Rosemarie Trockel
Rosemarie Trockel: Young Man Dozing, 2000; Buntstift auf Papier; © (Rosemarie Trockel) VG Bild-Kunst Bonn, 2003; Foto: Bernhard Schaub
Rosemarie Trockel: Young Man Dozing, 2000
Buntstift auf Papier
Acrylfarbe und Buntstift auf Papier
© (Rosemarie Trockel) VG Bild-Kunst Bonn, 2003
Foto: Bernhard Schaub

Nun ist der Begriff der Metamorphose so sehr surrealistisch besetzt, dass man zögern möchte, ihn für die Kunst von Rosemarie Trockel geltend zu machen. Denn Trockels Welt der Metamorphosen ist bis tief an die Wurzeln unsurrealistisch. Nichts verbindet sie mit dem Freudschen Topos der Surrealisten, dem Traum, und dessen flüchtigen, gleichwohl diskursiv aufeinander folgenden Bildern, nichts mit der Struktur des Textes, die das Unbewusste den Traumgesichtern unterlegt und durch sie hindurch eine den Wachzustand erhellende Lektüre ermöglicht. Es ist vielmehr der Schlaf mit seiner Nähe zum Tod, der das Werk von Trockel, fast möchte man sagen, kontinuierlich, durchzieht. ...

Gudrun Inboden, siehe ifa-Katalog, S. 54