gesellschaftliche Kontext spielt in Bergemanns Werk eine herausragende Rolle. Ihre Bilder sind geprägt von der kritischen Auseinandersetzung mit der DDR. Das Foto ist nicht nur Abbildung, sondern gibt Aufschluss über die Wirklichkeit. Es interpretiert diese und bezieht Stellung. Die Bilder werden Symbol, spiegeln Geschichten und spielen mit der Sehnsucht des Betrachters.

Sibylle Bergemann wurde zunächst als Modefotografin bekannt. Sie ist aber auch eine herausragende Vertreterin des fotografischen Essays und eine genaue Beobachterin. Bergemann hat sowohl seriell gearbeitet, als auch Themen und fotografische Notizen über längere Zeit festgehalten.

Bergemanns Werk

Einen Schwerpunkt im Werk Sibylle Bergemanns bilden Mode- und Portraitfotografien – entstanden für SIBYLLE oder GEO. Die Fokussierung auf situative und szenische Bilder begann Bergemann im Berlin der ausgehenden 60-er Jahre, später kamen New York, Paris, Tokyo oder São Paulo hinzu. Über viele Jahre arbeitete Bergemann mit Polaroids und bis 1990 überwiegend Schwarz-Weiß. Heute gehört sie zu den wenigen Fotografen, die Farbe nicht illustrativ, sondern als konstitutives Element einsetzen.

Foto: Thomas – "RambaZamba"-Theatergruppe der Werkstatt "Sonnenuhr" in der Kulturbrauerei, Berlin
Polaroids zu "Woyzeck(en)", 1997

Ausstellungskatalog

Sibylle Bergemann. Photographien – 2. veränderte Auflage 2008 – Stuttgart: Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), 2008. – 208 S.

Sibylle Bergemann

Photographien – 2. veränd. Aufl. – Stuttgart: ifa, 2008. – 208 S. – bestellen

Lebenszeichen vom Rand

Sibylle Bergemann: Marisa und Liane, Sellin, 1981

Deutschlandradio Kultur | "Sibylle Bergemann" in der ifa-Galerie Stuttgart.

Die nächsten Termine:

08.04.2017 – 03.07.2017
Oaxaca, Mexiko
Provisorischer Zeitrahmen
15.07.2017 – 30.09.2017
N.N.
Monterrey, Mexiko

Sibylle Bergemann

"Mich interessiert der Rand der Welt, nicht die Mitte. Das Nichtaustauschbare ist für mich von Belang. Wenn etwas nicht ganz stimmt in den Gesichtern oder Landschaften ..."

Matthias Flügge über Sibylle Bergemann, 2006

"Es scheint, als wolle die Fotografin etwas zum Vorschein bringen, das anwesend abwesend ist. Sparsame Notizen aus der Nähe, Spurensuche, Resultate einer Reise in die Träume."